Energy Sharing: Solarstrom künftig in der Nachbarschaft teilen

Datum: 1. März 2026
Photovoltaik auf Wohnhausdach steht symbolisch für Energy Sharing und lokale Energiewende.

Ab Mit­te 2026 kön­nen Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen und ‑eigen­tü­mer in Deutsch­land über­schüs­si­gen Solar­strom ein­fa­cher mit ihrem direk­ten Umfeld tei­len. Eine Ände­rung im Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz schafft die recht­li­che Grund­la­ge dafür, dass Solar­strom über das öffent­li­che Netz auch zwi­schen Nach­barn genutzt wer­den kann, ohne dass die­ser vor­her aus­schließ­lich ein­ge­speist oder selbst ver­braucht wer­den muss.

Die neue Rege­lung könn­te für vie­le Pho­to­vol­ta­ik-Betrei­be­rin­nen und ‑Betrei­ber zu einer sinn­vol­len Ergän­zung der bis­he­ri­gen Nut­zungs­mög­lich­kei­ten wer­den. Durch die gemein­sa­me Nut­zung von Strom in einem loka­len Netz­ge­biet eröff­nen sich neue For­men der dezen­tra­len Ener­gie­ver­sor­gung und Ein­nah­men­mo­del­le für Anla­gen mit hoher Eigen­pro­duk­ti­on.

 

Energy Sharing: Was ändert sich konkret?

Mit der geplan­ten Ergän­zung im Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz (Para­graf 42c EWG) wird erst­mals gesetz­lich fest­ge­legt, dass Netz­be­trei­ber die tech­ni­sche Nut­zung soge­nann­ter Ener­gy-Sha­ring-Model­le unter­stüt­zen müs­sen. Das bedeu­tet: Anla­gen­be­trei­ber kön­nen ihren Solar­strom an ande­re Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher im glei­chen Netz­ge­biet wei­ter­ge­ben und damit poten­zi­ell ihre Ein­nah­men jen­seits klas­si­scher Ein­spei­se­ver­gü­tun­gen stei­gern. Pri­vat­per­so­nen, Genos­sen­schaf­ten oder loka­le Zusam­men­schlüs­se kön­nen teil­neh­men, ohne sich als regu­lä­rer Strom­an­bie­ter zu regis­trie­ren.

 

Welche Chancen und Herausforderungen entstehen?

Für Anla­gen­be­trei­ber bedeu­tet das neue Modell eine zusätz­li­che Mög­lich­keit, über­schüs­si­gen Strom sinn­voll zu ver­wen­den und zugleich die loka­le Ener­gie­nut­zung zu stär­ken. Vor­aus­set­zung ist ein Smart Meter, der den Strom­fluss bilan­ziert und abrech­net. Gleich­zei­tig muss die prak­ti­sche Umset­zung noch mit den regio­na­len Netz­be­trei­bern abge­stimmt wer­den – ein Pro­zess, der tech­nisch und orga­ni­sa­to­risch vor­be­rei­tet wer­den muss.

 

Fazit aus Sicht von PV-Navi

Das Ener­gy-Sha­ring-Modell ist ein wei­te­rer Schritt, die erneu­er­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung stär­ker zu ver­net­zen und dezen­tra­le Poten­zia­le zu nut­zen. Vor allem für Wohn­sied­lun­gen, Nach­bar­schaf­ten und loka­le Gemein­schaf­ten kann dies ein wich­ti­ges Instru­ment sein, um Solar­strom gemein­schaft­lich effi­zi­en­ter ein­zu­set­zen. Für die prak­ti­sche Umset­zung sind aller­dings ver­läss­li­che Mess- und Abrech­nungs­sys­te­me eben­so ent­schei­dend wie die Akzep­tanz und Koope­ra­ti­on aller Betei­lig­ten.

___________________

Quel­le: Ver­öf­fent­li­chung “Ver­band Wohn­ei­gen­tum”

Hier kom­men Sie zu dem gesam­ten Arti­kel
Ener­gy Sha­ring — Solar­strom mit den Nach­barn tei­len

 

Foto: Sym­bol­bild pix­a­bay

___________________

Anmer­kung:
Als Infor­ma­ti­ons­dreh­schei­be zu allen Berei­chen rund um die The­men Pho­to­vol­ta­ik und Ener­gie­wen­de hat PV-Navi Infor­ma­tio­nen aus vie­len tau­send Quel­len zusam­men­ge­tra­gen und über­sicht­lich auf­be­rei­tet.

Neben den täg­li­chen NEWS fin­den Sie auf die­ser Domain auch vie­le Infor­ma­tio­nen zu gewerb­li­chen Anbie­tern, Ver­an­stal­tun­gen, För­de­run­gen, beson­de­ren Akteu­ren, Info­quel­len, das PV-Navi-ABC und vie­les mehr.

Navigation