Was ist eigentlich Bürgerenergie?

Datum: 25. Juli 2024
Was ist eigentlich Bürgerenergie?

Bür­ger­en­er­gie­ge­sell­schaf­ten geben der Ener­gie­wen­de Rücken­wind und unter­stüt­zen gleich­zei­tig die Men­schen und Kom­mu­nen vor Ort.

Waren das bis­her über­wie­gend Gesell­schaf­ten für Wind­kraft­an­la­gen, wer­den die inzwi­schen auch immer mehr für Solar­parks genutzt.
Doch wer kann eine Bür­ger­en­er­gie­ge­sell­schaft eigent­lich grün­den und wie wer­den sie geför­dert? Ein Blick in die Pra­xis.

 

Darum geht´s: In Bürgerenergiegesellschaften gestalten die Menschen die Energiewende vor Ort selbst aktiv mit.

Hans-Jür­gen Weidt ist Thü­rin­ger, das hört man gleich – auch wenn im Wind­park, in des­sen Mit­te er gera­de steht, der Wind ganz ordent­lich weht. „Wenn die Ener­gie­wen­de, gera­de im struk­tur­schwa­chen länd­li­chen Raum rich­tig gemacht wird, also die Wert­schöp­fung auch vor Ort bleibt, ist das eine gro­ße Chan­ce“, sagt er und meint damit die loh­nen­den Bür­ger­en­er­gie­pro­jek­te, die die Bür­ger­en­er­gie­ge­nos­sen­schaft Hel­me­tal in sei­ner Hei­mat betreibt. Gemein­sam mit 16 wei­te­ren Thü­rin­gern hat­te Weidt die­se 2013 gegrün­det – heu­te sind fast 90 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Teil der Gesell­schaft, die inzwi­schen mit 20 Pro­jek­ten in allen Berei­chen der Erneu­er­ba­ren Ener­gien aktiv ist.

 

Investitionen werden auf mehrere Schultern verteilt

Im ört­li­chen Wind­park Nent­zels­ro­de (Land­kre­si Nord­hau­sen) etwa ste­hen ins­ge­samt 18 Wind­rä­der. Zwei davon gehö­ren antei­lig der Ener­gie­ge­nos­sen­schaft. Da eine ein­zel­ne Anla­ge meh­re­re Mil­lio­nen Euro kos­tet, wur­de die Inves­ti­ti­on auf meh­re­re Schul­tern ver­teilt. Bei den bei­den Wind­rä­dern in Nent­zels­ro­de tra­gen die ört­li­chen Stadt­wer­ke die Hälf­te, die ande­re Hälf­te tei­len sich Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten aus dem nörd­li­chen Thü­rin­ger Raum. Eine davon: die Bür­ger­en­er­gie­ge­nos­sen­schaft Hel­me­tal. „Ein sol­ches Wind­rad ver­sorgt bis zu 1.200 Haus­hal­te ein Jahr lang mit Strom“, erklärt Hans-Jür­gen Weidt.

Grund­sätz­lich kön­nen sich alle in einer Ener­gie­ge­nos­sen­schaft ein­brin­gen. Rund 500 Euro kos­tet bei­spiel­wei­se ein Anteil in Hel­me­tal. Dafür bekom­men die Mit­glie­der ein Stimm­recht und eine Ren­di­te in Höhe von der­zeit vier Pro­zent. Ein wei­te­res Plus: Der Bund unter­stützt in der Anfangs­pha­se neu­er Wind­ener­gie­pro­jek­te und hilft Pla­nungs­ri­si­ken zu redu­zie­ren. Im Rah­men der För­der­richt­li­nie „Bür­ger­en­er­gie­ge­sell­schaf­ten“ bei Wind­ener­gie an Land kön­nen För­der­mit­tel für die Pla­nung und Geneh­mi­gung von Pro­jek­ten bean­tragt wer­den. Das BMWK gewährt dafür eine rück­zahl­ba­re Anteil­fi­nan­zie­rung in Höhe von 70 Pro­zent der Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­kos­ten.

 

Förderung für Bürgerenergieprojekte weiter verbessert

 

Quel­le für Bild und Text: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz

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Was ist eigent­lich Bür­ger­en­er­gie?
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