Solarstrom erreicht in Europa neue Rekorde

Datum: 5. August 2026
Diagramm des Fraunhofer ISE zeigt die öffentliche Nettostromerzeugung aus Photovoltaik in den EU-Mitgliedstaaten im ersten Halbjahr 2026 auf Rekordniveau.

Die Solar­ener­gie hat im ers­ten Halb­jahr 2026 euro­pa­weit einen neu­en Mei­len­stein erreicht. Sowohl in Deutsch­land als auch in der Euro­päi­schen Uni­on wur­de mehr Solar­strom ins öffent­li­che Netz ein­ge­speist als jemals zuvor. Gleich­zei­tig tru­gen Wind- und Solar­ener­gie maß­geb­lich dazu bei, die Strom­prei­se trotz gestie­ge­ner Gas­prei­se auf einem ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Niveau zu hal­ten. Das zeigt eine aktu­el­le Aus­wer­tung des Fraun­ho­fer-Insti­tuts für Sola­re Ener­gie­sys­te­me ISE auf Basis der Daten­platt­form Ener­gy Charts.

 

Photovoltaik auf Rekordkurs

In Deutsch­land stieg die öffent­li­che Net­to­strom­erzeu­gung aus Pho­to­vol­ta­ik auf 43,2 Tera­watt­stun­den und erreich­te damit einen neu­en Höchst­wert. Auch euro­pa­weit setz­te sich der Aus­bau fort: Seit 2015 hat sich die Ein­spei­sung von Solar­strom in der EU mehr als ver­drei­facht. Zusam­men mit der Wind­kraft sorg­ten die erneu­er­ba­ren Ener­gien dafür, dass ihr Anteil an der öffent­li­chen Net­to­strom­erzeu­gung in Deutsch­land im ers­ten Halb­jahr 2026 bei 61,8 Pro­zent lag.

 

Erneuerbare Energien stabilisieren die Strompreise

Obwohl der Gas­preis infol­ge des Iran-Kriegs deut­lich anstieg, blieb der Bör­sen­strom­preis ver­gleichs­wei­se sta­bil. Der hohe Anteil von Wind- und Solar­strom ver­hin­der­te, dass die gestie­ge­nen Kos­ten für Gas­kraft­wer­ke voll­stän­dig auf den Strom­preis durch­schlu­gen. Nach Berech­nun­gen des Fraun­ho­fer ISE wären die Bör­sen­strom­prei­se ohne die star­ke Strom­erzeu­gung aus erneu­er­ba­ren Ener­gien deut­lich höher aus­ge­fal­len.

 

Speicher werden zum entscheidenden Faktor

Mit dem wei­te­ren Aus­bau der Pho­to­vol­ta­ik wächst auch der Bedarf an Bat­te­rie­spei­chern. Zwar wur­den im ers­ten Halb­jahr 2026 bereits mehr Groß­spei­cher in Betrieb genom­men als im gesam­ten Vor­jahr, den­noch sehen die For­scher wei­ter­hin eine deut­li­che Spei­cher­lü­cke. Zusätz­li­che Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten könn­ten über­schüs­si­gen Solar­strom auf­neh­men und in den Abend­stun­den bereit­stel­len. Dadurch lie­ßen sich sowohl nega­ti­ve Strom­prei­se wäh­rend son­ni­ger Mit­tags­stun­den als auch hohe Preis­spit­zen am Abend redu­zie­ren.

 

Fazit von PV-Navi

Die aktu­el­len Zah­len zei­gen, dass Pho­to­vol­ta­ik längst zu einer tra­gen­den Säu­le der euro­päi­schen Strom­ver­sor­gung gewor­den ist. Gleich­zei­tig wird deut­lich, dass der wei­te­re Erfolg der Ener­gie­wen­de nicht mehr allein vom Aus­bau neu­er Solar­an­la­gen abhängt. Min­des­tens eben­so wich­tig sind leis­tungs­fä­hi­ge Spei­cher und intel­li­gen­te Strom­net­ze, damit die wach­sen­den Men­gen an Solar­strom jeder­zeit effi­zi­ent genutzt wer­den kön­nen.

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Quel­le für Bild und Text:

Fraun­ho­fer-Insti­tut für Sola­re Ener­gie­sys­te­me ISE – Ener­gy Charts

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