Zwei Drittel der Haushalte wollen die Energiewende selbst voranbringen

Datum: 29. Oktober 2026
Wohngebäude mit Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer zusätzlichen Solaranlage am Balkon.

Die Ener­gie­wen­de wird in Deutsch­land nicht nur von Poli­tik und Unter­neh­men gestal­tet. Mil­lio­nen Men­schen möch­ten selbst etwas dazu bei­tra­gen. Das zeigt das aktu­el­le KfW-Ener­gie­wen­de­ba­ro­me­ter 2026. Danach sind inzwi­schen 66 Pro­zent der deut­schen Haus­hal­te bereit, sich aktiv an der Ener­gie­wen­de zu betei­li­gen. Im Vor­jahr waren es noch 59 Pro­zent. Gleich­zei­tig nut­zen bereits rund 14 Mil­lio­nen Haus­hal­te min­des­tens eine kli­ma­freund­li­che Ener­gie­tech­no­lo­gie. Beson­ders Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Elek­tro­au­tos gewin­nen an Bedeu­tung. Die Zah­len machen deut­lich: Trotz kon­tro­ver­ser Debat­ten über Kos­ten und poli­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen wächst die Bereit­schaft, die Ener­gie­ver­sor­gung im eige­nen All­tag zu ver­än­dern.

 

Immer mehr Menschen wollen selbst aktiv werden

Für das KfW-Ener­gie­wen­de­ba­ro­me­ter 2026 wur­den zwi­schen Dezem­ber 2025 und April 2026 mehr als 4.300 Haus­hal­te in Deutsch­land reprä­sen­ta­tiv befragt. Das Ergeb­nis ist bemer­kens­wert: 66 Pro­zent der Haus­hal­te möch­ten selbst zur Ener­gie­wen­de bei­tra­gen. Damit ist die Bereit­schaft gegen­über dem Vor­jahr um sie­ben Pro­zent­punk­te gestie­gen.

Auch die grund­sätz­li­che Bedeu­tung des Kli­ma­schut­zes bleibt hoch. 84 Pro­zent der befrag­ten Haus­hal­te hal­ten ihn für wich­tig oder sehr wich­tig.

 

14 Millionen Haushalte nutzen bereits Energiewendetechnologien

Die wach­sen­de Bereit­schaft zeigt sich auch in kon­kre­ten Inves­ti­tio­nen. Nach Anga­ben der KfW nut­zen inzwi­schen rund 14 Mil­lio­nen Haus­hal­te min­des­tens eine Ener­gie­wen­de­tech­no­lo­gie. Das ent­spricht 34 Pro­zent aller Haus­hal­te.

Inner­halb eines Jah­res kamen etwa 1,1 Mil­lio­nen Haus­hal­te hin­zu. Beson­ders dyna­misch ent­wi­ckel­ten sich Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Haus­dä­chern und Elek­tro­au­tos. Auch beim Strom­be­zug gibt es Fort­schrit­te: 53 Pro­zent der Haus­hal­te haben inzwi­schen Zugang zu grü­nem Strom. Im Vor­jahr waren es 47 Pro­zent.

 

Noch können nicht alle gleichermaßen mitmachen

Die Unter­su­chung zeigt aller­dings auch deut­li­che Unter­schie­de. Wäh­rend im ein­kom­mens­stärks­ten Vier­tel der Haus­hal­te bereits 51 Pro­zent eine Ener­gie­wen­de­tech­no­lo­gie nut­zen, sind es im ein­kom­mens­schwächs­ten Vier­tel nur 20 Pro­zent. Auch die Wohn­si­tua­ti­on spielt eine gro­ße Rol­le. In selbst genutz­ten Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern liegt die Nut­zungs­quo­te bei 59 Pro­zent, in Miet­woh­nun­gen dage­gen ledig­lich bei 15 Pro­zent.

Damit wird deut­lich, dass die Ener­gie­wen­de nicht allein eine Fra­ge der per­sön­li­chen Bereit­schaft ist. Auch finan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten, pas­sen­de För­der­an­ge­bo­te und die Wohn­ver­hält­nis­se ent­schei­den dar­über, wer mit­ma­chen kann.

 

Photovoltaik macht die Energiewende sichtbar

Gera­de die Pho­to­vol­ta­ik zeigt, wie sich die Ener­gie­ver­sor­gung ver­än­dert. Solar­an­la­gen auf Haus­dä­chern und zuneh­mend auch an Bal­ko­nen ermög­li­chen es vie­len Men­schen, selbst Strom zu erzeu­gen. Die Ergeb­nis­se der KfW zei­gen, dass sol­che Tech­no­lo­gien längst im All­tag ange­kom­men sind. Gleich­zei­tig bleibt viel Poten­zi­al, ins­be­son­de­re bei Miet­woh­nun­gen und Haus­hal­ten mit gerin­ge­ren Ein­kom­men.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Die Ener­gie­wen­de erhält Rücken­wind aus der Bevöl­ke­rung. Beson­ders erfreu­lich ist, dass die Bereit­schaft zum eige­nen Han­deln wie­der deut­lich zunimmt. Die Her­aus­for­de­rung besteht nun dar­in, mög­lichst vie­len Men­schen eine Betei­li­gung zu ermög­li­chen – unab­hän­gig von Ein­kom­men oder Wohn­si­tua­ti­on. Denn je mehr Men­schen selbst Teil der Ener­gie­wen­de wer­den kön­nen, des­to stär­ker wird ihre gesell­schaft­li­che Grund­la­ge.

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Quel­len

 

Foto: Eige­nes Bild­ma­te­ri­al / PV-Navi

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