Der kräftige Ausbau der Photovoltaik in Brandenburg bringt nicht nur mehr erneuerbaren Strom, sondern auch zusätzliche Einnahmen für Städte und Gemeinden. Allein die im ersten Halbjahr 2026 neu errichteten Freiflächenanlagen könnten den Standortkommunen jährlich bis zu 1,38 Millionen Euro einbringen. Möglich macht das der sogenannte Solareuro, mit dem Brandenburg Gemeinden direkt am wirtschaftlichen Erfolg neuer Solarparks beteiligt.
Solarzubau hat sich fast verdreifacht
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Brandenburg Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 692 Megawatt neu installiert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 248 Megawatt. Damit hat sich der Zubau innerhalb eines Jahres nahezu verdreifacht.
Insgesamt sind auf Brandenburgs Freiflächen inzwischen Solaranlagen mit einer Leistung von 6.758 Megawatt installiert. Rechnet man Dach- und andere Solaranlagen hinzu, kommt das Land auf rund 9.600 Megawatt Solarleistung. Bis 2030 sollen es 18.000 Megawatt werden.
2.000 Euro je Megawatt für die Gemeinden
Besonders interessant ist das Brandenburger Beteiligungsmodell. Betreiber neuer Freiflächenanlagen müssen den Standortgemeinden über den sogenannten Solareuro jährlich 2.000 Euro je installiertem Megawatt zahlen.
Allein die im ersten Halbjahr neu errichteten 692 Megawatt können den betroffenen Kommunen damit zusätzliche Einnahmen von bis zu 1,38 Millionen Euro pro Jahr bescheren. Hinzu kommen mögliche Zahlungen über die kommunale Beteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Damit verbleibt ein Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung genau dort, wo die Anlagen stehen.
Energiewende wird vor Ort sichtbar
Gerade bei großen Solarparks wird immer wieder über Flächenverbrauch und Akzeptanz diskutiert. Eine direkte finanzielle Beteiligung kann dazu beitragen, dass auch die Standortgemeinden und damit letztlich die Menschen vor Ort vom Ausbau profitieren.
Die Einnahmen können beispielsweise für kommunale Infrastruktur, Schulen, Vereine oder andere örtliche Aufgaben eingesetzt werden. Erneuerbare Energien werden damit nicht nur zum Klimaschutzprojekt, sondern auch zu einem Wirtschaftsfaktor für den ländlichen Raum.
Ausbauziel bleibt anspruchsvoll
Trotz des starken Wachstums ist Brandenburg noch nicht am Ziel. Um die angestrebten 18.000 Megawatt Solarleistung bis 2030 zu erreichen, müssten in den kommenden Jahren jeweils rund 2.000 Megawatt hinzukommen.
Der Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg sieht deshalb weiteren Handlungsbedarf und fordert vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen sowie einen schnelleren Ausbau der Stromnetze.
Fazit von PV-Navi
Die Energiewende gewinnt an Akzeptanz, wenn die Menschen vor Ort nicht nur die Anlagen sehen, sondern auch unmittelbar von ihnen profitieren. Brandenburg zeigt mit dem Solareuro einen interessanten Weg: Solarparks produzieren sauberen Strom und schaffen gleichzeitig regelmäßige Einnahmen für ihre Standortgemeinden. Solche Beteiligungsmodelle könnten auch anderswo dazu beitragen, aus der Energiewende noch stärker ein gemeinsames Projekt zu machen.
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Quelle für Bild und Text: Pressemitteilung vom Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e. V.
Hier kommen Sie zu der gesamten Pressemitteilung:
Original-Pressemitteilung des LEE Berlin Brandenburg
Foto: Symbolbild pixabay
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