PV-Navi-ABC:

Nutzungsgrad

Auf dem Bild steht „Nutzungsgrad“. Damit wird das Verhältnis von tatsächlich genutzter zu zugeführter Energie beschrieben.

Was ist der Systemnutzungsgrad einer Photovoltaikanlage?

Der Sys­tem­nut­zungs­grad einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge gibt an, wie effi­zi­ent das gesam­te Sys­tem die in die Anla­ge ein­ge­strahl­te Son­nen­en­er­gie in elek­tri­schen Strom umwan­delt. Die­se Kenn­zahl ist ein wich­ti­ger Indi­ka­tor für die Leis­tungs­fä­hig­keit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und gibt Auf­schluss dar­über, wie gut die ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten wie Solar­mo­du­le, Wech­sel­rich­ter und Spei­cher zusam­men­ar­bei­ten, um den maxi­ma­len Ertrag zu erzie­len.

 

Wie wird der Systemnutzungsgrad berechnet?

Der Sys­tem­nut­zungs­grad wird als Ver­hält­nis zwi­schen dem tat­säch­lich erzeug­ten Solar­strom und der ins­ge­samt ein­ge­strahl­ten Son­nen­en­er­gie aus­ge­drückt. Dabei wird die gesam­te Ener­gie berück­sich­tigt, die von der Son­ne auf die Solar­mo­du­le trifft, und es flie­ßen auch Ver­lus­te in den Berech­nungs­pro­zess ein. Zu die­sen Ver­lus­ten gehö­ren:

  1. Umwand­lungs­ver­lus­te im Wech­sel­rich­ter: Der Wech­sel­rich­ter wan­delt den Gleich­strom, der von den Solar­mo­du­len erzeugt wird, in Wech­sel­strom um, der im Strom­netz ver­wen­det wer­den kann. Wäh­rend die­ses Pro­zes­ses geht ein Teil der Ener­gie ver­lo­ren.
  2. Lei­tungs­ver­lus­te: Ener­gie geht auch bei der Über­tra­gung des Stroms von den Solar­mo­du­len über das Kabel zum Wech­sel­rich­ter und von dort zum Ver­brau­cher oder Netz ver­lo­ren.
  3. Ande­re sys­tem­be­ding­te Ver­lus­te: Hier­zu zäh­len auch Ver­lus­te durch unvoll­stän­di­ge Aus­rich­tung der Modu­le, Ver­schat­tung oder ande­re inef­fi­zi­en­te Fak­to­ren, die den Ener­gie­er­trag der Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge beein­flus­sen kön­nen.

Der Sys­tem­nut­zungs­grad wird über einen län­ge­ren Zeit­raum, typi­scher­wei­se über meh­re­re Mona­te oder sogar ein Jahr, ermit­telt, um eine prä­zi­se Ein­schät­zung der Effi­zi­enz der gesam­ten Anla­ge zu erhal­ten.

 

Warum ist der Systemnutzungsgrad wichtig?

Der Sys­tem­nut­zungs­grad dient vor allem der ener­ge­ti­schen Bewer­tung einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge. Er gibt den Betrei­bern und Inves­to­ren einen kla­ren Über­blick dar­über, wie gut ihre Anla­ge im Ver­gleich zur maxi­mal mög­li­chen Ener­gie­um­wand­lung arbei­tet. Ein hoher Sys­tem­nut­zungs­grad zeigt an, dass das Sys­tem effi­zi­ent arbei­tet und die meis­te Ener­gie aus der Son­nen­strah­lung nutzt. Ein nied­ri­ger Wert könn­te auf tech­ni­sche Pro­ble­me oder inef­fi­zi­en­te Kom­po­nen­ten hin­wei­sen, die den Ener­gie­er­trag min­dern.

In der Pra­xis ist der Sys­tem­nut­zungs­grad eine hilf­rei­che Zahl, um die lang­fris­ti­ge Leis­tung einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge zu beur­tei­len und gege­be­nen­falls Maß­nah­men zur Opti­mie­rung der Effi­zi­enz zu ergrei­fen.

 

Sie­he auch Modul­wir­kungs­grad

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