Ein Solarpark mit mehr als einem Gigawatt Leistung: In Rumänien ist das Großprojekt Dama Solar seinem Baustart einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Die rumänische Energieregulierungsbehörde ANRE hat die erforderliche Errichtungsgenehmigung für das Projekt im Kreis Arad im Nordwesten des Landes erteilt. Dama Solar soll auf eine installierte Leistung von rund 1,2 Gigawatt kommen und nach seiner Fertigstellung laut Projektentwickler Rezolv Energy der größte Solarpark Europas sein. Die erwartete Stromproduktion soll rechnerisch ausreichen, um den Verbrauch von mehr als 280.000 Haushalten beziehungsweise annähernd einer Million Menschen zu decken.
Mehr als 1.000 Hektar für Solarenergie
Der Solarpark soll bei Pilu und Grăniceri nahe der ungarischen Grenze entstehen. Für das Projekt ist eine Fläche von rund 1.064 Hektar vorgesehen. Je nach Projektangabe wird die Spitzenleistung mit etwa 1,2 bis 1,24 GW angegeben. Der Standort liegt zudem in der Nähe des rumänischen 400-kV-Übertragungsnetzes und möglicher Verbindungen Richtung Ungarn.
Das Projekt soll nicht nur große Mengen erneuerbaren Strom liefern. Rezolv Energy rechnet nach eigenen Angaben mit mehr als 500 neuen Arbeitsplätzen in den kommenden drei Jahren. Der erzeugte Strom soll unter anderem über langfristige Stromlieferverträge an Gewerbe- und Industriekunden verkauft werden.
Auch ein großer Batteriespeicher ist vorgesehen
Besonders interessant für die Energiewende ist, dass Dama Solar nicht zwingend bei der reinen Stromerzeugung bleiben soll. Der Projektentwickler prüft zusätzlich die Integration eines großen Batteriespeichers. Damit könnte ein Teil des Solarstroms gespeichert und zeitversetzt in das Stromnetz eingespeist werden.
Für einen Solarpark dieser Größenordnung wird die Kombination aus Erzeugung, Netzanschluss und Flexibilität besonders wichtig. Denn je größer der Anteil wetterabhängiger Stromerzeugung wird, desto wichtiger werden Speicher, leistungsfähige Stromnetze und flexible Verbraucher.
Fazit aus der Sicht von PV-Navi
1,2 Gigawatt Photovoltaik an einem einzigen Standort zeigen, welche Dimension der europäische Solarausbau inzwischen erreicht. Entscheidend wird aber nicht allein die Größe sein. Ein solches Kraftwerk muss sinnvoll in das Energiesystem integriert werden und sein Strom dort ankommen, wo er gebraucht wird. Dass bei Dama Solar auch ein Batteriespeicher vorgesehen ist, weist deshalb in die richtige Richtung. Noch steht der Solarpark allerdings nicht. Die Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein, jetzt muss aus dem gewaltigen Projekt auf dem Papier auch tatsächlich ein Solarpark werden.
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Quelle: Rezolv Energy – Dama Solar sowie aktuelle Berichte zur Errichtungsgenehmigung durch die rumänische Energieregulierungsbehörde ANRE.
Euronews – Bericht zum Dama-Solarpark in Rumänien
Bild: So könnte Dama Solar aussehen / PV-Navi/ChatGPT (KI-generiert)
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