Auf der Neuen Prager Hütte des Deutschen Alpenvereins auf 2.796 Metern Höhe zeigt sich, wie Solarenergie ganz praktische Probleme lösen kann. Ein neues Sanitärgebäude mit Trockentoiletten wird mithilfe von Luftkollektoren ganzjährig belüftet und temperiert. Nach einem Jahr Betrieb fällt die Bilanz positiv aus: Die Räume bleiben trocken und angenehm, während die Sonnenwärme gleichzeitig die biologischen Prozesse in den Trockentoiletten unterstützt.
Wassermangel wird zum Problem
Die Versorgung hoch gelegener Berghütten stellt besondere Anforderungen. Wasser ist kostbar und durch die Folgen des Klimawandels wird Wassermangel in vielen alpinen Regionen zu einer zunehmenden Herausforderung.
Auf der Neuen Prager Hütte wurde deshalb 2025 ein neues energie- und wassersparendes Sanitärgebäude mit Trockentoiletten errichtet. Nach Angaben des Deutschen Alpenvereins wäre eine Bewirtschaftung der Hütte ohne diese wassersparende Lösung inzwischen kaum noch möglich.
Die Sonne sorgt für frische Luft
Für die Belüftung kommen Luftkollektoren von Grammer Solar zum Einsatz. Sie erwärmen Außenluft mithilfe der Sonnenenergie und führen sie den Sanitär- und Toilettenräumen zu.
Das funktioniert ganzjährig – auch während der Wintermonate, wenn die Hütte nicht bewirtschaftet wird. Dadurch wird Feuchtigkeit aus den Räumen transportiert und das für vergleichbare Gebäude typische muffige Raumklima vermieden.
Sonnenwärme hilft den Trockentoiletten
Die Solarwärme erfüllt noch eine zweite Aufgabe. Die erwärmte Luft unterstützt die biologischen Abbauprozesse in den Trockentoiletten.
Damit greifen zwei Lösungen ineinander: Die Trockentoiletten reduzieren den Wasserverbrauch und die solare Lüftung sorgt ohne aufwendige Energieversorgung für geeignete Bedingungen in den Sanitärbereichen.
Technik funktioniert seit Jahrzehnten
Neu ist das Prinzip nicht. Solche Systeme werden nach Angaben von Grammer Solar bereits seit rund 30 Jahren auf verschiedenen Alpenvereinshütten eingesetzt. Die Neue Prager Hütte liefert nun ein weiteres Praxisbeispiel dafür, dass die Technik auch unter schwierigen Bedingungen im Hochgebirge funktioniert.
Interessant ist das Prinzip nicht nur für Berghütten. Solare Luftkollektoren können beispielsweise auch in Wohn- und Ferienhäusern oder zur Belüftung feuchtebelasteter Kellerräume eingesetzt werden. In der Übergangszeit kann die vorgewärmte Frischluft zusätzlich die Gebäudeheizung entlasten.
Fazit von PV-Navi
Nicht jede gute Idee der Energiewende muss riesig oder spektakulär sein. Auf fast 2.800 Metern Höhe löst Sonnenenergie hier gleich mehrere sehr konkrete Probleme: Sie sorgt für frische und trockene Räume, unterstützt wassersparende Sanitärtechnik und benötigt dafür keine aufwendige zusätzliche Energieversorgung. Genau solche intelligenten Lösungen zeigen, wie vielseitig die Kraft der Sonne genutzt werden kann – manchmal eben nicht für Strom, sondern einfach für warme, trockene Luft.
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Quelle für Bild und Text: Pressemitteilung von Grammer Solar bei PresseBox
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