Über 300 Akteure machen die Energiewende jetzt für jeden Landkreis sichtbar

Datum: 17. September 2026
Zahlreiche Logos der Unterstützer des neuen Energiewenderechners zeigen die breite Zusammenarbeit für die regionale Energiewende.

Mehr als 300 Unter­neh­men, Ver­bän­de, wis­sen­schaft­li­che Ein­rich­tun­gen, Insti­tu­tio­nen und öffent­li­che Akteu­re haben sich zusam­men­ge­tan und seit Diens­tag die­ser Woche ist das Ergeb­nis online: Der neue Ener­gie­wen­de­rech­ner des Bun­des­ver­bands Erneu­er­ba­re Ener­gie (BEE) macht sicht­bar, wie die Ener­gie­wen­de in Deutsch­land regio­nal vor­an­kom­men kann. Das Beson­de­re dar­an: Die Betrach­tung endet nicht bei bun­des­wei­ten Aus­bau­zie­len oder ein­zel­nen Bun­des­län­dern. Nut­zer kön­nen bis auf die Ebe­ne ein­zel­ner Land­krei­se gehen, unter­schied­li­che Ent­wick­lun­gen durch­spie­len und unter­su­chen, wie Erzeu­gung, Ver­brauch, Spei­cher und wei­te­re Tech­no­lo­gien künf­tig zusam­men­spie­len könn­ten.

 

Aus großen Ausbauzielen wird Energiewende vor Ort

Über die Ener­gie­wen­de wird häu­fig in gro­ßen Zah­len gespro­chen: Giga­watt Pho­to­vol­ta­ik, neue Wind­kraft­leis­tung, Strom­ver­brauch oder Spei­cher­be­darf für ganz Deutsch­land. Gebaut und umge­setzt wird die Ener­gie­wen­de aber vor Ort. Genau hier setzt der neue Ener­gie­wen­de­rech­ner an. Über eine inter­ak­ti­ve Kar­te kön­nen Regio­nen aus­ge­wählt und betrach­tet wer­den. Dabei lässt sich nicht nur der aktu­el­le Stand dar­stel­len. Nut­zer kön­nen auch eige­ne Sze­na­ri­en ver­än­dern, ver­glei­chen und bis zum Jahr 2045 wei­ter­ent­wi­ckeln.

So lässt sich bei­spiels­wei­se unter­su­chen, was pas­siert, wenn in einer Regi­on mehr Pho­to­vol­ta­ik oder Wind­ener­gie hin­zu­kommt, Spei­cher aus­ge­baut wer­den oder sich der Strom­ver­brauch durch Elek­tro­mo­bi­li­tät, Wär­me­pum­pen und ande­re Anwen­dun­gen ver­än­dert. Hin­ter dem ein­fach zugäng­li­chen Werk­zeug steckt eine umfang­rei­che Daten­grund­la­ge. Unter ande­rem wer­den acht Wet­ter­jah­re auf Stun­den­ba­sis berück­sich­tigt. Deutsch­land wird dafür in einem Ras­ter von sechs mal sechs Kilo­me­tern mit mehr als 10.000 Ras­ter­punk­ten abge­bil­det. Auch Daten aus dem Markt­stamm­da­ten­re­gis­ter flie­ßen ein.

 

305 Unterstützer schaffen eine gemeinsame Grundlage

Bemer­kens­wert ist nicht nur der Rech­ner selbst. 305 Unter­neh­men, Ver­bän­de, Insti­tu­tio­nen und öffent­li­che Akteu­re unter­stüt­zen das Pro­jekt. Dazu gehö­ren Akteu­re aus Ener­gie­wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Ver­wal­tung eben­so wie Pro­jek­tie­rer, Netz­be­trei­ber, Stadt­wer­ke und Her­stel­ler. Das zeigt, wie wich­tig eine gemein­sa­me Daten­grund­la­ge für die nächs­te Pha­se der Ener­gie­wen­de wird. Denn künf­tig reicht es nicht mehr, aus­schließ­lich dar­über zu spre­chen, wie vie­le Solar- oder Wind­kraft­an­la­gen zusätz­lich gebaut wer­den müs­sen.

Ent­schei­dend wird zuneh­mend, wo und wann Strom erzeugt und ver­braucht wird und wie Spei­cher, Net­ze und fle­xi­ble Ver­brau­cher damit zusam­men­spie­len. Der Ener­gie­wen­de­rech­ner soll dabei kei­ne voll­stän­di­ge Strom­netz­si­mu­la­ti­on erset­zen. Er kann aber Zusam­men­hän­ge sicht­bar machen und unter­schied­li­che Ent­wick­lun­gen ver­gleich­bar machen. Gera­de für Kom­mu­nen, Ener­gie­ak­teu­re und inter­es­sier­te Bür­ger ent­steht damit eine Mög­lich­keit, die Ener­gie­wen­de der eige­nen Regi­on aus einer neu­en Per­spek­ti­ve zu betrach­ten.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Die­ses neue Werk­zeug trifft ziem­lich genau einen Gedan­ken, der auch hin­ter PV-Navi steckt: Die Ener­gie­wen­de fin­det nicht irgend­wo abs­trakt in Deutsch­land statt. Sie fin­det in unse­ren Städ­ten, Gemein­den und Land­krei­sen statt. Bei PV-Navi ord­nen wir des­halb vie­le unse­rer Inhal­te schon heu­te regio­nal zu. Denn bun­des­wei­te Giga­watt-Zie­le wer­den wesent­lich greif­ba­rer, wenn dar­aus die Fra­ge wird: Was pas­siert eigent­lich bei uns vor Ort?

Der neue Ener­gie­wen­de­rech­ner geht noch einen Schritt wei­ter. Er zeigt nicht nur, wo eine Regi­on heu­te steht, son­dern ermög­licht es, unter­schied­li­che Wege in die Zukunft durch­zu­spie­len. Und dass sich dafür 305 Akteu­re hin­ter einer gemein­sa­men Daten­grund­la­ge ver­sam­meln, ist viel­leicht fast genau­so bemer­kens­wert wie das Werk­zeug selbst. Denn die nächs­te Pha­se der Ener­gie­wen­de wird nicht allein davon abhän­gen, mög­lichst vie­le Anla­gen zu bau­en. Erzeu­gung, Ver­brauch, Spei­cher und Net­ze müs­sen zuneh­mend zusam­men gedacht wer­den und zwar genau dort, wo sie tat­säch­lich auf­ein­an­der­tref­fen.

Die Ener­gie­wen­de bekommt damit nicht nur Zah­len. Sie bekommt eine Adres­se.

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Quel­le: Bun­des­ver­band Erneu­er­ba­re Ener­gie e. V. (BEE), Ener­gie­wen­de­rech­ner
Gestar­tet am 15. Sep­tem­ber 2026 — Ent­wi­ckelt gemein­sam mit dem Fraun­ho­fer-Insti­tut für Ener­gie­wirt­schaft und Ener­gie­sys­tem­tech­nik IEE.

BEE – Ener­gie­wen­de­rech­ner und wei­te­re Infor­ma­tio­nen

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Anmer­kung:
Als Infor­ma­ti­ons­dreh­schei­be zu allen Berei­chen rund um die The­men Pho­to­vol­ta­ik und Ener­gie­wen­de hat PV-Navi Infor­ma­tio­nen aus vie­len tau­send Quel­len zusam­men­ge­tra­gen und über­sicht­lich auf­be­rei­tet.

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