Batteriespeicher Kempen: Bürger finanzieren die Energiewende mit 1,4 Millionen Euro

Datum: 22. August 2026
Vertreter der Stadtwerke Kempen beim Spatenstich für den neuen, mit Bürgerkapital finanzierten Batteriespeicher.

Die Stadt­wer­ke Kem­pen (Kreis Viersen/NRW) gehen bei der Finan­zie­rung der Ener­gie­wen­de einen bemer­kens­wer­ten Weg. Für ihren neu­en Bat­te­rie Groß­strom­spei­cher sol­len über eine Bür­ger­be­tei­li­gung bis zu 1,4 Mil­lio­nen Euro ein­ge­wor­ben wer­den. Ange­bo­ten wer­den Genuss­rech­te mit zehn Jah­ren Lauf­zeit und einer Ver­zin­sung von 4,4 Pro­zent pro Jahr. Damit kön­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unmit­tel­bar Kapi­tal für ein regio­na­les Ener­gie­pro­jekt bereit­stel­len. Der Spei­cher selbst ent­steht am Heiz­kraft­werk in Kem­pen und soll über­schüs­si­gen Strom auf­neh­men, das Netz sta­bi­li­sie­ren und erneu­er­ba­re Ener­gien bes­ser nutz­bar machen.

 

Vom Ladepunkt zum Batteriespeicher

Ganz neu ist das Finan­zie­rungs­prin­zip in Kem­pen nicht. Bereits für den Aus­bau der Lade­infra­struk­tur sam­mel­te eine Toch­ter­ge­sell­schaft der Stadt­wer­ke über Genuss­rech­te eine Mil­li­on Euro ein. Das Inter­es­se war groß: Nach Öff­nung für bun­des­wei­te Anle­ger war das gesam­te Volu­men inner­halb weni­ger Stun­den gezeich­net. Mit dem Geld sol­len unter ande­rem 20 zusätz­li­che Lade­säu­len und 13 Schnell­la­de­säu­len finan­ziert wer­den.

 

Speicher stärkt das Stromnetz

Der neue Groß­strom­spei­cher soll zunächst eine Leis­tung von 2 Mega­watt haben und direkt an das Mit­tel­span­nungs­netz ange­schlos­sen wer­den. Rech­ne­risch könn­ten damit rund 4.000 Haus­hal­te eine Stun­de lang ver­sorgt wer­den. Bei Bedarf ist eine Erwei­te­rung auf bis zu 4 Mega­watt vor­ge­se­hen. Der Spei­cher kann erneu­er­ba­ren Strom auf­neh­men, wenn mehr erzeugt als benö­tigt wird, und ihn spä­ter wie­der ins Netz ein­spei­sen.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Die Ener­gie­wen­de braucht nicht nur Pho­to­vol­ta­ik, Wind­kraft und Ener­gie­spei­cher, son­dern auch enor­me Inves­ti­tio­nen. Kem­pen zeigt einen inter­es­san­ten Weg: Bür­ger kön­nen sich finan­zi­ell an der Infra­struk­tur ihrer eige­nen Ener­gie­wen­de betei­li­gen und Stadt­wer­ke erhal­ten zusätz­li­ches Kapi­tal für neue Pro­jek­te. Ein Modell, das durch­aus Schu­le machen könn­te. Wich­tig bleibt aller­dings: Genuss­rech­te sind kei­ne klas­si­schen Spar­an­la­gen und mit unter­neh­me­ri­schen Risi­ken bis hin zum mög­li­chen Ver­lust des ein­ge­setz­ten Kapi­tals ver­bun­den.

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Foto Stadt­wer­ke Kem­pen: Bür­ger­meis­ter Chris­toph Dell­mans, Geschäfts­füh­rer Dani­el Baz­haf und Team­lei­ter der Strom­ver­sor­gung Netz Gre­gor Ulschmid beim sym­bo­li­schen Spa­ten­stich auf dem Gelän­de des Heiz­kraft­wer­kes an der Otto-Schott-Stra­ße

 

Quel­le für Bild und Text: Pres­se­er­klä­rung der Stadt­wer­ke Kemp­ten
Stadt­wer­ke Kem­pen set­zen Mei­len­stein für Ener­gie­wen­de: Spa­ten­stich für neu­en Groß­strom­spei­cher

und Pres­se­er­klä­rung der DKB Bank
Ers­te erfolg­rei­che Plat­zie­rung über Genuss­recht: Eine Mil­li­on Euro für Aus­bau der Lade­säu­len-Infra­struk­tur in Kem­pen ein­ge­sam­melt.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Neu­ig­kei­ten fin­den Sie auch in unse­rem PV-Navi-ABC unter Finan­zie­rung und unter Ren­di­te

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Neu­ig­kei­ten fin­den Sie auch in unse­rem PV-Navi-ABC unter Spei­cher für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen

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