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PV-Navi-ABC:

Solarmodule

Modu­le, mit denen Son­nen­licht auf­ge­nom­men und in elek­tri­sche Ener­gie umge­wan­delt wird, wer­den auf Dächer oder andern Flä­chen mon­tiert. Für die­se Modu­le gibt es die gän­gi­gen Ober­be­grif­fe “Solar­mo­du­le” und “Pho­to­vol­ta­ik­mo­du­le”.

Solar­mo­du­le kön­nen ein­zeln oder in Grup­pen zu Modul­rei­hen oder Modul­fel­dern ver­schal­tet wer­den, um die Gesamt­leis­tung der Anla­ge zu erhö­hen. Sie sind robust, lang­le­big und war­tungs­arm und bie­ten eine zuver­läs­si­ge und nach­hal­ti­ge Ener­gie­quel­le für ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen.

 

Solar­mo­du­le bestehen in der Regel aus meh­re­ren Solar­zel­len, die zu einem Solar­mo­dul zusam­men­ge­setzt sind.

In ein­fa­chen Wor­ten: Solar­zel­len sind die eigent­li­chen Ener­gie erzeu­gen­den Bau­stei­ne, wäh­rend Solar­mo­du­le die Bau­grup­pen sind, die die­se Zel­len schüt­zen, sie ver­bin­den und den erzeug­ten Strom ablei­ten.

Solar­zel­len, die die das Son­nen­licht in elek­tri­schen Strom umwan­deln bestehen i.d.R. aus einem Minus­pol (Metall­git­ter an der Ober­flä­che) und einem Plus­pol (Unter­sei­te der Zel­le). Dazwi­schen befin­det sich ein Halb­lei­ter: eine Schicht, in der sich elek­tro­ni­sche Teil­chen – Elek­tro­nen – bewe­gen.

Mit Solar­mo­du­len wird Gleich­strom erzeugt, der mit­hil­fe eines Wech­sel­rich­ters in Wech­sel­strom gewan­delt wer­den muss, um elek­tri­sche Gerä­te betrei­ben und um ihn ins öffent­li­che Strom­netz ein­spei­sen zu kön­nen.

 

Durch die stän­di­ge Wei­ter­ent­wick­lung der Solar­tech­nik gibt es inzwi­schen eine Viel­zahl von Modul-Vari­an­ten, die jeweils unter­schied­li­che Merk­ma­le auf­wei­sen und für ver­schie­de­ne Bau­vor­ha­ben (Steil­dach, Flach­dach, Frei­flä­che, Gewäs­ser, Gebäu­de­inte­griert, senk­rech­te Mon­ta­ge für Zäu­ne etc.) Ver­wen­dung fin­den.

 

 

Die wichtigsten Solarmodule und ihre Merkmale

(Zunächst die mit den größ­ten Markt­an­tei­len)

 

Mono­kris­tal­li­ne Sili­zi­um­so­lar­zel­len

Mono­kris­tal­li­ne Sili­zi­um­so­lar­zel­len zeich­nen sich durch ihren hohen Wir­kungs­grad aus, der durch die Ver­wen­dung von Sili­zi­um­kris­tal­len mit einer ein­heit­li­chen Struk­tur erreicht wird. Sie bie­ten eine bes­se­re Leis­tung pro Flä­che im Ver­gleich zu poly­kris­tal­li­nen Zel­len, was sie ide­al für Anwen­dun­gen macht, bei denen begrenz­ter Platz vor­han­den ist oder eine maxi­ma­le Ener­gie­aus­beu­te pro Flä­che erfor­der­lich ist.

Der Nach­teil ist, dass mono­kris­tal­li­ne Zel­len in der Regel teu­rer in der Her­stel­lung sind als poly­kris­tal­li­ne Zel­len. Sie fin­den häu­fig Ver­wen­dung in Wohn­an­la­gen und ande­ren Anwen­dun­gen, wo Platz­be­schrän­kun­gen bestehen und der Fokus auf der Effi­zi­enz liegt.

Mono­kris­tal­li­ne Sili­zi­um-Solar­zel­len sind für einen beträcht­li­chen Teil des welt­wei­ten PV-Mark­tes ver­ant­wort­lich und haben einen Markt­an­teil von etwa 35–40%.

 

Poly­kris­tal­li­ne Sili­zi­um­so­lar­zel­len

Poly­kris­tal­li­ne Sili­zi­um­so­lar­zel­len sind weit ver­brei­tet in der Solar­in­dus­trie auf­grund ihrer aus­ge­wo­ge­nen Kom­bi­na­ti­on aus Kos­ten und Leis­tung. Sie bie­ten eine gute Effi­zi­enz zu einem erschwing­li­chen Preis, was sie für vie­le Solar­pro­jek­te attrak­tiv macht. Ihre Her­stel­lung ist kos­ten­güns­ti­ger als die von mono­kris­tal­li­nen Zel­len, da sie aus Sili­zi­um mit weni­ger rei­ner Kris­tall­struk­tur her­ge­stellt wer­den.

Der Nach­teil ist, dass sie im All­ge­mei­nen einen etwas nied­ri­ge­ren Wir­kungs­grad haben als mono­kris­tal­li­ne Zel­len. Poly­kris­tal­li­ne Zel­len fin­den häu­fig Anwen­dung in groß­flä­chi­gen Solar­an­la­gen, wo die Kos­ten eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len und der Platz kein begren­zen­der Fak­tor ist.

Poly­kris­tal­li­ne Sili­zi­um-Solar­zel­len sind eben­falls weit ver­brei­tet und haben einen Markt­an­teil von etwa 30–35%.

 

Dünn­schicht-Solar­zel­len

Dünn­schicht-Solar­zel­len bestehen aus einer dün­nen Schicht pho­to­vol­ta­ischen Mate­ri­als, die auf einem Sub­strat auf­ge­bracht wird. Sie zeich­nen sich durch ihre Fle­xi­bi­li­tät und Leich­tig­keit aus, was sie ide­al für Anwen­dun­gen macht, bei denen Fle­xi­bi­li­tät und gerin­ges Gewicht erfor­der­lich sind.

Dünn­schicht­zel­len haben jedoch in der Regel einen nied­ri­ge­ren Wir­kungs­grad als kris­tal­li­ne Zel­len und erfor­dern daher eine grö­ße­re Ober­flä­che zur Erzeu­gung der­sel­ben Men­ge an Ener­gie. Sie wer­den häu­fig in trag­ba­ren Lade­ge­rä­ten, inte­grier­ten Solar­lö­sun­gen in Gebäu­den und ande­ren Anwen­dun­gen ein­ge­setzt, bei denen Fle­xi­bi­li­tät wich­ti­ger ist als maxi­ma­le Effi­zi­enz.

Dünn­schicht-Solar­zel­len, ein­schließ­lich der Amor­phe Sili­zi­um­so­lar­zel­le machen zusam­men etwa 10–15% des PV-Mark­tes aus.

 

Amor­phe Sili­zi­um­so­lar­zel­len

Amor­phe Sili­zi­um­so­lar­zel­len (a‑Si) sind eine Art von Dünn­schicht-Solar­zel­len, die aus einer dün­nen Schicht amor­phem Sili­zi­um her­ge­stellt wer­den. Im Ver­gleich zu kris­tal­li­nen Solar­zel­len sind sie kos­ten­güns­ti­ger her­zu­stel­len, da weni­ger Roh­ma­te­ria­li­en benö­tigt wer­den und auf­wen­di­ge Wafer­her­stel­lungs­ver­fah­ren ver­mie­den wer­den.

Obwohl ihre Effi­zi­enz im Ver­gleich zu kris­tal­li­nen Zel­len nied­ri­ger ist, bie­ten sie Vor­tei­le bei ungüns­ti­gen Licht­ver­hält­nis­sen und hohen Betriebs­tem­pe­ra­tu­ren. Ihre unge­ord­ne­te, nicht-kris­tal­li­ne Struk­tur ermög­licht eine dün­ne­re Zell­schicht und macht sie fle­xi­bler und leich­ter. Daher wer­den sie häu­fig in Anwen­dun­gen ein­ge­setzt, bei denen Fle­xi­bi­li­tät und gerin­ges Gewicht wich­tig sind, wie z.B. in trag­ba­ren Gerä­ten, fle­xi­blen Solar­mo­du­len und inte­grier­ten Solar­an­wen­dun­gen.

Die Tech­no­lo­gie der amor­phen Sili­zi­um­zel­len hat sich in den letz­ten Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckelt und stellt eine viel­ver­spre­chen­de Alter­na­ti­ve zu her­kömm­li­chen Solar­zel­len dar.

 

Perow­skit-Solar­zel­len

Perow­skit-Solar­zel­len sind eine viel­ver­spre­chen­de Art von Solar­zel­len, die auf Perow­skit-Kris­tal­len basie­ren. Sie zeich­nen sich durch ihre hohe Effi­zi­enz und nied­ri­ge Her­stel­lungs­kos­ten aus. Die Bau­art besteht aus einer Schicht aus orga­ni­schen, anor­ga­ni­schen und metall­or­ga­ni­schen Mate­ria­li­en, die in dün­nen Schich­ten auf­ein­an­der abge­schie­den wer­den. Dies ermög­lich­ten eine kos­ten­güns­ti­ge Her­stel­lung und fle­xi­ble Anpas­sung an ver­schie­de­ne Ober­flä­chen.

Zu den Vor­tei­len gehö­ren die hohe Effi­zi­enz bei der Umwand­lung von Son­nen­licht in Strom, die Eig­nung für fle­xi­ble und leich­te Anwen­dun­gen sowie die poten­zi­el­le Kos­ten­ef­fi­zi­enz auf­grund der ein­fa­chen Her­stel­lung. Aller­dings sind Perow­skit-Solar­zel­len anfäl­lig für Feuch­tig­keit und Umwelt­ein­flüs­se, was ihre Lang­zeit­sta­bi­li­tät beein­träch­ti­gen kann. Dar­über hin­aus gibt es Beden­ken hin­sicht­lich der Toxi­zi­tät eini­ger Perow­skit-Mate­ria­li­en.

Ihr Markt­an­teil liegt der­zeit noch bei weni­ger als 5%, aber auf­grund ihrer viel­ver­spre­chen­den Effi­zi­enz und nied­ri­ge­ren Her­stel­lungs­kos­ten wird erwar­tet, dass er in den kom­men­den Jah­ren stei­gen wird.

 

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Alle jetzt fol­gen­den Solar­mo­du­le sind alpha­be­tisch geord­net.

 

Bifa­zia­le Solar­mo­du­le

Bifa­zia­le Solar­mo­du­le zeich­nen sich dadurch aus, dass sie sowohl auf der Vor­der- als auch auf der Rück­sei­te Son­nen­licht absor­bie­ren und in elek­tri­sche Ener­gie umwan­deln kön­nen. Ihr Haupt­vor­teil liegt in der höhe­ren Gesamt­leis­tung im Ver­gleich zu ein­sei­tig absor­bie­ren­den Modu­len, ins­be­son­de­re in Umge­bun­gen mit reflek­tie­ren­den Ober­flä­chen wie Schnee oder Was­ser.

Sie fin­den Anwen­dung in Frei­flä­chen­an­la­gen und ande­ren Umge­bun­gen, in denen eine maxi­ma­le Ener­gie­aus­beu­te erfor­der­lich ist.

 

CIGS (Kup­fer-Indi­um-Gal­li­um-Dise­le­nid) Solar­mo­du­le

CIGS Solar­mo­du­le ver­wen­den eine dün­ne Schicht aus Kup­fer, Indi­um, Gal­li­um und Sele­nid als Halb­lei­ter­ma­te­ri­al. Ihr Haupt­vor­teil liegt in ihrer Fle­xi­bi­li­tät, Leicht­bau­wei­se und hohen Effi­zi­enz. Sie eig­nen sich gut für Anwen­dun­gen, bei denen fle­xi­ble oder gebo­ge­ne Ober­flä­chen benö­tigt wer­den, wie bei­spiels­wei­se auf Dächern mit unre­gel­mä­ßi­ger Form oder in trag­ba­ren Anwen­dun­gen.

Ein mög­li­cher Nach­teil könn­te die Kom­ple­xi­tät der Her­stel­lung sein, aber ihre Viel­sei­tig­keit macht sie attrak­tiv für ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen.

 

Dop­pel­glas­mo­du­le

Dop­pel­glas­mo­du­le sind eine spe­zi­el­le Form von Solar­mo­du­len, bei denen die Solar­zel­len zwi­schen zwei Glas­schei­ben ein­ge­schlos­sen sind.

Im Gegen­satz zu her­kömm­li­chen Solar­mo­du­len, bei denen die Solar­zel­len auf einem Trä­ger­ma­te­ri­al wie Kunst­stoff oder Alu­mi­ni­um mon­tiert sind, wer­den bei Dop­pel­glas­mo­du­len die Solar­zel­len direkt zwi­schen zwei Glas­schei­ben ange­bracht und anschlie­ßend mit­ein­an­der ver­sie­gelt.

Die­se Bau­wei­se bie­tet eine ver­bes­ser­te Sta­bi­li­tät und Halt­bar­keit der Modu­le sowie eine erhöh­te Wider­stands­fä­hig­keit gegen Umwelt­ein­flüs­se wie Feuch­tig­keit, Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen und mecha­ni­sche Belas­tun­gen.

Dop­pel­glas­mo­du­le wer­den häu­fig in anspruchs­vol­len Umge­bun­gen ein­ge­setzt, z.B. in Küs­ten­ge­bie­ten, Wüs­ten oder auf Gebäu­den mit extre­men Wet­ter­be­din­gun­gen. Sie sind beson­ders lang­le­big und war­tungs­arm und eig­nen sich daher gut für den Ein­satz in anspruchs­vol­len Umge­bun­gen und für Anwen­dun­gen, bei denen eine hohe Zuver­läs­sig­keit und Leis­tungs­fä­hig­keit gefor­dert ist.

 

Fres­nel­kol­lek­to­ren

Fres­nel­kol­lek­to­ren ver­wen­den Fres­nel-Lin­sen, um Son­nen­licht auf Solar­zel­len zu kon­zen­trie­ren. Ihr Haupt­vor­teil liegt in ihrer Fähig­keit, Son­nen­licht effi­zi­ent zu kon­zen­trie­ren, was zu einer ver­bes­ser­ten Leis­tung führt.

Sie wer­den häu­fig in solar­ther­mi­schen Kraft­wer­ken ein­ge­setzt, um Dampf für die Strom­erzeu­gung zu erzeu­gen. Ihr Haupt­nach­teil ist ihre Kom­ple­xi­tät und der Bedarf an prä­zi­ser Aus­rich­tung, um opti­ma­le Ergeb­nis­se zu erzie­len.

 

Glas­fa­ser-Solar­mo­du­le

Glas­fa­ser-Solar­mo­du­le sind eine inno­va­ti­ve Form von Solar­mo­du­len, die Glas­fa­ser-Tech­no­lo­gie nut­zen, um Son­nen­licht ein­zu­fan­gen und in elek­tri­sche Ener­gie umzu­wan­deln.

Im Gegen­satz zu her­kömm­li­chen Sili­zi­um-Solar­mo­du­len, die eine star­re Struk­tur aus Sili­zi­um­zel­len und Glas haben, ver­wen­den Glas­fa­ser-Solar­mo­du­le fle­xi­ble Glas­fa­sern oder ‑plat­ten, die es ihnen ermög­li­chen, sich an ver­schie­de­ne Ober­flä­chen anzu­pas­sen und in ver­schie­de­ne For­men zu brin­gen. Die­se Fle­xi­bi­li­tät macht sie beson­ders geeig­net für Anwen­dun­gen, bei denen kon­ven­tio­nel­le Solar­mo­du­le nicht ein­ge­setzt wer­den kön­nen, wie z.B. gekrümm­te Ober­flä­chen, unebe­ne Gelän­de oder mobi­le Anwen­dun­gen.

Glas­fa­ser-Solar­mo­du­le bie­ten eine hohe Leis­tungs­fä­hig­keit, Halt­bar­keit und Ästhe­tik und kön­nen dazu bei­tra­gen, die Inte­gra­ti­on von Pho­to­vol­ta­ik in ver­schie­de­ne Umge­bun­gen und Struk­tu­ren zu erleich­tern. Sie sind eine viel­ver­spre­chen­de Tech­no­lo­gie für die Nut­zung von Solar­ener­gie in urba­nen Gebie­ten, wo Platz­man­gel, ästhe­ti­sche Anfor­de­run­gen oder archi­tek­to­ni­sche Ein­schrän­kun­gen eine Rol­le spie­len.

 

Hete­ro­junc­tion-Solar­zel­len (HJT-Solar­zel­len)

Hete­ro­junc­tion-Solar­zel­len ver­wen­den eine spe­zi­el­le Struk­tur mit Hete­ro­über­gän­gen zwi­schen ver­schie­de­nen Mate­ria­li­en, um einen hohen Wir­kungs­grad zu errei­chen. Sie zeich­nen sich durch ihre gute Leis­tung bei ver­schie­de­nen Licht­in­ten­si­tä­ten aus und eig­nen sich daher ide­al für Anwen­dun­gen, bei denen eine hohe Ener­gie­aus­beu­te pro Flä­che erfor­der­lich ist.

Ihr Haupt­vor­teil liegt in ihrer Effi­zi­enz, wäh­rend ihr Haupt­nach­teil mög­li­cher­wei­se höhe­re Her­stel­lungs­kos­ten sind. HJT-Solar­zel­len wer­den häu­fig in kom­mer­zi­el­len und indus­tri­el­len Solar­sys­te­men ein­ge­setzt, wo eine opti­ma­le Leis­tung ent­schei­dend ist.

 

Hete­ro­über­gangs­so­lar­zel­len

Hete­ro­über­gangs­so­lar­zel­len nut­zen Hete­ro­über­gän­ge zwi­schen ver­schie­de­nen Mate­ria­li­en, um den Wir­kungs­grad zu ver­bes­sern. Ihr Haupt­vor­teil liegt in ihrer ver­bes­ser­ten Effi­zi­enz im Ver­gleich zu her­kömm­li­chen Solar­zel­len. Sie kön­nen in Anwen­dun­gen ein­ge­setzt wer­den, die hohe Wir­kungs­gra­de und eine gute Leis­tung bei unter­schied­li­chen Licht­ver­hält­nis­sen erfor­dern.

Ein poten­zi­el­ler Nach­teil kann die höhe­ren Her­stel­lungs­kos­ten sein, aber ihre Leis­tungs­fä­hig­keit macht sie ide­al für den Ein­satz in Berei­chen, in denen eine maxi­ma­le Ener­gie­aus­beu­te erfor­der­lich ist, wie bei­spiels­wei­se in der Raum­fahrt­tech­nik oder in Hoch­leis­tungs­so­lar­sys­te­men.

 

HIT (Hete­ro­junc­tion with Intrin­sic Thin-lay­er) Solar­mo­du­le

HIT Solar­mo­du­le ver­wen­den eine Kom­bi­na­ti­on aus amor­phem und kris­tal­li­nem Sili­zi­um, um einen Hete­ro­über­gang zwi­schen den Schich­ten zu erzeu­gen. Ihr Haupt­vor­teil liegt in einer höhe­ren Effi­zi­enz und bes­se­rer Leis­tung bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren sowie einer erhöh­ten Sta­bi­li­tät und Lang­le­big­keit der Modu­le.

Obwohl mög­li­cher­wei­se höhe­re Her­stel­lungs­kos­ten anfal­len, sind HIT-Modu­le attrak­tiv für Anwen­dun­gen, in denen eine zuver­läs­si­ge und lang­le­bi­ge Ener­gie­er­zeu­gung erfor­der­lich ist.

 

Mul­ti­kris­tal­li­ne Sili­zi­um­so­lar­zel­len

Mul­ti­kris­tal­li­ne Sili­zi­um­so­lar­zel­len bestehen aus meh­re­ren Sili­zi­um­kris­tal­len, was zu einer weni­ger homo­ge­nen Kris­tall­struk­tur führt als bei mono­kris­tal­li­nen Zel­len. Sie bie­ten eine aus­ge­wo­ge­ne Kom­bi­na­ti­on aus Kos­ten und Leis­tung und wer­den häu­fig in gro­ßen Solar­an­la­gen ein­ge­setzt, wo der Platz kein begren­zen­der Fak­tor ist und die Kos­ten eine wich­ti­ge Rol­le spie­len.

Ihr Wir­kungs­grad kann etwas nied­ri­ger sein als der von mono­kris­tal­li­nen Zel­len, aber ihre kos­ten­güns­ti­ge­re Her­stel­lung macht sie attrak­tiv für Pro­jek­te mit gro­ßem Maß­stab.

 

PERC (Pas­si­v­a­ted Emit­ter and Rear Cell) Solar­mo­du­le

PERC Solar­mo­du­le ver­wen­den eine spe­zi­el­le Tech­no­lo­gie, bei der die Rück­sei­te der Solar­zel­len pas­si­viert wird, um die Rekom­bi­na­ti­on von Ladungs­trä­gern zu ver­rin­gern. Ihr Haupt­vor­teil liegt in einem erhöh­ten Wir­kungs­grad und einer ver­bes­ser­ten Leis­tung, ins­be­son­de­re bei schwa­chen Licht­ver­hält­nis­sen oder hohen Tem­pe­ra­tu­ren.

Ein poten­zi­el­ler Nach­teil könn­te der höhe­re Her­stel­lungs­auf­wand sein, aber ihre ver­bes­ser­te Effi­zi­enz macht sie attrak­tiv für Anwen­dun­gen, in denen eine zuver­läs­si­ge Ener­gie­er­zeu­gung erfor­der­lich ist, unab­hän­gig von den Umge­bungs­be­din­gun­gen.

 

Perow­skit-Sili­ci­um-Tan­dem­mo­du­le

Perow­skit-Sili­ci­um-Tan­dem­mo­du­le sind eine viel­ver­spre­chen­de Art von Solar­zel­len, die aus einer Kom­bi­na­ti­on von Perow­skit-Solar­zel­len und Sili­ci­um-Solar­zel­len bestehen.

Perow­skit-Solar­zel­len haben ein hohes Absorp­ti­ons­ver­mö­gen für Son­nen­licht und kön­nen kos­ten­güns­tig her­ge­stellt wer­den, wäh­rend Sili­ci­um-Solar­zel­len eine hohe Effi­zi­enz und Lang­zeit­sta­bi­li­tät auf­wei­sen. Durch die Kom­bi­na­ti­on bei­der Tech­no­lo­gien in Tan­dem­mo­du­len kann eine ver­bes­ser­te Effi­zi­enz und Leis­tungs­fä­hig­keit erreicht wer­den, da bei­de Mate­ria­li­en unter­schied­li­che Wel­len­län­gen des Son­nen­lichts absor­bie­ren und somit das Spek­trum des ein­ge­fan­ge­nen Lichts opti­mal aus­nut­zen.

Perow­skit-Sili­ci­um-Tan­dem­mo­du­le gel­ten als viel­ver­spre­chen­der Ansatz zur Stei­ge­rung der Effi­zi­enz von Solar­zel­len und zur Sen­kung der Kos­ten für Solar­ener­gie.

Ins­ge­samt stel­len Perow­skit-Solar­zel­len eine viel­ver­spre­chen­de Tech­no­lo­gie dar, die jedoch noch wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den muss, um ihre Lang­zeit­sta­bi­li­tät und Umwelt­ver­träg­lich­keit zu ver­bes­sern.

Sehen Sie auch unse­re News vom 22.01.2024: Perow­skit-Solar­zel­len: Künst­li­che Intel­li­genz treibt Ent­wick­lung vor­an

 

Trans­pa­ren­te Solar­zel­len

Trans­pa­ren­te Solar­zel­len kön­nen in trans­pa­ren­te Ober­flä­chen wie Fens­ter inte­griert wer­den, um Solar­ener­gie zu erzeu­gen, ohne die ästhe­ti­sche Qua­li­tät der Struk­tur zu beein­träch­ti­gen. Ihr Haupt­vor­teil liegt in ihrer ästhe­ti­schen Inte­gra­ti­on und der Mög­lich­keit, unge­nutz­te Ober­flä­chen in Ener­gie­quel­len umzu­wan­deln.

Ihr Haupt­nach­teil ist, dass sie im All­ge­mei­nen einen nied­ri­ge­ren Wir­kungs­grad haben als her­kömm­li­che Solar­zel­len und daher weni­ger Ener­gie pro Flä­che erzeu­gen. Trans­pa­ren­te Solar­zel­len wer­den häu­fig in der Gebäu­de­inte­gra­ti­on ver­wen­det, um Solar­ener­gie­ef­fi­zi­enz zu ver­bes­sern, ohne das Erschei­nungs­bild zu beein­träch­ti­gen.

 

Vaku­um-Dünn­schicht-Solar­zel­len

Der Unter­schied zu „nor­ma­len“ Dünn­schicht-Solar­zel­len besteht dar­in, dass sie unter Ver­wen­dung von Hoch­va­ku­um­tech­ni­ken her­ge­stellt wer­den. Sie bie­ten oft höhe­re Effi­zi­enz und Leis­tung durch prä­zi­se Mate­ri­al­ab­schei­dung. Im Gegen­satz dazu ver­wen­den her­kömm­li­che Dünn­schicht-Solar­zel­len ver­schie­de­ne Her­stel­lungs­ver­fah­ren und Mate­ria­li­en, was zu einer brei­te­ren Anwen­dungs­pa­let­te und nied­ri­ge­ren Her­stel­lungs­kos­ten führt.

Vaku­um-Dünn­schicht-Solar­zel­len sind teu­rer, aber in hoch­spe­zia­li­sier­ten Berei­chen wie der Raum­fahrt gefragt, wäh­rend her­kömm­li­che Dünn­schicht-Solar­zel­len kos­ten­güns­ti­ger und für kom­mer­zi­el­le und indus­tri­el­le Anwen­dun­gen sowie trag­ba­re Lösun­gen geeig­net sind.

 

Die Wahl des geeig­ne­ten Modul­typs hängt also von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab, dar­un­ter der ver­füg­ba­re Platz, die Kos­ten, der Wir­kungs­grad und die spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen der Anwen­dung.

 

Neben den ver­schie­de­nen Mate­ri­al­grund­la­gen gibt es auch noch ver­schie­de­ne Far­ben und For­men.

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