Morgen wird in Freiburg nicht nur über Kreislaufwirtschaft und Energiewende gesprochen – es wird geschraubt, geprüft und gebaut. Am Samstag, 26. September, wollen die Stadt Freiburg und Balkon.Solar e. V. gemeinsam mit 300 Bürgerinnen und Bürgern einen neuen Weltrekord im Steckersolar-Upcycling aufstellen. Aus 600 gebrauchten Solarmodulen sollen innerhalb eines Tages 300 neue Steckersolargeräte entstehen. Die Plätze zum Mitmachen sind inzwischen vergeben. Wer trotzdem dabei sein möchte, kann vorbeikommen: Zuschauerinnen und Zuschauer sind ausdrücklich willkommen.
Aus alten Solarmodulen werden neue Balkonkraftwerke
Der Rekordversuch beginnt morgen um 10 Uhr auf dem Schulhof der Weiherhof-Realschule in Freiburg-Herdern und soll bis etwa 18 Uhr dauern. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie sinnvoll: Solarmodule, die bereits im Einsatz waren, aber weiterhin Strom produzieren können, bekommen ein zweites Leben.
Die gebrauchten Module werden zunächst gereinigt und ihre verbliebene Leistung wird gemessen. Anschließend werden sie mit neuen Steckern versehen und gemeinsam mit neuen Kleinwechselrichtern und den benötigten Komponenten zu Steckersolargeräten zusammengestellt. Zum Schluss wird geprüft, ob alles funktioniert.
Besondere Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Helferinnen und Helfer begleiten die einzelnen Arbeitsschritte. Das benötigte Material wird kostenlos bereitgestellt. Die fertigen Balkonkraftwerke dürfen die Teilnehmenden anschließend mit nach Hause nehmen und beispielsweise am Balkon, im Vorgarten oder am Gartenzaun installieren.
Der Freiburger Rekord von 2024 soll übertroffen werden
Ganz neu ist die Idee in Freiburg nicht. Bereits 2024 organisierte der Balkonsolarverein dort einen großen Upcycling-Rekordversuch. Damals bauten mehr als 200 Menschen gleichzeitig Steckersolargeräte aus gebrauchten Modulen. Morgen soll die Aktion noch eine Nummer größer werden.
Mit 600 gebrauchten Solarmodulen und 300 daraus entstehenden Steckersolargeräten verbindet der Rekordversuch zwei Themen, die künftig immer wichtiger werden dürften: den Ausbau der Photovoltaik und die Wiederverwendung vorhandener Technik. Denn nur weil ein Solarmodul an seinem bisherigen Einsatzort nicht mehr gebraucht wird, bedeutet das noch lange nicht, dass sein Arbeitsleben beendet sein muss.
Ausgebucht – zuschauen ist trotzdem möglich
Wer jetzt spontan Lust bekommen hat, selbst zum Schraubenzieher zu greifen, kommt für diesen Rekordversuch leider zu spät: Die verfügbaren Teilnehmerplätze sind bereits vergeben. Vorbeischauen lohnt sich trotzdem. Die Stadt Freiburg lädt Interessierte ausdrücklich dazu ein, den Rekordversuch vor Ort mitzuerleben. Zwischen 10 und 18 Uhr kann man beobachten, wie aus Hunderten gebrauchten Modulen innerhalb weniger Stunden neue kleine Solarkraftwerke entstehen.
Der Weltrekordversuch ist Teil des Freiburger „Solarsommers“ und wird vom Land Baden-Württemberg gefördert.
Fazit aus der Sicht von PV-Navi
Mit dem starken Wachstum der Photovoltaik wird eine Frage zunehmend wichtiger: Was geschieht mit Solarmodulen, die an ihrem ursprünglichen Einsatzort nicht mehr benötigt werden, technisch aber noch funktionieren?
Freiburg gibt darauf morgen eine wunderbar praktische Antwort: prüfen, weiterverwenden und wieder Strom damit erzeugen. Das schont Ressourcen und bringt gleichzeitig weitere kleine Solarkraftwerke in die Haushalte.
Und vielleicht ist genau das die schönste Seite dieses Rekordversuchs: Hier geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viel Neues zu produzieren. Hier gewinnt, was noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
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Quellen und weitere Informationen
Stadt Freiburg – Weltrekordversuch im Steckersolar-Upcycling am 26. September
Balkon.Solar e. V. – Informationen zum Upcycling-Weltrekord 2026
Weitere Informationen und Neuigkeiten zu Steckersolargeräten finden Sie auch in unserem PV-Navi-ABC unter Balkon-Kraftwerk
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Anmerkung:
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