Solarwende auf der Insel Curaçao

Datum: 23. Januar 2026
Farbenfrohe niederländische Architektur am Meer auf Curaçao unter blauem Himmel.

Klein, über­schau­bar – und den­noch mit gro­ßen Ambi­tio­nen: Die Kari­bik­in­sel Cura­çao will ihre Ener­gie­ver­sor­gung grund­le­gend umbau­en. Bis zum Jahr 2040 soll das Eiland kli­ma­neu­tral wer­den, obwohl heu­te noch ein Groß­teil der Strom­erzeu­gung auf Öl basiert. Wie die­ser tief­grei­fen­de Wan­del gelin­gen kann, unter­sucht das Fraun­ho­fer IGCV im Rah­men eines inno­va­ti­ven For­schungs­an­sat­zes.

Aus­gangs­punkt ist eine soge­nann­te Insel­chall­enge, die von der Gree­ning the Island Foun­da­ti­on auf der Solar­wirt­schafts­mes­se Inter­so­lar 2025 initi­iert wur­de. Ziel: rea­lis­ti­sche, über­trag­ba­re Kon­zep­te für eine kli­ma­freund­li­che Ener­gie­ver­sor­gung unter begrenz­ten räum­li­chen und infra­struk­tu­rel­len Bedin­gun­gen zu ent­wi­ckeln.

 

180-Grad-Wende für die Energieversorgung

Cura­ça­os Flä­che ist etwa mit der von Köln ver­gleich­bar, die Ein­woh­ner­zahl jedoch deut­lich gerin­ger. Genau die­se Kom­bi­na­ti­on macht die Insel zu einem span­nen­den Real­la­bor für die Ener­gie­wen­de. Die Her­aus­for­de­rung ist klar: Hohe Son­nen­ein­strah­lung, begrenz­te Flä­chen, ein stark wach­sen­der Strom­be­darf – und gleich­zei­tig die Abhän­gig­keit von fos­si­len Ener­gie­trä­gern.

Das Fraun­ho­fer IGCV ana­ly­siert in sei­nem Pro­jekt, wie Pho­to­vol­ta­ik, Wind­ener­gie und intel­li­gen­te Ener­gie­sys­te­me opti­mal mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den kön­nen. Dabei geht es nicht nur um ein­zel­ne Anla­gen, son­dern um das Zusam­men­spiel von Erzeu­gung, Spei­che­rung und Netz­in­te­gra­ti­on. Simu­la­tio­nen hel­fen, unter­schied­li­che Sze­na­ri­en zu bewer­ten und rea­lis­ti­sche Aus­bau­pf­a­de auf­zu­zei­gen.

 

Photovoltaik als Schlüsseltechnologie

Pho­to­vol­ta­ik spielt in den Kon­zep­ten eine zen­tra­le Rol­le. Die kon­stant hohe Son­nen­ein­strah­lung bie­tet idea­le Vor­aus­set­zun­gen für Solar­strom – sowohl auf Dächern als auch auf geeig­ne­ten Frei­flä­chen. Ergänzt wird die Solar­ener­gie durch Wind­kraft und intel­li­gen­te Steue­rungs­sys­te­me, um Ver­sor­gungs­si­cher­heit auch bei schwan­ken­der Erzeu­gung zu gewähr­leis­ten.

Ein wei­te­rer Fokus liegt auf der effi­zi­en­ten Nut­zung der vor­han­de­nen Infra­struk­tur. Insel­net­ze reagie­ren beson­ders sen­si­bel auf Last­spit­zen und Erzeu­gungs­schwan­kun­gen. Des­halb wer­den Spei­cher­lö­sun­gen und digi­ta­le Werk­zeu­ge zur Netz­sta­bi­li­sie­rung von Anfang an mit­ge­dacht. Ziel ist eine robus­te, kli­ma­freund­li­che Ener­gie­ver­sor­gung, die auch wirt­schaft­lich trag­fä­hig ist.

 

Fazit:
Cura­çao zeigt exem­pla­risch, wie die Ener­gie­wen­de auch unter anspruchs­vol­len Bedin­gun­gen gelin­gen kann. Die Arbeit des Fraun­ho­fer IGCV macht deut­lich, dass Pho­to­vol­ta­ik, kom­bi­niert mit intel­li­gen­ter Sys­tem­pla­nung, ein zen­tra­ler Hebel für kli­ma­neu­tra­le Inseln ist. Was hier ent­wi­ckelt wird, kann weit über die Kari­bik hin­aus als Blau­pau­se für ande­re Regio­nen die­nen.

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Quel­le für Bild und Text: Pres­se­er­klä­rung Fraun­ho­fer

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Fraun­ho­fer IGCV unter­sucht inno­va­ti­ve Ansät­ze zur kli­ma­freund­li­chen Ener­gie­ver­sor­gung

Foto: pexels.com/Enzo Renz

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