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Die Sogkraft der Erneuerbaren: Smarter Strukturwandel kann Wettbewerbsfähigkeit sichern

Datum: 8. Mai 2024

Län­der mit begrenz­ten Mög­lich­kei­ten für erneu­er­ba­re Ener­gien könn­ten bis zu 20 Pro­zent der Kos­ten für grü­nen Stahl und bis zu 40 Pro­zent für grü­ne Che­mi­ka­li­en aus grü­nem Was­ser­stoff ein­spa­ren, wenn sie deren ener­gie­in­ten­si­ve Pro­duk­ti­on ver­la­gern und aus Län­dern impor­tie­ren, in denen erneu­er­ba­re Ener­gien preis­wer­ter sind.

Das zeigt eine neue Stu­die des Pots­dam-Insti­tuts für Kli­ma­fol­gen­for­schung (PIK). Die­se Sog­kraft Erneu­er­ba­rer wür­de star­ke Anrei­ze für Unter­neh­men schaf­fen, in die­sen Län­dern in grü­ne Pro­duk­ti­ons­an­la­gen zu inves­tie­ren. Län­der, in denen die erneu­er­ba­ren Ener­gien knapp sind, könn­ten sich ganz auf die nach­ge­la­ger­te Pro­duk­ti­on und Ver­ede­lung kon­zen­trie­ren, um ihre indus­tri­el­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu sichern.

 

“Unse­re neue Stu­die zeigt, dass Län­der mit eher weni­gen Erneu­er­ba­ren, wie Tei­le der EU, Japan und Süd­ko­rea, zwi­schen 18 und 38 Pro­zent ihrer Pro­duk­ti­ons­kos­ten ein­spa­ren könn­ten“, erklärt Phil­ipp Ver­po­ort, Wis­sen­schaft­ler am PIK und Haupt­au­tor der in Natu­re Ener­gy ver­öf­fent­lich­ten Stu­die. „Mög­lich wür­de das durch eine Ver­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on von indus­tri­el­len Grund­stof­fen wie grü­ner Stahl und Che­mi­ka­li­en auf Basis von grü­nem Was­ser­stoff in Län­der, in denen erneu­er­ba­re Ener­gien güns­tig sind.“

Der Ein­satz von grü­nem Strom und Was­ser­stoff ist den For­schen­den zufol­ge eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um die Treib­haus­gas­emis­sio­nen bei der Her­stel­lung von Stahl und Che­mi­ka­li­en zu ver­rin­gern. Nicht alle der­zei­ti­gen Indus­trie­län­der wären aber auf­grund ihrer geo­gra­phi­schen Gege­ben­hei­ten in der Lage, die­se lang­fris­tig in aus­rei­chen­den Men­gen und zu wett­be­werbs­fä­hi­gen Prei­sen her­zu­stel­len. “Wenn sich sol­che Län­der dar­auf kon­zen­trie­ren, grü­nen Was­ser­stoff im eige­nen Land zu pro­du­zie­ren oder zu impor­tie­ren, wird dies sowohl für die Indus­trie als auch für die Gesell­schaft kost­spie­lig sein.

Das könn­te lang­fris­tig sogar in einer Sack­gas­se enden, da dies die Wett­be­werbs­fä­hig­keit auf glo­ba­len Märk­ten beein­träch­tigt kann. Der Import von indus­tri­el­len Zwi­schen­pro­duk­ten wie Eisen­schwamm, Ammo­ni­ak oder Metha­nol und der Fokus auf die nach­ge­la­ger­te Pro­duk­ti­on und Ver­ede­lung könn­ten eine kos­ten­güns­ti­ge­re und robus­te­re Stra­te­gie zur Siche­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit sein”, so Ver­po­ort.

 

Foto: Län­der, die reich an erneu­er­ba­ren Ener­gien sind, wie Chi­le, kön­nen grü­ne Ener­gie sehr bil­lig pro­du­zie­ren — dies könn­te ein Vor­teil für Län­der sein, in denen erneu­er­ba­re Ener­gien knapp sind, wie in Tei­len der EU, Japan und Süd­ko­rea.
Foto: Anto­nio Gar­cia / Uns­plash

 

Quel­le: Ver­öf­fent­li­chung am 23.04.2024 auf der Home­page vom Pots­dam-Insti­tut für Kli­ma­fol­gen­for­schung (PIK) e. V.

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Die Sog­kraft der Erneu­er­ba­ren: Smar­ter Struk­tur­wan­del kann Wett­be­werbs­fä­hig­keit sichern

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