Eine eigene Photovoltaikanlage kann sich auch 2026 wirtschaftlich lohnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Bewertung. Auf einem geeigneten Dach lassen sich jährlich bis zu 1.000 Kilowattstunden Solarstrom je installiertem Kilowatt Leistung erzeugen – unter optimalen Bedingungen sogar noch etwas mehr. Umso bemerkenswerter ist diese Einschätzung angesichts der aktuellen politischen Diskussion über das Ende der festen Einspeisevergütung für neue private Solaranlagen.
Eigenverbrauch spart Stromkosten
Ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil einer Photovoltaikanlage entsteht durch den selbst verbrauchten Solarstrom. Jede Kilowattstunde, die vom eigenen Dach direkt im Haushalt genutzt wird, muss nicht beim Energieversorger gekauft werden.
Wie rentabel eine Anlage tatsächlich ist, hängt unter anderem von Anschaffungskosten, Stromertrag, Eigenverbrauch, Strompreisen und Finanzierung ab. Stiftung Warentest bietet deshalb einen eigenen Solarrechner an, mit dem Hauseigentümer Kosten, Erträge und Rendite ihrer geplanten Anlage individuell berechnen können.
Bis zu 1.000 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung
Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage erzeugt, hängt vor allem von Standort, Ausrichtung, Dachneigung und möglichen Verschattungen ab. Auf einem geeigneten Dach können nach Angaben der Stiftung Warentest jährlich bis zu 1.000 Kilowattstunden Solarstrom je Kilowatt installierter Leistung erzeugt werden.
Eine Anlage mit zehn Kilowatt Leistung könnte damit unter guten Bedingungen rund 10.000 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr produzieren.
Bundesregierung plant grundlegende Änderung
Während Stiftung Warentest weiterhin wirtschaftliche Chancen für private Photovoltaikanlagen sieht, könnten sich die politischen Rahmenbedingungen schon bald deutlich verändern.
Nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll für neu angeschlossene private Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt ab 2027 die langfristig garantierte Einspeisevergütung entfallen. Betreiber müssten ihren Solarstrom dann stärker selbst nutzen oder am Strommarkt vermarkten.
Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Photovoltaikanlagen dadurch für viele Verbraucher weniger planbar und möglicherweise auch weniger profitabel werden könnten. Noch handelt es sich allerdings um einen Gesetzentwurf. Bundestag und Bundesrat müssen den Änderungen erst zustimmen.
Planungssicherheit bleibt entscheidend
Gerade private Photovoltaikanlagen haben wesentlich zum Erfolg der Energiewende beigetragen. Hauseigentümer investieren eigenes Kapital und übernehmen damit einen Teil der Finanzierung des Umbaus unserer Energieversorgung.
Wer solche Investitionen fördern möchte, muss deshalb nicht zwangsläufig dauerhaft hohe Vergütungen garantieren. Wichtig sind aber verlässliche Rahmenbedingungen, mit denen Anlagenbetreiber über viele Jahre kalkulieren können.
Fazit von PV-Navi
Wenn selbst eine unabhängige Verbraucherorganisation wie die Stiftung Warentest weiterhin feststellt, dass sich eine eigene Photovoltaikanlage wirtschaftlich lohnen kann, ist das ein starkes Signal für Hauseigentümer. Gleichzeitig sollte die Politik genau hinschauen, bevor sie bewährte Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Millionen Bürger sind bereit, eigenes Geld in die Energiewende zu investieren. Diese Bereitschaft sollte man nutzen und fördern – und nicht durch immer neue Unsicherheiten aufs Spiel setzen.
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Quelle für Bild und Text: Stiftung Warentest:
Photovoltaik 2026 – Noch lohnt sich die eigene Solaranlage
Foto: PV-Navi/ChatGPT (KI-generiert)
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Anmerkung:
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