Wenn Kunst die Sonne einfängt und nachts zum Leuchten bringt

Datum: 14. Oktober 2026
Farbenfrohe, sechseckige Solarskulptur Hexalumina in Dallas mit verzweigter Tragkonstruktion und lichtdurchlässigen Dachelementen.

Kann ein Kunst­werk gleich­zei­tig ein klei­nes Solar­kraft­werk sein? In Dal­las im US-Bun­des­staat Texas zeigt eine außer­ge­wöhn­li­che Instal­la­ti­on, wie das aus­se­hen kann. „Hex­al­u­mi­na“ erin­nert an eine futu­ris­ti­sche Baum­kro­ne, besteht aus zahl­rei­chen sechs­ecki­gen Ele­men­ten und nutzt Son­nen­licht gleich auf zwei Arten: Tags­über erzeu­gen inte­grier­te Solar­zel­len elek­tri­sche Ener­gie, nachts lässt die­se Ener­gie das Kunst­werk leuch­ten. Die 2026 fer­tig­ge­stell­te Skulp­tur der Künst­le­rin Anaisa Fran­co gehört zur öffent­li­chen Kunst­samm­lung der Stadt Dal­las. Sie ist ein schö­nes Bei­spiel dafür, dass Pho­to­vol­ta­ik nicht immer wie eine klas­si­sche Solar­an­la­ge aus­se­hen muss.

 

Eine Baumkrone aus Stahl, Farbe und Solarzellen

Das Kunst­werk steht am Sin­ging Hills Recrea­ti­on Cen­ter in Dal­las. Sei­ne Form ist von Bäu­men und natür­li­chen Struk­tu­ren inspi­riert. Schlan­ke, ver­zweig­te Stüt­zen tra­gen eine aus­la­den­de Kon­struk­ti­on aus sechs­ecki­gen Ele­men­ten. Rosa getön­te, teil­wei­se trans­pa­ren­te Poly­car­bo­nat­plat­ten sor­gen gemein­sam mit den Metall­struk­tu­ren für ein beson­de­res Spiel aus Licht, Far­be und Schat­ten.

Mit einer Grund­flä­che von unge­fähr 8,2 mal 8,8 Metern und einer Höhe von rund 4,3 Metern ist „Hex­al­u­mi­na“ deut­lich mehr als ein deko­ra­ti­ves Objekt. Die Instal­la­ti­on schafft einen Ort, an dem Men­schen zusam­men­kom­men, ver­wei­len und die Ver­bin­dung zwi­schen Kunst und erneu­er­ba­rer Ener­gie unmit­tel­bar erle­ben kön­nen.

 

Solarzellen, die Teil des Kunstwerks sind

Das tech­ni­sche Herz­stück bil­den orga­ni­sche Pho­to­vol­ta­ik­zel­len, kurz OPV. Anders als her­kömm­li­che kris­tal­li­ne Solar­mo­du­le las­sen sich sol­che Solar­zel­len in beson­de­re gestal­te­ri­sche Kon­zep­te inte­grie­ren.

Bei „Hex­al­u­mi­na“ sind sie Bestand­teil der sechs­ecki­gen Dach­struk­tur. Sie sam­meln tags­über Son­nen­en­er­gie, die für die Beleuch­tung der Skulp­tur nach Ein­bruch der Dun­kel­heit genutzt wird. So ver­än­dert sich die Wir­kung des Kunst­werks im Tages­ver­lauf: Am Tag spie­len Son­nen­licht und far­bi­ge Mate­ria­li­en die Haupt­rol­le, nachts über­nimmt die inte­grier­te LED-Beleuch­tung.

Die orga­ni­sche Pho­to­vol­ta­ik­tech­nik stammt von ASCA, die far­bi­gen Poly­car­bo­nat­plat­ten von der Exolon Group. Für Fer­ti­gung und Instal­la­ti­on war Curious Form ver­ant­wort­lich.

 

Ein Kunstwerk für die Öffentlichkeit

„Hex­al­u­mi­na“ wur­de für die öffent­li­che Kunst­samm­lung der Stadt Dal­las geschaf­fen und im Som­mer 2026 instal­liert. Es ist als dau­er­haf­te Instal­la­ti­on vor­ge­se­hen.

Das Beson­de­re ist dabei nicht die Men­ge des erzeug­ten Stroms. Eine kon­kre­te elek­tri­sche Leis­tung wird in den ver­öf­fent­lich­ten Pro­jekt­in­for­ma­tio­nen nicht genannt. Ent­schei­dend ist viel­mehr die Idee, Solar­ener­gie sicht­bar, erleb­bar und ästhe­tisch inter­es­sant zu machen.

Damit zeigt das Pro­jekt eine wei­te­re Mög­lich­keit, Pho­to­vol­ta­ik in unse­ren All­tag ein­zu­bin­den: Nicht nur auf Dächern oder Fas­sa­den, son­dern auch als eigen­stän­di­ges Gestal­tungs­ele­ment im öffent­li­chen Raum.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

„Hex­al­u­mi­na“ beweist auf unge­wöhn­lich schö­ne Wei­se, wie viel­sei­tig Pho­to­vol­ta­ik ein­ge­setzt wer­den kann. Hier geht es nicht um mög­lichst hohe Strom­erträ­ge, son­dern um Krea­ti­vi­tät, Lebens­qua­li­tät und die Freu­de an erneu­er­ba­rer Ener­gie. Sol­che Pro­jek­te kön­nen Men­schen für Solar­tech­nik begeis­tern, die sich sonst viel­leicht kaum damit beschäf­ti­gen. Und manch­mal beginnt die Begeis­te­rung für die Ener­gie­wen­de eben mit einem Kunst­werk, das nachts leuch­tet.

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Quel­le für Bild und Text:

Foto: Hex­aL­u­mi­na : Ein Kunst­werk im Zusam­men­spiel aus Licht, Far­be und Ener­gie. Hex­aL­u­mi­na – An art­work brin­ging tog­e­ther light, color and ener­gy.
Copy­right Anaisa Fran­co

 

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