Diese Ente hat Sonne im Gefieder

Datum: 2. November 2026
Farbenfrohes Enten-Kunstwerk auf Solarmodulen an der Fassade des Unternehmens Nuhma im belgischen Hasselt.

Der Novem­ber gilt nicht gera­de als der far­ben­frohs­te Monat des Jah­res. Da kommt eine Geschich­te aus Bel­gi­en gera­de recht, die ein biss­chen Licht, Far­be und gute Lau­ne in die dunk­le­re Jah­res­zeit bringt. Denn dort hängt eine Ente an einer Haus­fas­sa­de, die nicht nur kun­ter­bunt aus­sieht, son­dern auch noch Solar­strom erzeugt. Was auf den ers­ten Blick wie ein unge­wöhn­li­ches Wand­bild wirkt, besteht tat­säch­lich aus funk­tio­nie­ren­den Pho­to­vol­ta­ik­mo­du­len. Gestal­tet wur­de das Kunst­werk von der Künst­le­rin Nele Bij­nens, tech­nisch umge­setzt vom bel­gi­schen Solar­un­ter­neh­men SOLTECH. Ein schö­nes Bei­spiel dafür, wie viel Fan­ta­sie in der Ener­gie­wen­de steckt.

 

Eine Ente zum 25. Geburtstag

Anlass für das außer­ge­wöhn­li­che Fas­sa­den­kunst­werk war das 25-jäh­ri­ge Bestehen des bel­gi­schen Unter­neh­mens Nuh­ma im Jahr 2025. Das Unter­neh­men enga­giert sich in der Pro­vinz Lim­burg für Ener­gie- und Kli­ma­pro­jek­te und woll­te sein Jubi­lä­um mit einem beson­de­ren sicht­ba­ren Zei­chen fei­ern. Die Inspi­ra­ti­on lie­fer­te ein bereits vor­han­de­nes Kunst­werk: „The Fly­ing Duck­man“ des bel­gi­schen Künst­lers Piet Stock­mans. Eine Por­zel­lan­en­te aus die­ser Werk­rei­he befin­det sich im Emp­fangs­be­reich von Nuh­ma.

Die Künst­le­rin Nele Bij­nens aus Has­selt ent­wi­ckel­te dar­aus eine eige­ne, moder­ne Inter­pre­ta­ti­on. Kräf­ti­ge Far­ben und dyna­mi­sche Lini­en prä­gen ihre Dar­stel­lung. Die Lini­en erin­nern zugleich an den Ver­lauf regio­na­ler Flüs­se wie Demer und Jeker. Damit ver­bin­det das Motiv Kunst, regio­na­le Iden­ti­tät und erneu­er­ba­re Ener­gie.

Die Geschich­te des Kunst­werks begann bereits Anfang 2024. Damals wur­de Nele Bij­nens ein­ge­la­den, eine eige­ne Inter­pre­ta­ti­on der berühm­ten Gum­mi­en­te „The Fly­ing Duck­man“ von Piet Stock­mans zu ent­wi­ckeln. Nuh­ma hat­te eine sol­che Ente zuvor bei einer Wohl­tä­tig­keits­auk­ti­on erwor­ben. Von Anfang an war vor­ge­se­hen, das neue Kunst­mo­tiv auch für gebäu­de­inte­grier­te Solar­mo­du­le an den Fas­sa­den des Unter­neh­mens anzu­pas­sen.

 

Hinter der bunten Oberfläche steckt Photovoltaik

Für die tech­ni­sche Umset­zung ent­wi­ckel­te SOLTECH zwei maß­ge­fer­tig­te Solar­mo­du­le. Das Kunst­mo­tiv wur­de mit­hil­fe einer spe­zi­el­len Foli­en­tech­no­lo­gie direkt in die Gestal­tung der Modu­le inte­griert. Das Ent­schei­den­de: Die Modu­le sind nicht nur deko­ra­tiv, son­dern erzeu­gen tat­säch­lich elek­tri­sche Ener­gie. Die Ente ist also gleich­zei­tig Fas­sa­den­schmuck und Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge.

Gera­de dar­in liegt die Beson­der­heit. Wäh­rend klas­si­sche Solar­mo­du­le meist durch ihre dunk­le Ober­flä­che erkenn­bar sind, eröff­net die indi­vi­du­el­le Gestal­tung neue Mög­lich­kei­ten für Archi­tek­tur und öffent­li­che Räu­me. Solar­tech­nik kann sicht­bar sein, ohne dabei immer gleich aus­zu­se­hen.

Eine kon­kre­te Leis­tung oder ein jähr­li­cher Strom­ertrag der bei­den Modu­le wird in der Pro­jekt­be­schrei­bung nicht genannt. Im Mit­tel­punkt steht hier vor allem die gelun­ge­ne Ver­bin­dung von Funk­ti­on und Gestal­tung.

 

Solare Kunst darf auch Spaß machen

Das fer­ti­ge Kunst­werk wur­de an der wei­ßen Fas­sa­de von Nuh­ma ange­bracht. Dort bil­det die far­ben­fro­he Ente einen auf­fäl­li­gen Kon­trast zum Gebäu­de. Das Pro­jekt zeigt, wie Pho­to­vol­ta­ik auch Geschich­ten erzäh­len kann. Die Ente erin­nert an die künst­le­ri­sche Tra­di­ti­on der Regi­on, steht für das Enga­ge­ment des Unter­neh­mens und pro­du­ziert neben­bei erneu­er­ba­ren Strom.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Pho­to­vol­ta­ik muss nicht immer nur tech­nisch und zweck­mä­ßig aus­se­hen. Die bel­gi­sche Solar-Ente zeigt, dass Solar­mo­du­le auch zu indi­vi­du­el­len Kunst­wer­ken wer­den kön­nen. Sol­che Bei­spie­le machen die Ener­gie­wen­de sym­pa­thisch, wecken Neu­gier und eröff­nen neue gestal­te­ri­sche Mög­lich­kei­ten. Und ganz neben­bei beweist die­se Ente: Auch mit einem unge­wöhn­li­chen Feder­kleid lässt sich Son­nen­en­er­gie ern­ten.

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Quel­le für Bild und Text

Bild: Bild­quel­le: TV Lim­burg (TVL), Screen­shot aus dem Fern­seh­bei­trag über die Solar-Ente in Has­selt

 

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