Solartürme in Jülich: Wie Spitzenforschung der Energiewende neue Wege eröffnet

Datum: 2. Januar 2026
Solarmodule in Reihen auf Wiese vor Industriegebäude unter blauem Himmel; Schriftzug Solartechnik für morgen.

Die Ener­gie­wen­de braucht nicht nur Pho­to­vol­ta­ik auf Dächern und Frei­flä­chen, son­dern auch leis­tungs­fä­hi­ge For­schungs­ein­rich­tun­gen, die neue Tech­no­lo­gien bis zur indus­tri­el­len Rei­fe brin­gen. Ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel dafür sind die Solar­tür­me des Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt am Stand­ort Jülich. Die Groß­for­schungs­an­la­ge gilt als ein­zig­ar­tig in Euro­pa und zeigt, wie kon­zen­trier­te Son­nen­en­er­gie pra­xis­nah für Indus­trie, Ener­gie­ver­sor­gung und zukünf­ti­ge Ener­gie­trä­ger nutz­bar gemacht wer­den kann.

Mit ihren bei­den Solar­tür­men und einem Feld aus tau­sen­den beweg­li­chen Spie­geln bün­deln die For­sche­rin­nen und For­scher die Son­nen­strah­lung auf einen zen­tra­len Recei­ver. Dort ent­ste­hen extrem hohe Tem­pe­ra­tu­ren, die unter rea­len Bedin­gun­gen genutzt wer­den kön­nen – ein ent­schei­den­der Vor­teil gegen­über rein theo­re­ti­schen Labor­ver­su­chen.

 

Forschung unter realen Bedingungen – vom Labor zur Industrie

Die Solar­tür­me in Jülich ermög­li­chen es, Anla­gen und Kom­po­nen­ten im indus­tri­el­len Maß­stab zu erpro­ben. Genau das macht die Anla­ge so wert­voll für die Ener­gie­wen­de: Tech­no­lo­gien müs­sen nicht nur funk­tio­nie­ren, sie müs­sen zuver­läs­sig, ska­lier­bar und wirt­schaft­lich sein. In Jülich wer­den des­halb unter ande­rem Recei­ver, Wär­me­trä­ger und Spei­cher­sys­te­me getes­tet, die spä­ter in solar­ther­mi­schen Kraft­wer­ken oder indus­tri­el­len Pro­zes­sen ein­ge­setzt wer­den kön­nen.

Ein beson­de­rer Fokus liegt auf Hoch­tem­pe­ra­tur-Anwen­dun­gen. Tem­pe­ra­tu­ren von meh­re­ren hun­dert Grad Cel­si­us eröff­nen neue Mög­lich­kei­ten, etwa für die Pro­duk­ti­on von Pro­zess­wär­me oder für che­mi­sche Reak­tio­nen. Damit rücken Bran­chen in den Blick, die bis­lang nur schwer zu dekar­bo­ni­sie­ren sind – etwa die Stahl‑, Che­mie- oder Zement­in­dus­trie. Die For­schung in Jülich zeigt: Son­nen­en­er­gie kann weit mehr leis­ten als nur Strom­erzeu­gung.

 

Schlüsselrolle für Speicher, Wasserstoff und solare Brennstoffe

Neben der Strom- und Wär­me­er­zeu­gung spie­len die Solar­tür­me auch eine wich­ti­ge Rol­le bei der Ent­wick­lung zukünf­ti­ger Ener­gie­trä­ger. In Jülich wer­den solar­ther­mo­che­mi­sche Ver­fah­ren erforscht, mit denen sich Was­ser­stoff oder syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe allein mit­hil­fe von Son­nen­en­er­gie her­stel­len las­sen. Die­se soge­nann­ten sola­ren Brenn­stof­fe könn­ten lang­fris­tig dort ein­ge­setzt wer­den, wo direk­te Elek­tri­fi­zie­rung an ihre Gren­zen stößt.

Gleich­zei­tig ist die Anla­ge eine offe­ne Platt­form für Koope­ra­tio­nen mit Indus­trie­part­nern. Unter­neh­men kön­nen ihre Tech­no­lo­gien unter rea­len Bedin­gun­gen tes­ten und wei­ter­ent­wi­ckeln – ein ent­schei­den­der Schritt, um Inno­va­tio­nen schnel­ler in die Pra­xis zu brin­gen.

 

Fazit:
Die Solar­tür­me in Jülich sind weit mehr als ein For­schungs­pro­jekt. Sie sind ein Sym­bol dafür, wie Wis­sen­schaft, Indus­trie und Ener­gie­wen­de zusam­men­spie­len kön­nen. Wäh­rend Pho­to­vol­ta­ik den Aus­bau der Strom­erzeu­gung vor­an­treibt, lie­fern Anla­gen wie die­se die Lösun­gen für Wär­me, Spei­cher und neue Ener­gie­trä­ger. Genau sol­che Bau­stei­ne braucht die Ener­gie­wen­de, um lang­fris­tig erfolg­reich zu sein.

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Quel­le für Bild und Text: Pres­se­er­klä­rung Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt

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Solar­tür­me Jülich

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