E‑Mobilität: Umwelt schützen und Geld sparen!

Datum: 18. Oktober 2026
Ladekabel steckt in einer öffentlichen Ladesäule, während im Hintergrund mehrere Autos leicht verschwommen zu sehen sind.

Wer mit einem Elek­tro­au­to unter­wegs ist, zahlt für die benö­tig­te Ener­gie im euro­päi­schen Durch­schnitt weni­ger als halb so viel pro Kilo­me­ter wie mit einem Die­sel. Das zeigt eine aktu­el­le Ana­ly­se der Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on Trans­port & Envi­ron­ment (T&E). Gera­de ange­sichts gestie­ge­ner Kraft­stoff­prei­se ist das eine bemer­kens­wer­te Ent­wick­lung. Denn wäh­rend Die­sel­prei­se stark von inter­na­tio­na­len Ölmärk­ten abhän­gen, bie­tet die Elek­tro­mo­bi­li­tät zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten, die eige­nen Ener­gie­kos­ten zu beein­flus­sen. Beson­ders inter­es­sant wird es, wenn der Strom vom eige­nen Haus- oder Fir­men­dach kommt. Aller­dings lohnt sich ein genau­er Blick: Die Unter­su­chung ver­gleicht die Kos­ten für Strom und Kraft­stoff, nicht die gesam­ten Auto­kos­ten.

 

Was 100 Kilometer tatsächlich kosten

Für ihren euro­päi­schen Ver­gleich legt Trans­port & Envi­ron­ment einen durch­schnitt­li­chen Strom­ver­brauch von 20,2 Kilo­watt­stun­den je 100 Kilo­me­ter und einen Die­sel­ver­brauch von 6,9 Litern zugrun­de. Bei einem ange­nom­me­nen Strom­preis von 34,3 Cent je Kilo­watt­stun­de kos­tet die elek­tri­sche Fahrt rund 6,93 Euro pro 100 Kilo­me­ter.

Zum Ver­gleich: Bei einem Die­sel­preis von bei­spiels­wei­se 2 Euro je Liter ent­ste­hen Kraft­stoff­kos­ten von 13,80 Euro. Der elek­tri­sche Antrieb wäre in die­sem Rechen­bei­spiel also knapp 50 Pro­zent güns­ti­ger. Die tat­säch­li­chen Kos­ten hän­gen aller­dings vom Fahr­zeug, der Fahr­wei­se und den jewei­li­gen Ener­gie­prei­sen ab. Beson­ders beim öffent­li­chen Schnell­la­den kön­nen deut­lich höhe­re Strom­prei­se anfal­len.

 

Warum Elektroautos weniger Energie benötigen

Ein wesent­li­cher Grund für den Kos­ten­vor­teil ist die höhe­re Effi­zi­enz des elek­tri­schen Antriebs. Nach Anga­ben des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums setzt ein Elek­tro­mo­tor einen wesent­lich grö­ße­ren Anteil der ein­ge­setz­ten Ener­gie in Bewe­gung um als ein Ver­bren­nungs­mo­tor.

Beim Die­sel geht dage­gen ein erheb­li­cher Teil der Ener­gie als Wär­me ver­lo­ren. Das bedeu­tet: Selbst wenn Strom und Kraft­stoff ver­gleich­bar teu­er wären, hät­te der elek­tri­sche Antrieb einen grund­sätz­li­chen Effi­zi­enz­vor­teil. Hin­zu kommt die gerin­ge­re Abhän­gig­keit vom Erd­öl. Laut Trans­port & Envi­ron­ment ver­teu­er­te sich eine 50-Liter-Die­sel­tank­fül­lung in Euro­pa gegen­über Febru­ar 2026 um rund 32 Euro.

 

Mit Solarstrom wird die Rechnung noch interessanter

Für Haus­be­sit­zer mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge eröff­net sich eine zusätz­li­che Mög­lich­keit. Wer sein Elek­tro­au­to tags­über mit selbst erzeug­tem Solar­strom lädt, kann den Bezug teu­ren Netz­stroms redu­zie­ren.

Dabei ist selbst erzeug­ter Strom natür­lich nicht kos­ten­los. Die Anschaf­fung der Solar­an­la­ge, lau­fen­de Kos­ten und der ent­gan­ge­ne Erlös aus einer mög­li­chen Netz­ein­spei­sung müs­sen berück­sich­tigt wer­den. Den­noch kann die Kom­bi­na­ti­on aus Pho­to­vol­ta­ik, Wall­box und intel­li­gen­tem Lade­ma­nage­ment wirt­schaft­lich attrak­tiv sein.

Beson­ders güns­tig ist es, wenn das Fahr­zeug dann gela­den wird, wenn die Solar­an­la­ge gera­de viel Strom pro­du­ziert.

 

Energiekosten sind nicht gleich Gesamtkosten

Ein nied­ri­ger Strom­ver­brauch allein ent­schei­det noch nicht dar­über, wel­ches Fahr­zeug ins­ge­samt güns­ti­ger ist. Anschaf­fungs­preis, Wert­ver­lust, Ver­si­che­rung, War­tung und indi­vi­du­el­le Fahr­leis­tung gehö­ren eben­falls zur Rech­nung. Der ADAC zeigt in sei­nen Fahr­zeug­kos­ten­ver­glei­chen, dass Elek­tro­au­tos je nach Modell und Strom­preis wirt­schaft­li­che Vor­tei­le haben kön­nen, aber nicht grund­sätz­lich in jeder Fahr­zeug­klas­se güns­ti­ger sind.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Die aktu­el­len Zah­len zei­gen, dass Elek­tro­mo­bi­li­tät nicht nur aus Kli­ma­schutz­grün­den inter­es­sant ist. Der gerin­ge­re Ener­gie­be­darf macht Elek­tro­au­tos auch wirt­schaft­lich zuneh­mend attrak­tiv. Beson­ders span­nend ist die Ver­bin­dung zur Pho­to­vol­ta­ik: Wer sein Fahr­zeug mit eige­nem Solar­strom ver­sor­gen kann, gewinnt zusätz­li­che Unab­hän­gig­keit von schwan­ken­den Ener­gie­prei­sen. Die Ener­gie­wen­de wird damit im All­tag ganz kon­kret erfahr­bar – auf dem Haus­dach, an der Wall­box und bei jedem gefah­re­nen Kilo­me­ter.

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Quel­le: Trans­port & Envi­ron­ment – Ana­ly­se zu Ener­gie­kos­ten und stei­gen­den Ölprei­sen (Mai 2026)

Foto: Sym­bol­bild pixabay/andreas160578

 

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