Steigende Energiepreise, geopolitische Krisen und die Diskussion über Versorgungssicherheit bringen die Atomkraft wieder stärker ins Gespräch. Doch während neue Kernkraftwerke oft erst nach vielen Jahren ans Netz gehen, liefern Wind- und Solaranlagen schon heute bezahlbaren Strom – und können mit modernen Batteriespeichern immer besser ergänzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die AREAM Group in einer aktuellen Analyse.
Erneuerbare punkten bei Tempo und Kosten
Der Bau neuer Kernkraftwerke ist komplex, teuer und langwierig. Als Beispiel nennt die AREAM Group das britische Kernkraftwerk Hinkley Point C. Ursprünglich für 2025 geplant, wird die Inbetriebnahme inzwischen erst für 2030 erwartet. Gleichzeitig sind die Baukosten deutlich gestiegen. Demgegenüber können Solar- und Windparks innerhalb weniger Jahre realisiert werden und erzeugen bereits heute kostengünstigen Strom.
Versorgungssicherheit neu gedacht
Ein häufiges Argument für die Atomkraft ist ihre hohe Zuverlässigkeit. Doch auch Kernkraftwerke sind nicht frei von Einschränkungen. So mussten in Frankreich während sommerlicher Hitzeperioden Reaktoren ihre Leistung reduzieren. Photovoltaikanlagen hingegen liefern gerade an sonnigen Sommertagen ihre höchsten Erträge. In Kombination mit Batteriespeichern kann dieser Strom zunehmend zeitversetzt genutzt werden.
Mehr Unabhängigkeit durch heimische Energie
Der Ausbau erneuerbarer Energien stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern reduziert auch die Abhängigkeit von Energieimporten. Länder mit einem hohen Anteil an Solar- und Windenergie können Preisschwankungen auf den internationalen Energiemärkten besser abfedern und ihre Energieversorgung breiter aufstellen. Dezentrale Anlagen erhöhen zudem die Widerstandsfähigkeit des Energiesystems.
Fazit aus der Sicht von PV-Navi
Die Technologien für eine klimafreundliche Energieversorgung sind längst vorhanden. Statt neue Abhängigkeiten zu schaffen, sollten wir das Potenzial von Sonne, Wind und Speichern konsequent nutzen. So stärken wir unsere Energieversorgung im eigenen Land und werden unabhängiger von Importen und internationalen Lieferketten. Unabhängig von der bis heute ungelösten Frage der Endlagerung hochradioaktiver Abfälle sollte außerdem bedacht werden, dass das Uran für Atomkraftwerke schließlich auch nicht auf unseren Äckern wächst. Und wir sollten endlich damit aufhören, die Erde unserer Kinder und Enkel weiter zu verbrauchen – und ihnen nicht auch noch zusätzlich mit immer neue Altlasten zu belasten.
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Quelle für Bild und Text:
AREAM Group SE – Schneller, verlässlicher, profitabler: Was Atomkraft verspricht, liefern Erneuerbare schon heute
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