Kann ein Kunstwerk gleichzeitig ein kleines Solarkraftwerk sein? In Dallas im US-Bundesstaat Texas zeigt eine außergewöhnliche Installation, wie das aussehen kann. „Hexalumina“ erinnert an eine futuristische Baumkrone, besteht aus zahlreichen sechseckigen Elementen und nutzt Sonnenlicht gleich auf zwei Arten: Tagsüber erzeugen integrierte Solarzellen elektrische Energie, nachts lässt diese Energie das Kunstwerk leuchten. Die 2026 fertiggestellte Skulptur der Künstlerin Anaisa Franco gehört zur öffentlichen Kunstsammlung der Stadt Dallas. Sie ist ein schönes Beispiel dafür, dass Photovoltaik nicht immer wie eine klassische Solaranlage aussehen muss.
Eine Baumkrone aus Stahl, Farbe und Solarzellen
Das Kunstwerk steht am Singing Hills Recreation Center in Dallas. Seine Form ist von Bäumen und natürlichen Strukturen inspiriert. Schlanke, verzweigte Stützen tragen eine ausladende Konstruktion aus sechseckigen Elementen. Rosa getönte, teilweise transparente Polycarbonatplatten sorgen gemeinsam mit den Metallstrukturen für ein besonderes Spiel aus Licht, Farbe und Schatten.
Mit einer Grundfläche von ungefähr 8,2 mal 8,8 Metern und einer Höhe von rund 4,3 Metern ist „Hexalumina“ deutlich mehr als ein dekoratives Objekt. Die Installation schafft einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, verweilen und die Verbindung zwischen Kunst und erneuerbarer Energie unmittelbar erleben können.
Solarzellen, die Teil des Kunstwerks sind
Das technische Herzstück bilden organische Photovoltaikzellen, kurz OPV. Anders als herkömmliche kristalline Solarmodule lassen sich solche Solarzellen in besondere gestalterische Konzepte integrieren.
Bei „Hexalumina“ sind sie Bestandteil der sechseckigen Dachstruktur. Sie sammeln tagsüber Sonnenenergie, die für die Beleuchtung der Skulptur nach Einbruch der Dunkelheit genutzt wird. So verändert sich die Wirkung des Kunstwerks im Tagesverlauf: Am Tag spielen Sonnenlicht und farbige Materialien die Hauptrolle, nachts übernimmt die integrierte LED-Beleuchtung.
Die organische Photovoltaiktechnik stammt von ASCA, die farbigen Polycarbonatplatten von der Exolon Group. Für Fertigung und Installation war Curious Form verantwortlich.
Ein Kunstwerk für die Öffentlichkeit
„Hexalumina“ wurde für die öffentliche Kunstsammlung der Stadt Dallas geschaffen und im Sommer 2026 installiert. Es ist als dauerhafte Installation vorgesehen.
Das Besondere ist dabei nicht die Menge des erzeugten Stroms. Eine konkrete elektrische Leistung wird in den veröffentlichten Projektinformationen nicht genannt. Entscheidend ist vielmehr die Idee, Solarenergie sichtbar, erlebbar und ästhetisch interessant zu machen.
Damit zeigt das Projekt eine weitere Möglichkeit, Photovoltaik in unseren Alltag einzubinden: Nicht nur auf Dächern oder Fassaden, sondern auch als eigenständiges Gestaltungselement im öffentlichen Raum.
Fazit aus der Sicht von PV-Navi
„Hexalumina“ beweist auf ungewöhnlich schöne Weise, wie vielseitig Photovoltaik eingesetzt werden kann. Hier geht es nicht um möglichst hohe Stromerträge, sondern um Kreativität, Lebensqualität und die Freude an erneuerbarer Energie. Solche Projekte können Menschen für Solartechnik begeistern, die sich sonst vielleicht kaum damit beschäftigen. Und manchmal beginnt die Begeisterung für die Energiewende eben mit einem Kunstwerk, das nachts leuchtet.
___________________
Quelle für Bild und Text:
Foto: HexaLumina : Ein Kunstwerk im Zusammenspiel aus Licht, Farbe und Energie. HexaLumina – An artwork bringing together light, color and energy.
Copyright Anaisa Franco
Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie auch in unserem PV-Navi-ABC unter Solarkunst / Solare Kunst
___________________
Anmerkung:
Als Informationsdrehscheibe zu allen Bereichen rund um die Themen Photovoltaik und Energiewende hat PV-Navi Informationen aus vielen tausend Quellen zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet.
Neben den täglichen NEWS finden Sie auf dieser Domain auch viele Informationen zu gewerblichen Anbietern, Veranstaltungen, Förderungen, besonderen Akteuren, Infoquellen, das PV-Navi-ABC und vieles mehr.