Nach der gestrigen erfreulichen Nachricht über die niedrigeren Energiekosten von Elektroautos folgt heute gleich die nächste positive Entwicklung: Auch das öffentliche Ladenetz in Deutschland wird dichter. Der neue Ladesäulenatlas 2026 zeigt einen deutlichen Zuwachs an Ladepunkten. Besonders interessant ist dabei, dass nicht nur die großen Metropolen vorankommen. Auch kleinere Städte und ländliche Regionen melden teilweise beachtliche Fortschritte. Allerdings offenbart der Atlas weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen. Die gute Nachricht lautet deshalb nicht, dass die Ladeinfrastruktur bereits überall ausreicht, sondern dass der Ausbau sichtbar voranschreitet und damit eine wichtige Voraussetzung für mehr Elektromobilität geschaffen wird.
Mehr als 209.000 öffentliche Ladepunkte
Für den Ladesäulenatlas 2026 hat das Hamburger Energieunternehmen 1KOMMA5° Daten der Bundesnetzagentur ausgewertet. Demnach waren zum 1. September 2026 insgesamt 209.136 öffentliche Ladepunkte erfasst, darunter 150.316 Normal- und 58.820 Schnellladepunkte. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Zuwachs von rund 24 Prozent.
Dabei ist zwischen Ladesäulen und Ladepunkten zu unterscheiden: Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte besitzen und damit unter Umständen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig versorgen.
Stuttgart vorn, Schwabach wächst besonders schnell
Unter den 107 kreisfreien Städten liegt Stuttgart mit 2.107 Ladepunkten je 100 Quadratkilometer an der Spitze. Es folgen Regensburg mit 1.452 und München mit 1.179 Ladepunkten. München gehört damit erstmals zu den drei führenden Städten.
Den stärksten prozentualen Zuwachs unter den kreisfreien Städten verzeichnet Schwabach in Bayern mit 112 Prozent. Das zeigt, dass auch abseits der großen Ballungsräume viel Bewegung möglich ist. Allerdings sind hohe Wachstumsraten bei einem niedrigen Ausgangsniveau leichter zu erreichen.
Auf dem Land bleibt noch einiges zu tun
Bei den Landkreisen übernimmt Mettmann in Nordrhein-Westfalen mit 344 Ladepunkten je 100 Quadratkilometer die Führung. Besonders stark wuchs die Zahl der Ladepunkte im Landkreis Wesermarsch. Die Prignitz in Brandenburg bleibt dagegen mit nur 3,5 Ladepunkten je 100 Quadratkilometer Schlusslicht.
Die Zahlen verdeutlichen, dass der Ausbau regional sehr unterschiedlich verläuft. Zudem beschreibt die Ladepunktdichte pro Fläche nicht allein, wie gut die Menschen tatsächlich versorgt sind. Dafür spielen auch Bevölkerungszahl, Verkehrsaufkommen, Ladeleistung und Erreichbarkeit eine Rolle.
Öffentliche Ladesäulen und private Wallboxen ergänzen sich
Wo öffentliche Ladepunkte fehlen, kann das Laden zu Hause eine wichtige Ergänzung sein. Besonders interessant ist die Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Sie ermöglicht es, selbst erzeugten Solarstrom für das Elektroauto zu nutzen und die laufenden Energiekosten weiter zu senken. Allerdings steht diese Möglichkeit nicht allen Autofahrern zur Verfügung.
Fazit aus der Sicht von PV-Navi
Der Ladesäulenatlas 2026 liefert ein weiteres positives Signal für die Elektromobilität. Mehr öffentliche Ladepunkte erleichtern den Umstieg auf elektrische Fahrzeuge. Entscheidend bleibt, dass der Ausbau auch dort vorankommt, wo das Angebot bislang dünn ist. Zusammen mit privaten Wallboxen und Photovoltaik entsteht so Schritt für Schritt eine Ladeinfrastruktur, die klimafreundliche Mobilität im Alltag einfacher und attraktiver macht.
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Quellen:
Foto: PV-Navi/ChatGPT (KI-generiert)
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Anmerkung:
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