Solarfassade Winterthur: 330 Module machen die Fabrikwand zum Kraftwerk

Datum: 3. September 2026
Detailansicht der Photovoltaikfassade am Gewerbegebäude Fahrwerk in Winterthur mit senkrecht montierten Solarmodulen.

„Die Wand pro­du­ziert mit“ – so beschreibt Autorin Car­men Bern­hard in einer aktu­el­len CKW-Sto­ry ein außer­ge­wöhn­li­ches Pho­to­vol­ta­ik­pro­jekt im schwei­ze­ri­schen Win­ter­thur. Beim Gewer­be­neu­bau „Fahr­werk“ kommt der Solar­strom näm­lich nicht nur vom Dach. Auch die Fas­sa­de wur­de zur Ener­gie­quel­le: 330 senk­recht mon­tier­te Pho­to­vol­ta­ik­mo­du­le mit ins­ge­samt 125 kWp Leis­tung sind direkt in die Gebäu­de­hül­le inte­griert. Hin­zu kom­men 700 Modu­le mit 308 kWp auf dem Dach. Damit nutzt das Gewer­be­ge­bäu­de zwei sehr unter­schied­li­che Flä­chen für die Strom­pro­duk­ti­on und zeigt, wel­ches Poten­zi­al bis­lang weit­ge­hend unge­nutz­te Fas­sa­den für die Ener­gie­wen­de bie­ten.

 

Wenn die Wintersonne zum Vorteil wird

Ver­ti­ka­le Pho­to­vol­ta­ik hat einen beson­de­ren Vor­teil: Im Win­ter steht die Son­ne nied­ri­ger und trifft senk­rech­te Modu­le güns­ti­ger als im Som­mer. Dadurch ergänzt die Solar­fas­sa­de die Dach­an­la­ge gera­de in Mona­ten, in denen deren Erträ­ge gerin­ger aus­fal­len. Gleich­zei­tig wird die Erzeu­gung über das Jahr gleich­mä­ßi­ger ver­teilt.

 

Die Fassade musste einiges können

Die Umset­zung war tech­nisch anspruchs­voll. Wegen der nahe­ge­le­ge­nen Bahn­stre­cke muss­ten blen­dar­me Modu­le ein­ge­setzt wer­den. Gleich­zei­tig waren Brand­schutz, Hin­ter­lüf­tung und die Inte­gra­ti­on in die Archi­tek­tur zu berück­sich­ti­gen. Der erzeug­te Solar­strom wird über einen Zusam­men­schluss zum Eigen­ver­brauch direkt unter den Mie­tern des Gewer­be­ge­bäu­des ver­teilt.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Dächer sind längst nicht die ein­zi­gen Flä­chen, die Solar­strom lie­fern kön­nen. Gera­de Gewer­be und Indus­trie­bau­ten ver­fü­gen über rie­si­ge Fas­sa­den, die bis­her ener­ge­tisch weit­ge­hend unge­nutzt blei­ben. Das Fahr­werk in Win­ter­thur zeigt, wie Dach und Wand zu einem gemein­sa­men Solar­kraft­werk wer­den kön­nen. Beson­ders der zusätz­li­che Win­ter­er­trag macht Fas­sa­den Pho­to­vol­ta­ik zu einer span­nen­den Ergän­zung der klas­si­schen Dach­an­la­ge.

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Quel­le für Text und Bild: CKW AG, Luzern

Hier kom­men Sie zum gesam­ten Arti­kel von Car­men Bern­hard:
Die Wand pro­du­ziert mit: Strom von der Fas­sa­de im Fahr­werk Win­ter­thur

Foto: Phil­ipp Schmid­li / CKW AG

 

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Quel­le: CKW, „Die Wand pro­du­ziert mit: Strom von der Fas­sa­de im Fahr­werk Win­ter­thur“, 1. Juli 2026

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