Der Flughafen Frankfurt gehört zu den größten Verkehrsdrehscheiben Europas – und zugleich zu den energieintensivsten Infrastrukturen des Landes. Umso bemerkenswerter ist der konsequente Weg, den Fraport beim Ausbau erneuerbarer Energien eingeschlagen hat. Mit einer der größten Photovoltaik-Installationen an einem Flughafen in Deutschland zeigt der Betreiber, wie Energiewende auch im industriellen Maßstab funktionieren kann.
Im Fokus steht dabei nicht der Zukauf von Ökostrom allein, sondern die eigene Erzeugung von Solarenergie direkt auf dem Flughafengelände. Damit will Fraport langfristig Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz miteinander verbinden.
Solarstrom entlang der Startbahn
Ein zentrales Projekt ist die neue Photovoltaikanlage entlang der Startbahn West. Dort wurden zehntausende Solarmodule installiert – in einer besonderen Bauweise: Die Module stehen senkrecht, ähnlich wie Lärmschutzwände. Diese sogenannte vertikale Photovoltaik spart Fläche, reduziert Blendwirkungen und eignet sich besonders gut für sensible Infrastrukturbereiche wie Flughäfen.
Die Anlage erzeugt jährlich viele Millionen Kilowattstunden Solarstrom. Der Strom wird direkt vor Ort genutzt, unter anderem für Terminalgebäude, technische Anlagen und die wachsende E‑Fahrzeugflotte des Flughafens. Damit senkt Fraport nicht nur Emissionen, sondern auch den Bedarf an extern zugekaufter Energie.
Baustein einer langfristigen Klimastrategie
Die Photovoltaik-Projekte sind Teil einer umfassenden Klimastrategie. Fraport hat sich das Ziel gesetzt, den Flughafen Frankfurt bis 2045 treibhausgasneutral zu betreiben. Neben Effizienzmaßnahmen, Elektrifizierung von Fahrzeugen und optimierter Gebäudetechnik spielt Solarstrom dabei eine Schlüsselrolle.
Gerade für einen Flughafen ist das ein starkes Signal: Erneuerbare Energien werden nicht als Zusatz verstanden, sondern als integraler Bestandteil des Betriebsmodells. Große Dachflächen, Randbereiche von Start- und Landebahnen sowie weitere Infrastrukturbereiche bieten Potenzial für weitere Ausbauschritte. Fraport prüft kontinuierlich, wo zusätzliche Photovoltaikanlagen realisiert werden können, ohne den Flugbetrieb zu beeinträchtigen.
Fazit:
Mit seinen großflächigen Photovoltaik-Anlagen zeigt Fraport, wie erneuerbare Energien auch in hochkomplexen Industrie- und Verkehrsinfrastrukturen eingesetzt werden können. Solarstrom wird hier nicht symbolisch genutzt, sondern trägt messbar zur Energieversorgung bei. Der Flughafen Frankfurt entwickelt sich damit zu einem Vorzeigeprojekt für die industrielle Energiewende.
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Quelle für Bild und Text: Presseerklärungen von Fraport
Weitere Informationen und Details zu den Projekten finden sich auf der Website von Fraport.
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Sonnenstrom für Fraport: 37.000 vertikale Module gehen in Betrieb
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