Fakten zu Photovoltaik als günstige Energiequelle!

Datum: 20. August 2026
Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage als Symbol für die langfristige Wirtschaftlichkeit von Solarenergie. Nach der Investition erzeugt die Anlage über viele Jahre Strom, ohne dass dafür Brennstoffe eingekauft werden müssen.

Pho­to­vol­ta­ik hat sich inner­halb weni­ger Jahr­zehn­te von einer ver­gleichs­wei­se teu­ren Nischen­tech­no­lo­gie zu einer der wich­ti­gen und kos­ten­güns­ti­gen Säu­len unse­rer zukünf­ti­gen Ener­gie­ver­sor­gung ent­wi­ckelt. Die aktu­el­le Fak­ten­samm­lung des Fraun­ho­fer-Insti­tuts für Sola­re Ener­gie­sys­te­me ISE zeigt, wie stark tech­ni­sche Ent­wick­lung, Mas­sen­pro­duk­ti­on und sin­ken­de Anla­gen­kos­ten die Wirt­schaft­lich­keit der Solar­ener­gie ver­än­dert haben.

 

Die Investition entscheidet über die Stromkosten

Bei Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ent­ste­hen die meis­ten Kos­ten bereits beim Bau. Dazu gehö­ren Modu­le, Wech­sel­rich­ter, Unter­kon­struk­ti­on, Mon­ta­ge, Netz­an­schluss und wei­te­re Kom­po­nen­ten. Hin­zu kom­men Finan­zie­rung, War­tung, Ver­si­che­rung und spä­te­re Rück­bau­kos­ten.

Da eine PV-Anla­ge anschlie­ßend über vie­le Jah­re ohne Brenn­stoff aus­kommt, unter­schei­den sich ihre Kos­ten grund­sätz­lich von Koh­le- oder Gas­kraft­wer­ken. Ist die Anla­ge gebaut, schickt die Son­ne schließ­lich kei­ne Rech­nung.

 

Solarmodule wurden immer günstiger

Einer der wesent­li­chen Grün­de für die Ent­wick­lung der Pho­to­vol­ta­ik ist der enor­me Preis­rück­gang bei Solar­mo­du­len. Mit stei­gen­den Pro­duk­ti­ons­men­gen, effi­zi­en­te­ren Fer­ti­gungs­ver­fah­ren und höhe­ren Wir­kungs­gra­den konn­ten die Kos­ten über Jahr­zehn­te deut­lich redu­ziert wer­den.

Inter­es­sant ist dabei: Bei klei­ne­ren Dach­an­la­gen machen die Modu­le inzwi­schen nur noch einen Teil der gesam­ten Inves­ti­ti­ons­kos­ten aus. Mon­ta­ge, Pla­nung, Wech­sel­rich­ter, Elek­trik und wei­te­re Arbei­ten gewin­nen des­halb für die Wirt­schaft­lich­keit zuneh­mend an Bedeu­tung.

 

Der Blick auf die Förderung greift zu kurz

In der Dis­kus­si­on über Pho­to­vol­ta­ik wird häu­fig vor allem über staat­li­che För­de­rung gespro­chen. Für die tat­säch­li­che Wirt­schaft­lich­keit einer Anla­ge sind jedoch zahl­rei­che wei­te­re Fak­to­ren ent­schei­dend.

Neben den Anschaf­fungs­kos­ten spie­len bei­spiels­wei­se Finan­zie­rung, Strom­ertrag, Lebens­dau­er und bei pri­va­ten Anla­gen ins­be­son­de­re der Eigen­ver­brauch eine wich­ti­ge Rol­le. Jede selbst erzeug­te Kilo­watt­stun­de, die im Haus­halt oder Unter­neh­men genutzt wird, ersetzt Strom, der sonst beim Ener­gie­ver­sor­ger gekauft wer­den müss­te.

 

Was kostet die Alternative?

Fraun­ho­fer ISE weist auf einen wei­te­ren wich­ti­gen Aspekt hin: Die Kos­ten der Ener­gie­wen­de las­sen sich nicht sinn­voll betrach­ten, ohne gleich­zei­tig die Kos­ten einer unter­las­se­nen Ener­gie­wen­de ein­zu­be­zie­hen.

Fos­si­le Ener­gie ver­ur­sacht nicht nur Brenn­stoff­kos­ten. Deutsch­land bleibt dabei von inter­na­tio­na­len Ener­gie­märk­ten und Impor­ten abhän­gig, wäh­rend gleich­zei­tig Kli­ma­fol­ge­kos­ten ent­ste­hen. Bei Pho­to­vol­ta­ik dage­gen fal­len nach dem Bau kei­ne Brenn­stoff­kos­ten an – Son­nen­en­er­gie muss weder impor­tiert noch bezahlt wer­den.

 

Fazit von PV-Navi

Die ent­schei­den­de Fra­ge lau­tet längst nicht mehr, ob die Ener­gie­wen­de Geld kos­tet. Jede Ener­gie­ver­sor­gung kos­tet Geld. Ent­schei­dend ist viel­mehr, wofür wir es aus­ge­ben. Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen benö­ti­gen zunächst eine Inves­ti­ti­on, lie­fern anschlie­ßend aber über Jahr­zehn­te Ener­gie ohne Brenn­stoff­rech­nung. Und wäh­rend fos­si­le Ener­gie­trä­ger immer wie­der gekauft und viel­fach impor­tiert wer­den müs­sen, steht uns die Son­ne kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Wer über die Kos­ten der Pho­to­vol­ta­ik spricht, soll­te des­halb fai­rer­wei­se auch dar­über reden, was uns die Alter­na­ti­ve kos­tet.

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Quel­le Fraun­ho­fer-Insti­tut für Sola­re Ener­gie­sys­te­me ISE,
Dr. Har­ry Wirth: Aktu­el­le Fak­ten zur Pho­to­vol­ta­ik in Deutsch­land

Foto: Sym­bol­bild / PV-Navi

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