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PV-Navi-ABC:

Elektroinstallation

(Elek­tro­in­stal­la­ti­on / elek­tri­sche Ver­ka­be­lung / Ver­ka­be­lung / Ver­drah­tung)

Zusam­men­fas­sung der DC- und AC-Ver­ka­be­lung einer PV-Anla­ge mit einem optio­na­len Spei­cher, einer Lade­box für Elek­tro­fahr­zeu­ge, einem Blitz­schutz, einer Feu­er­not­ab­schal­tung und Maß­nah­men für den Betrieb bei Strom­aus­fall des Ver­sor­gers:

 

DC-Verkabelung:

Solar­mo­du­le und Modul­strings: Die Solar­mo­du­le wer­den in Modul­strings grup­piert, um die Span­nung zu erhö­hen und den Strom­fluss zu opti­mie­ren.

  • Die Solar­mo­du­le sind in Rei­hen­schal­tung ver­bun­den, wobei die posi­ti­ve Klem­me eines Moduls mit der nega­ti­ven Klem­me des nächs­ten Moduls ver­bun­den ist.
  • Ver­wen­dung von Solar­ka­beln mit aus­rei­chen­der Kabel­stär­ke, um den Strom zu tra­gen und Kabel­ver­lus­te zu mini­mie­ren (die Ener­gie­men­gen, die bei der Strom­über­tra­gung durch ein Kabel ver­lo­ren geht).

 

Strang­ver­ka­be­lung: Jeder Modul­string wird mit einem ent­spre­chen­den Solar­ka­bel ver­bun­den, das den Gleich­strom (DC) zum Wech­sel­rich­ter führt.

  • Die Kabel­stär­ke muss den Strom­fluss der Strän­ge unter­stüt­zen, und es müs­sen geeig­ne­te Steck­ver­bin­der ver­wen­det wer­den, um eine siche­re Ver­bin­dung zu gewähr­leis­ten.

 

Optio­na­ler Spei­cher: Falls ein Spei­cher instal­liert ist, wer­den die Bat­te­rien mit dem DC-Kreis­lauf der PV-Anla­ge ver­bun­den.

  • Ver­wen­dung von Bat­te­rie­ka­beln und Sicher­heits­ein­rich­tun­gen wie Bat­te­rie­ma­nage­ment­sys­te­men.

 

Blitz­schutz: Die PV-Anla­ge soll­te mit einem Blitz­schutz­sys­tem aus­ge­stat­tet sein, um sie vor Blitz­schä­den zu schüt­zen.

  • Ver­wen­dung von Blitz­ab­lei­tern und Erdungs­an­la­gen gemäß den loka­len Vor­schrif­ten und Nor­men.

 

 

AC-Verkabelung:

Wech­sel­rich­ter: Der Wech­sel­rich­ter wan­delt den Gleich­strom (DC) in Wech­sel­strom (AC) um, der für den Anschluss an das Strom­netz oder den Eigen­ver­brauch geeig­net ist.

  • Ver­bin­dung des Wech­sel­rich­ters mit dem Strom­netz oder dem Last­ver­tei­ler über AC-Kabel.
  • Par­al­lel­schal­tung und Ver­bin­dung zum Netz: Meh­re­re Wech­sel­rich­ter kön­nen par­al­lel­ge­schal­tet wer­den, um die Gesamt­leis­tung zu erhö­hen.
  • Die Par­al­lel­schal­tung erfolgt durch Ver­wen­dung von geeig­ne­ten Schalt­an­la­gen und Steck­ver­bin­dern.
  • Die Ver­bin­dung zum Strom­netz erfolgt über den Zwei­rich­tungs­zäh­ler, der den ein­ge­speis­ten und bezo­ge­nen Strom misst, sowie über den Zäh­ler­kas­ten.

 

Optio­na­le Lade­box für Elek­tro­fahr­zeu­ge: Falls eine Lade­box instal­liert ist, wird sie mit dem Wech­sel­strom­kreis ver­bun­den.

  • Ver­wen­dung von Lade­ka­beln und geeig­ne­ten Schutz­maß­nah­men für die siche­re Ladung des Elek­tro­fahr­zeugs.

 

Zwei­rich­tungs­zäh­ler: Der Zwei­rich­tungs­zäh­ler misst den ein­ge­speis­ten und bezo­ge­nen Strom und ermög­licht die Abrech­nung mit dem Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men.

  • Instal­la­ti­on gemäß den Vor­schrif­ten des loka­len EVUs (Ein­bau i.d.R. durch den EVU — Ener­gie Ver­sor­gungs Unter­neh­men — selbst).

 

Feu­er­not­ab­schal­tung: Zur Sicher­heit soll­te die PV-Anla­ge mit einer Feu­er­not­ab­schal­tung aus­ge­stat­tet sein, die im Brand­fall die Strom­zu­fuhr unter­bricht.

  • Ver­wen­dung von Schalt­an­la­gen und Sen­so­ren, die eine schnel­le Abschal­tung der Anla­ge ermög­li­chen.

 

 

Maßnahmen für den Betrieb bei Stromausfall des Versorgers:

  • Instal­la­ti­on eines Netz­er­satz­ge­räts oder einer Not­strom­ver­sor­gung, um bei einem Strom­aus­fall des Ver­sor­gers wei­ter­hin Strom zu lie­fern.
  • Falls vor­han­den, kann der optio­na­le Spei­cher ver­wen­det wer­den, um den Betrieb von wich­ti­gen Ver­brau­chern wäh­rend eines Strom­aus­falls auf­recht­zu­er­hal­ten.
  • Die PV-Anla­ge kann so kon­fi­gu­riert wer­den, dass sie wäh­rend eines Strom­aus­falls des Ver­sor­gers auto­ma­tisch in einen Insel­be­trieb wech­selt, um den Eigen­ver­brauch zu maxi­mie­ren und die Bat­te­rien auf­zu­la­den.
  • Beach­tung aller loka­len Vor­schrif­ten und Nor­men für den Betrieb von Insel­an­la­gen wäh­rend eines Strom­aus­falls.
  • (Das ist nicht so selbst­ver­ständ­lich, wie es klingt. Tat­säch­lich lie­fern vie­le Anla­gen beim Strom­aus­fall des EVU kei­nen Strom mehr)

 

Wichtige Hinweise zum Stromanschlusskasten:

Es ist zu beach­ten, dass vie­le Strom­an­schluss­käs­ten nicht mehr den aktu­el­len Vor­schrif­ten ent­spre­chen, jedoch in vie­len Fäl­len noch gedul­det wer­den. So kön­nen die aktu­el­len Vor­schrif­ten spe­zi­fi­sche Anfor­de­run­gen an den Blitz- und Über­span­nungs­schutz stel­len, die mög­li­cher­wei­se nicht von älte­ren Strom­an­schluss­käs­ten erfüllt wer­den.

Beim Anschluss einer PV-Anla­ge sind jedoch die aktu­el­len Vor­schrif­ten ein­zu­hal­ten, was gege­be­nen­falls den Aus­tausch des gesam­ten Strom­an­schluss­kas­tens erfor­der­lich machen kann.

Die­ser Aus­tausch ist wich­tig, um sicher­zu­stel­len, dass die PV-Anla­ge den aktu­el­len Sicher­heits­stan­dards ent­spricht und ord­nungs­ge­mäß betrie­ben wer­den kann. Nur bei Ein­hal­tung die­ser Vor­schrif­ten wird der EVU auch den Zäh­ler ein­bau­en und damit die Anla­ge frei geben.

 

Ein Elek­tro­meis­ter über­prüft die gesam­te Ver­ka­be­lung auf Sicher­heit und Kon­for­mi­tät mit den gel­ten­den Vor­schrif­ten und ver­bürgt sich dafür mit sei­ner Unter­schrift.

 

Durch die Implementierung dieser Maßnahmen wird sichergestellt, dass die PV-Anlage — auch bei einem Stromausfall des Versorgers — sicher und effizient betrieben werden kann.

 

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