Ehemalige Atomkraftwerke entwickeln sich zunehmend zu Schlüsselstandorten der Energiewende. Was früher der Stromerzeugung aus Kernenergie diente, wird heute für die Integration erneuerbarer Energien genutzt. Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel an den früheren AKW-Standorten Philippsburg und Brunsbüttel, wo großskalige Batteriespeicher und neue Netzinfrastrukturen entstehen. Sie sollen helfen, Wind- und Solarstrom effizienter zu speichern, zu verteilen und das Stromsystem zu stabilisieren.
Der Vorteil dieser Standorte liegt auf der Hand: Sie verfügen über leistungsfähige Netzanschlüsse, gesicherte Flächen und eine bestehende energiewirtschaftliche Infrastruktur. Damit eignen sie sich ideal für den Aufbau von Energiespeichern und Umspannwerken, die für ein erneuerbares Energiesystem unverzichtbar sind.
Philippsburg: Vom Atomkraftwerk zum Energiepark
Am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg in Baden-Württemberg entsteht ein groß dimensionierter Batteriespeicher, der zu den größten seiner Art in Deutschland zählen soll. Das Projekt wird von EnBW Energie Baden-Württemberg AG umgesetzt und ist Teil eines umfassenden Energieparks. Geplant ist ein Speicher mit mehreren hundert Megawatt Leistung und einer Kapazität im Gigawattstunden-Bereich.
Ergänzt wird der Standort durch ein bestehendes Gleichstrom-Umspannwerk, das Windstrom aus dem Norden Deutschlands in den Süden transportiert. Der Batteriespeicher soll künftig überschüssige erneuerbare Energie aufnehmen und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen. Damit wird Philippsburg zu einem zentralen Baustein für Netzstabilität und Versorgungssicherheit in einem zunehmend von Solar- und Windenergie geprägten Stromsystem.
Brunsbüttel: Speicher für Wind- und Solarstrom im Norden
Auch am ehemaligen AKW-Standort Brunsbüttel in Schleswig-Holstein ist ein großflächiger Batteriespeicher in Planung. Das Projekt zeigt, dass der Umbau ehemaliger Kernkraftwerksstandorte kein Einzelfall ist, sondern bundesweit an Bedeutung gewinnt. In einer Region mit hohem Windstromaufkommen sollen Energiespeicher künftig helfen, Erzeugung und Verbrauch besser in Einklang zu bringen.
Solche Speicher übernehmen eine wichtige Systemfunktion: Sie puffern Stromspitzen, gleichen Schwankungen aus und entlasten die Netze. Gerade für die Energiewende sind sie entscheidend, um den wachsenden Anteil von Solar- und Windenergie sicher in das Energiesystem zu integrieren.
Fazit:
Die Umnutzung ehemaliger AKW-Standorte zu Speicher- und Netzknotenpunkten steht sinnbildlich für den Strukturwandel der Energieversorgung. Batteriespeicher ersetzen dabei die Rolle zentraler Kraftwerke und machen erneuerbare Energien planbarer. Philippsburg und Brunsbüttel zeigen, wie aus Orten der Atomenergie Schlüsselstandorte für die Energiewende werden.
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Quelle verschiedene Pressetexte
Hier kommen Sie zur Presseerklärung den EnBW
Projektvorhaben der EnBW: Großbatteriespeicher im Energiepark Philippsburg
Foto: Symbolbild PV-Navi/ChatCPT
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Anmerkung:
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