Photovoltaik im Schnee

Datum: 26. Januar 2026
Verschneite Photovoltaikanlage auf Hausdach erzeugt Solarstrom im Winter, daneben Schneemann und E-Auto.

Wenn im Win­ter Schnee auf den Dächern liegt, taucht bei vie­len Betrei­be­rin­nen und Betrei­bern von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen die­sel­be Fra­ge auf: Was pas­siert eigent­lich mit der Strom­erzeu­gung, wenn die Modu­le bedeckt sind? Muss man ein­grei­fen – oder ein­fach abwar­ten? Die Ant­wort ist beru­hi­gend: Pho­to­vol­ta­ik ist auch im Win­ter zuver­läs­sig, Schnee ist dabei kein Aus­nah­me­fall.

Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen sind für den ganz­jäh­ri­gen Betrieb aus­ge­legt. Regen, Frost, Hit­ze und Schnee gehö­ren zu den Bedin­gun­gen, unter denen sie funk­tio­nie­ren müs­sen. Kurz­fris­ti­ge Ertrags­ein­bu­ßen durch Schnee sind nor­mal, aber in der Gesamt­bi­lanz meist kaum rele­vant.

 

Wie wirkt sich Schnee auf die Stromerzeugung aus?

Liegt eine geschlos­se­ne Schnee­de­cke auf den Modu­len, wird das Son­nen­licht abge­schirmt. Die Strom­pro­duk­ti­on sinkt dann deut­lich oder pau­siert für kur­ze Zeit. Das betrifft jedoch meist nur ein­zel­ne Tage. Sobald der Schnee antaut, vom Wind ver­weht wird oder durch Son­nen­ein­strah­lung abrutscht, nimmt die Anla­ge ihre Arbeit wie­der auf.

Ent­schei­dend ist: Käl­te ist für Solar­zel­len kein Nach­teil. Im Gegen­teil – nied­ri­ge Tem­pe­ra­tu­ren ver­bes­sern sogar den Wir­kungs­grad der Modu­le. Ist die Ober­flä­che frei, lie­fern Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen im Win­ter oft über­ra­schend sta­bi­le Erträ­ge, trotz kür­ze­rer Tage und fla­che­rem Son­nen­stand.

 

Schnee räumen – sinnvoll oder riskant?

In den aller­meis­ten Fäl­len lau­tet die Emp­feh­lung: Nicht ein­grei­fen. Moder­ne PV-Modu­le sind glatt, leicht geneigt und so mon­tiert, dass Schnee in der Regel selbst­stän­dig abrutscht. Ein manu­el­les Räu­men ist sel­ten nötig und kann mehr scha­den als nut­zen.

Krat­zer auf der Glas­ober­flä­che, beschä­dig­te Rah­men oder Mikro­ris­se durch unsach­ge­mä­ße Rei­ni­gung kön­nen die Leis­tung dau­er­haft beein­träch­ti­gen. Hin­zu kommt das Sicher­heits­ri­si­ko: Arbei­ten auf ver­schnei­ten Dächern sind gefähr­lich. Nur bei beson­de­ren Anla­gen­kon­stel­la­tio­nen – etwa sehr fla­chen Modu­len oder anhal­ten­dem Nass­schnee – kann eine fach­ge­rech­te Rei­ni­gung sinn­voll sein.

 

Welche Rolle spielt Schnee für den Jahresertrag?

Für die Jah­res­bi­lanz ist Schnee kaum ent­schei­dend. In Deutsch­land ent­fällt der über­wie­gen­de Teil des Solar­er­trags auf Früh­jahr, Som­mer und Herbst. Selbst wenn eine Anla­ge an meh­re­ren Win­ter­ta­gen voll­stän­dig bedeckt ist, macht das nur einen klei­nen Bruch­teil der Gesamt­pro­duk­ti­on aus.

Wer zusätz­lich einen Ener­gie­spei­cher nutzt, pro­fi­tiert ohne­hin von einem über das Jahr aus­ge­gli­che­nen Ener­gie­sys­tem. Die Ener­gie­wen­de ist nicht auf per­fek­te Win­ter­ta­ge ange­wie­sen – sie lebt von der Sum­me über zwölf Mona­te.

 

Fazit:
Schnee ist kein Pro­blem­fall für Pho­to­vol­ta­ik, son­dern Teil des nor­ma­len Betriebs. Geduld ist meist die bes­te Stra­te­gie. Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen arbei­ten auch im Win­ter zuver­läs­sig – und sobald die Son­ne wie­der durch­kommt, lie­fern sie sau­be­ren Solar­strom ganz von selbst.

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Foto: PV-Navi/ChatGPT

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