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Ertrag

Neben den vie­len ande­ren Grün­den (Ver­ant­wor­tung für die Ener­gie­wen­de, Wunsch nach Ener­gie-Unab­hän­gig­keit, Sor­ge vor stei­gen­den Strom­prei­sen etc.) ist der Bau von Pho­to­vol­tik­an­la­gen für vie­le aber auch in ers­ter Line eine Kap­tal­an­la­ge, die “sich rech­nen” soll.

 

Die Berech­nung des PV-Ertrags erfolgt oft mit­hil­fe von spe­zia­li­sier­ten Soft­ware-Tools oder Online-Rech­nern, die die wich­tigs­ten Fak­to­ren berück­sich­ti­gen. Das sind z.B. die Son­nen­ein­strah­lung, die Aus­rich­tung und Nei­gung der Modu­le, die Modul­wir­kungs­grad und die Ver­schat­tung-

Die­se Tools ver­wen­den kom­ple­xe Algo­rith­men, um den erwar­te­ten Ertrag der PV-Anla­ge basie­rend auf den Stand­ort­pa­ra­me­tern und den spe­zi­fi­schen Eigen­schaf­ten der Modu­le zu schät­zen. Durch die Berück­sich­ti­gung die­ser Varia­blen kön­nen Anla­gen­be­trei­ber den poten­zi­el­len Ertrag ihrer PV-Anla­ge vor­ab abschät­zen und die Anla­ge ent­spre­chend dimen­sio­nie­ren.

Die Erträ­ge von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen lie­gen im Mit­tel je nach Regi­on, Aus­rich­tung und Auf­stel­lung, Qua­li­tät der Anla­gen­kom­po­nen­ten und deren Abstim­mung auf­ein­an­der in Deutsch­land zwi­schen 900 und 1.000 kWh pro kWp und Jahr.

Nach der Berech­nung des erwar­te­ten PV-Ertrags kön­nen Anla­gen­be­trei­ber ver­schie­de­ne Finan­zie­rungs­op­tio­nen in Betracht zie­hen, um die Ren­ta­bi­li­tät ihres Pro­jekts zu bewer­ten.

 

Hier noch ein paar Begrif­fe, die im Zusam­men­hang mit der Finan­zie­rung und Bewer­tung von PV-Anla­gen rele­vant sind:

 

Finanzrechner

Finanz­rech­ner sind Tools oder Pro­gram­me, die ver­wen­det wer­den, um finan­zi­el­le Sze­na­ri­en zu model­lie­ren und zu bewer­ten. Sie ermög­li­chen es Anla­gen­be­trei­bern, ver­schie­de­ne Finan­zie­rungs­op­tio­nen zu ver­glei­chen, die vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten und Ein­nah­men zu pro­gnos­ti­zie­ren und die Ren­ta­bi­li­tät ihres PV-Pro­jekts zu bewer­ten.

 

Kapitalwertmethode (KWM)

Die Kapi­tal­wert­me­tho­de ist eine Bewer­tungs­me­tho­de, die ver­wen­det wird, um den Bar­wert aller zukünf­ti­gen Zah­lungs­strö­me eines Inves­ti­ti­ons­pro­jekts zu berech­nen und zu bewer­ten.

Bei PV-Anla­gen wird die Kapi­tal­wert­me­tho­de oft ver­wen­det, um den Net­to-Bar­wert der zukünf­ti­gen Ein­nah­men aus dem Strom­ver­kauf zu berech­nen und mit den Inves­ti­ti­ons­kos­ten zu ver­glei­chen.

Ein posi­ti­ver Kapi­tal­wert deu­tet auf eine ren­ta­ble Inves­ti­ti­on hin.

 

Payback-Zeit

Die Zeit, die benö­tigt wird, um die Inves­ti­ti­on in eine PV-Anla­ge zurück­zu­er­hal­ten, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab, ein­schließ­lich der Grö­ße der Anla­ge, der Instal­la­ti­ons­kos­ten, der erwar­te­ten Strom­erzeu­gung, der staat­li­chen För­de­run­gen oder Anrei­ze, der Strom­prei­se sowie der Finan­zie­rungs­kon­di­tio­nen.

In der Regel liegt die durch­schnitt­li­che Rück­zah­lungs­zeit für eine PV-Anla­ge zwi­schen 8 und 15 Jah­ren, je nach den spe­zi­fi­schen Umstän­den und Stand­ort­fak­to­ren.

Um die Rück­zah­lungs­zeit zu berech­nen, kön­nen Anla­gen­be­trei­ber den Gesamt­wert der Inves­ti­ti­ons­kos­ten (ein­schließ­lich Instal­la­ti­on, War­tung und Finan­zie­rungs­kos­ten) durch die jähr­li­chen Ein­nah­men aus dem Strom­ver­kauf oder die ein­ge­spar­ten Strom­kos­ten tei­len. Die­se Berech­nung berück­sich­tigt auch die Lebens­dau­er der PV-Anla­ge sowie den erwar­te­ten Strom­ertrag über die­sen Zeit­raum.

Es ist wich­tig zu beach­ten, dass eine kür­ze­re Rück­zah­lungs­zeit nicht immer gleich­be­deu­tend mit einer bes­se­ren Inves­ti­ti­on ist. Ande­re Fak­to­ren wie die lang­fris­ti­ge Ren­ta­bi­li­tät, die Umwelt­aus­wir­kun­gen und die finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät soll­ten eben­falls berück­sich­tigt wer­den. Eine gründ­li­che Ana­ly­se der finan­zi­el­len Aspek­te sowie eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung und Dimen­sio­nie­rung der Anla­ge sind ent­schei­dend, um eine fun­dier­te Ent­schei­dung zu tref­fen und die Ren­ta­bi­li­tät der Inves­ti­ti­on zu maxi­mie­ren.

 

Return on Investment (ROI)

Die Return on Invest­ment ist ein Maß für die Ren­ta­bi­li­tät einer Inves­ti­ti­on und wird als Ver­hält­nis zwi­schen dem Gewinn oder der Ren­di­te und den Inves­ti­ti­ons­kos­ten aus­ge­drückt.

Für PV-Anla­gen kann der ROI den Pro­zent­satz der Ren­di­te ange­ben, den der Anla­gen­be­trei­ber über die Lebens­dau­er der Anla­ge erwar­ten kann. Ein höhe­rer ROI deu­tet auf eine ren­ta­ble­re Inves­ti­ti­on hin.

 

 

Indem Anla­gen­be­trei­ber die­se finan­zi­el­len Kon­zep­te und Metho­den ver­ste­hen und anwen­den, kön­nen sie die Ren­ta­bi­li­tät ihres PV-Pro­jekts bewer­ten, Finan­zie­rungs­op­tio­nen ver­glei­chen und fun­dier­te Ent­schei­dun­gen über ihre Inves­ti­ti­on tref­fen.

Es ist wich­tig, alle rele­van­ten Kos­ten und Ein­nah­men zu berück­sich­ti­gen und gege­be­nen­falls pro­fes­sio­nel­le Finanz­be­ra­tung in Anspruch zu neh­men, um eine fun­dier­te Ent­schei­dung zu tref­fen.

 

Dazu auch ein Arti­kel bei Stif­tung War­ten­test
Berech­nen Sie die Ren­di­te Ihrer Solar­anlage

 

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