Erneuerbare Vollversorgung: Deutschland kann rund um die Uhr mit sauberer Energie versorgt werden

Datum: 29. August 2026
Symbolbild von The smarter E Europe zur vollständig erneuerbaren Energieversorgung durch vernetzte Energietechnologien.

Kann ein Indus­trie­land wie Deutsch­land voll­stän­dig mit erneu­er­ba­ren Ener­gien ver­sorgt wer­den, auch nachts, im Win­ter und wäh­rend einer Dun­kel­flau­te? Nach Unter­su­chun­gen des Fraun­ho­fer ISE lau­tet die Ant­wort grund­sätz­lich: ja. Ent­schei­dend ist aller­dings, Pho­to­vol­ta­ik und Wind­kraft nicht iso­liert zu betrach­ten. Bat­te­rie­spei­cher, Was­ser­stoff, fle­xi­ble Ver­brau­cher, leis­tungs­fä­hi­ge Strom­net­ze, Elek­tro­mo­bi­li­tät und Digi­ta­li­sie­rung müs­sen zu einem gemein­sa­men Ener­gie­sys­tem ver­bun­den wer­den. Genau die­ses Zusam­men­spiel stand auch im Mit­tel­punkt der Son­der­schau „Rene­wa­bles 24/7“ auf der The smar­ter E Euro­pe 2026.

 

Die Dunkelflaute ist lösbar

Zei­ten mit wenig Son­ne und Wind gel­ten häu­fig als Argu­ment gegen eine voll­stän­dig erneu­er­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung. Nach den zugrun­de lie­gen­den Model­lie­run­gen machen beson­ders kri­ti­sche kal­te Dun­kel­flau­ten jedoch nur einen klei­nen Teil des Jah­res aus. Für sol­che Situa­tio­nen wer­den wei­ter­hin gro­ße Kapa­zi­tä­ten regel­ba­rer Kraft­wer­ke benö­tigt. Die­se kön­nen künf­tig unter ande­rem mit sai­so­nal gespei­cher­tem Was­ser­stoff betrie­ben wer­den.

 

Solar und Speicher wachsen zusammen

Par­al­lel zum welt­wei­ten Aus­bau der Pho­to­vol­ta­ik ent­wi­ckelt sich die Spei­cher­tech­nik rasant. 2025 wur­den welt­weit 664 Giga­watt neue Solar­leis­tung instal­liert. Auch Bat­te­rie­spei­cher wach­sen stark und wer­den zuneh­mend zum selbst­ver­ständ­li­chen Bestand­teil des Ener­gie­sys­tems. Hin­zu kom­men fle­xi­ble Ver­brau­cher, Wär­me­pum­pen und Elek­tro­au­tos, deren Bat­te­rien künf­tig sogar Ener­gie ins Netz zurück­ge­ben kön­nen. Aus ein­zel­nen Tech­no­lo­gien ent­steht so Schritt für Schritt ein ver­netz­tes Gesamt­sys­tem.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Die ent­schei­den­de Fra­ge lau­tet längst nicht mehr, ob die Son­ne nachts scheint oder der Wind immer weht. Ent­schei­dend ist, wie intel­li­gent wir Erzeu­gung, Ener­gie­spei­cher, Net­ze und Ver­brauch mit­ein­an­der ver­bin­den. Die Tech­no­lo­gien für eine erneu­er­ba­re Voll­ver­sor­gung sind vor­han­den oder ent­wi­ckeln sich mit gro­ßer Geschwin­dig­keit wei­ter. Jetzt kommt es dar­auf an, das Gesamt­sys­tem kon­se­quent auf­zu­bau­en und die poli­ti­schen und regu­la­to­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen dafür zu schaf­fen.

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Quel­le: The smar­ter E Euro­pe,
Eine neu­es Ener­gie­zeit­al­ter: Eine erneu­er­ba­re Voll­ver­sor­gung ist mög­lich
Grund­la­ge ist unter ande­rem die Stu­die „Kos­ten­op­ti­ma­le Trans­for­ma­ti­on des deut­schen Ener­gie­sys­tems bis 2045“ des Fraun­ho­fer ISE.

Bild­nach­weis: © Solar Pro­mo­ti­on / The smar­ter E Euro­pe

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