Der jüngste Boom der Photovoltaik fordert die Verteilnetzbetreiber heraus. Sie müssen bei Anträgen von potenziellen Einspeisern jeweils die Netzkapazitäten analysieren und dem Antragsteller eine schnelle Rückmeldung zu geben. Die Kärnten Netz GmbH (KNG) hat diesen Prozess so weit automatisiert, dass sie im Mittel innerhalb von 30 Minuten mitteilen kann, ob ein Anschluss am gewünschten Standort möglich ist – und wenn ja, in welchem Umfang.
Der Netzbetreiber aus Österreich reagierte mit der Automatisierung auf die rasant zunehmenden Anschlussanträge. Durch die guten Förderbedingungen war die Zahl der Anträge von 2018 auf 2022 um das 15-fache gewachsen. Diese Menge konnten die Mitarbeiter des Netzkundenservice nicht mehr vernünftig manuell bearbeiten. Das Unternehmen hätte in großem Stil neue Mitarbeiter einstellen müssen. Stattdessen entschied sich die KNG, den Prozess vom Antrag bis zur Angebotsannahme durch den Kunden zu standardisieren, so dass er zu 100 Prozent digitalisiert ablaufen kann. Voraussetzung dafür waren vollständige Kundendaten und tagesaktuelle Netzdaten einschließlich der elektrischen Topologie (digitaler Zwilling).
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Quelle: Solar Promotion GmbH
Bild: KNG-Kärnten Netz GmbH, Klagenfurt / Österreich
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Lernen von Europa – In 30 Minuten zur Anschlusszusage für PV-Anlagen
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