Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung: Solarstrom vom Dach für alle im Haus

Datum: 23. August 2026
Photovoltaikanlage auf einem Mehrfamilienhaus verteilt gemeinsam erzeugten Solarstrom auf verschiedene Wohnungen und Bewohner.

Pho­to­vol­ta­ik auf Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern kann weit mehr leis­ten, als Solar­strom ins öffent­li­che Netz ein­zu­spei­sen. Neben dem klas­si­schen Mie­ter­strom­mo­dell gibt es mit der gemein­schaft­li­chen Gebäu­de­ver­sor­gung eine ein­fa­che­re Alter­na­ti­ve: Die Bewoh­ner nut­zen gemein­sam den Solar­strom vom Dach, behal­ten für ihren zusätz­li­chen Strom­be­darf aber ihren eige­nen Strom­an­bie­ter. Der erzeug­te Solar­strom wird nach einem fest­ge­leg­ten Schlüs­sel auf die teil­neh­men­den Haus­hal­te ver­teilt. Reicht die Son­nen­en­er­gie nicht aus, wird der wei­te­re Bedarf über den jeweils eige­nen Strom­ver­trag gedeckt. Damit wird Solar­strom vom Mehr­fa­mi­li­en­haus deut­lich ein­fa­cher gemein­schaft­lich nutz­bar.

 

Solarstrom teilen statt nur einspeisen

Die gemein­schaft­li­che Gebäu­de­ver­sor­gung wur­de mit dem Solar­pa­ket I ein­ge­führt. Anders als beim klas­si­schen Mie­ter­strom muss der Betrei­ber der Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge nicht gleich­zei­tig die voll­stän­di­ge Strom­ver­sor­gung der Bewoh­ner über­neh­men. Jeder Teil­neh­mer behält sei­nen bis­he­ri­gen Strom­lie­fer­ver­trag für den zusätz­lich benö­tig­ten Strom. Vor­aus­set­zung sind unter ande­rem ent­spre­chen­de Mess­sys­te­me, die Erzeu­gung und Ver­brauch vier­tel­stun­den­ge­nau erfas­sen.

 

Mehrfamilienhäuser werden zu kleinen Kraftwerken

Gera­de auf grö­ße­ren Wohn­ge­bäu­den tref­fen geeig­ne­te Dach­flä­chen auf vie­le Ver­brau­cher. Wird der Solar­strom direkt dort genutzt, wo er ent­steht, kön­nen Bewoh­ner stär­ker an der Ener­gie­wen­de betei­ligt wer­den. Beson­ders inter­es­sant wird das Zusam­men­spiel mit wei­te­ren Ver­brau­chern wie Wär­me­pum­pen oder Elek­tro­au­tos. Über­schüs­si­ger Solar­strom kann wei­ter­hin ins öffent­li­che Netz ein­ge­speist und nach den gel­ten­den Regeln ver­gü­tet wer­den.

 

Fazit aus der Sicht von PV-Navi

Pho­to­vol­ta­ik darf nicht beim Eigen­heim enden. Die gemein­schaft­li­che Gebäu­de­ver­sor­gung eröff­net auch Mil­lio­nen Men­schen in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern die Mög­lich­keit, Solar­strom vom eige­nen Dach zu nut­zen. Wenn Eigen­tü­mer, Woh­nungs­wirt­schaft und Ener­gie­dienst­leis­ter sol­che Model­le kon­se­quent umset­zen, kön­nen bis­lang wenig genutz­te Dach­flä­chen zu einem wich­ti­gen Bau­stein der Ener­gie­wen­de wer­den.

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Quel­len: Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um zur gemein­schaft­li­chen Gebäu­de­ver­sor­gung und die
Bun­des­netz­agen­tur zu Solar­an­la­gen auf Mehr­par­tei­en­gebäu­den.

Bei­de beschrei­ben die Funk­ti­ons­wei­se und recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen direkt.

Foto: PV-Navi/ChatGPT (KI-gene­riert)

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