12 Milliarden kWh Solarstrom – und jetzt soll gebremst werden?

Datum: 19. August 2026
Spielerische Illustration eines großen Solarparks mit einer strahlenden Sonne, die symbolisch Solarstrom ins Netz schickt. Das Motiv würdigt die vielen Menschen und Unternehmen, deren Investitionen den neuen deutschen Solarstromrekord ermöglicht haben.

Die Pho­to­vol­ta­ik hat in Deutsch­land einen neu­en Rekord erreicht: Im Juli 2026 wur­den erst­mals inner­halb eines Monats rund 12 Mil­li­ar­den Kilo­watt­stun­den Solar­strom in das öffent­li­che Strom­netz ein­ge­speist. Der tat­säch­li­che Solar­er­trag lag sogar noch höher, denn der direkt vor Ort ver­brauch­te Strom von pri­va­ten und gewerb­li­chen Anla­gen ist in die­ser Zahl noch gar nicht ent­hal­ten. Gleich­zei­tig wird poli­tisch über eine Ver­schlech­te­rung der Rah­men­be­din­gun­gen für neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen dis­ku­tiert.

 

Solarstrom wird zur tragenden Säule

Zur Mit­tags­zeit erreich­ten die deut­schen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen im Juli eine durch­schnitt­li­che Ein­spei­se­leis­tung von mehr als 40.000 Mega­watt. Gera­de in die­sen Stun­den ist auch der Strom­be­darf beson­ders hoch.

Über den gesam­ten Tages­ver­lauf ver­drängt die Pho­to­vol­ta­ik damit erheb­li­che Men­gen Strom aus Koh­le- und Gas­kraft­wer­ken. Aus einer Tech­no­lo­gie, die vor eini­gen Jahr­zehn­ten noch als Ergän­zung betrach­tet wur­de, ist längst eine tra­gen­de Säu­le der deut­schen Strom­ver­sor­gung gewor­den.

 

Millionen Menschen haben investiert

Hin­ter die­sem Erfolg ste­hen nicht nur gro­ße Solar­parks. Mil­lio­nen pri­va­te Haus­ei­gen­tü­mer, Land­wir­te, Gewer­be­be­trie­be und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen inves­tiert und damit einen wesent­li­chen Bei­trag zu die­ser Ent­wick­lung geleis­tet.

Der neue Monats­re­kord zeigt des­halb auch, was ent­ste­hen kann, wenn Bür­ger und Unter­neh­men bereit sind, eige­nes Kapi­tal in die Ener­gie­wen­de zu inves­tie­ren.

 

IWR widerspricht Diskussion um Solarförderung

Das Inter­na­tio­na­le Wirt­schafts­fo­rum Rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien (IWR) weist im Zusam­men­hang mit dem Rekord auf ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis bei der EEG-Ver­gü­tung hin. Neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Wohn­ge­bäu­den erhal­ten der­zeit einen gesetz­li­chen Ver­gü­tungs­an­spruch von rund sie­ben Cent je ein­ge­speis­ter Kilo­watt­stun­de. Die­se sie­ben Cent ent­spre­chen jedoch nicht auto­ma­tisch einer staat­li­chen För­de­rung in glei­cher Höhe.

Der Solar­strom wird zunächst an der Strom­bör­se ver­mark­tet. Aus­ge­gli­chen wird über das EEG ledig­lich die Dif­fe­renz zwi­schen dem erziel­ten Bör­sen­er­lös und dem gesetz­li­chen Ver­gü­tungs­an­spruch. Liegt der Bör­sen­preis dar­über, ent­ste­hen für die­se Kilo­watt­stun­de kei­ne ent­spre­chen­den EEG-Dif­fe­renz­kos­ten.

 

Alte Anlagen verursachen höhere Kosten

Ein erheb­li­cher Teil der heu­ti­gen EEG-Dif­fe­renz­kos­ten geht viel­mehr auf älte­re Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen zurück. Ins­be­son­de­re für Anla­gen aus den Jah­ren 2010 bis 2013 gel­ten auf­grund der damals wesent­lich höhe­ren Inves­ti­ti­ons­kos­ten noch Ver­gü­tungs­sät­ze von teil­wei­se 30 bis über 40 Cent je Kilo­watt­stun­de.

Die­se Ansprü­che lau­fen nach jeweils 20 Jah­ren schritt­wei­se aus. Die Kos­ten die­ser Alt­ver­trä­ge wer­den daher in den kom­men­den Jah­ren unab­hän­gig davon sin­ken, wel­che Ver­gü­tung neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen erhal­ten.

 

Fazit von PV-Navi

Zwölf Mil­li­ar­den Kilo­watt­stun­den Solar­strom in nur einem Monat sind ein beein­dru­cken­der Beleg dafür, was die Pho­to­vol­ta­ik inzwi­schen für unse­re Strom­ver­sor­gung leis­tet. Die­sen Erfolg haben Mil­lio­nen Men­schen und Unter­neh­men mit ihren Inves­ti­tio­nen ermög­licht. Gera­de des­halb wäre es aus Sicht von PV-Navi das fal­sche Signal, aus­ge­rech­net jetzt neue Unsi­cher­hei­ten für zukünf­ti­ge Inves­to­ren zu schaf­fen. Wer möch­te, dass Bür­ger und Unter­neh­men wei­ter­hin eige­nes Geld in die Ener­gie­wen­de inves­tie­ren, soll­te ihnen ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen bie­ten – und einen erfolg­rei­chen Weg nicht aus­ge­rech­net dann infra­ge stel­len, wenn er neue Rekor­de erreicht.

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Quel­le für Bild und Text:
IWR-Pres­se­mit­tei­lung bei Solarbranche.de

Inter­na­tio­na­les Wirt­schafts­fo­rum Rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien (IWR):
Neu­es Solar-All­zeit­hoch in Deutsch­land: Erst­mals 12 Mil­li­ar­den kWh Solar­strom in einem Monat 

Foto: PV-Navi/ChatGPT (KI-gene­riert)

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