Stiftung Warentest bestätigt: Photovoltaik lohnt sich

Datum: 15. August 2026
Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus mit Sparschwein und Münzen als Symbol für die wirtschaftlichen Vorteile von selbst erzeugtem Solarstrom und langfristig niedrigere Stromkosten.

Eine eige­ne Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge kann sich auch 2026 wirt­schaft­lich loh­nen. Zu die­sem Ergeb­nis kommt die Stif­tung Waren­test in ihrer aktu­el­len Bewer­tung. Auf einem geeig­ne­ten Dach las­sen sich jähr­lich bis zu 1.000 Kilo­watt­stun­den Solar­strom je instal­lier­tem Kilo­watt Leis­tung erzeu­gen – unter opti­ma­len Bedin­gun­gen sogar noch etwas mehr. Umso bemer­kens­wer­ter ist die­se Ein­schät­zung ange­sichts der aktu­el­len poli­ti­schen Dis­kus­si­on über das Ende der fes­ten Ein­spei­se­ver­gü­tung für neue pri­va­te Solar­an­la­gen.

 

Eigenverbrauch spart Stromkosten

Ein wesent­li­cher wirt­schaft­li­cher Vor­teil einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge ent­steht durch den selbst ver­brauch­ten Solar­strom. Jede Kilo­watt­stun­de, die vom eige­nen Dach direkt im Haus­halt genutzt wird, muss nicht beim Ener­gie­ver­sor­ger gekauft wer­den.

Wie ren­ta­bel eine Anla­ge tat­säch­lich ist, hängt unter ande­rem von Anschaf­fungs­kos­ten, Strom­ertrag, Eigen­ver­brauch, Strom­prei­sen und Finan­zie­rung ab. Stif­tung Waren­test bie­tet des­halb einen eige­nen Solar­rech­ner an, mit dem Haus­ei­gen­tü­mer Kos­ten, Erträ­ge und Ren­di­te ihrer geplan­ten Anla­ge indi­vi­du­ell berech­nen kön­nen.

 

Bis zu 1.000 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung

Wie viel Strom eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge erzeugt, hängt vor allem von Stand­ort, Aus­rich­tung, Dach­nei­gung und mög­li­chen Ver­schat­tun­gen ab. Auf einem geeig­ne­ten Dach kön­nen nach Anga­ben der Stif­tung Waren­test jähr­lich bis zu 1.000 Kilo­watt­stun­den Solar­strom je Kilo­watt instal­lier­ter Leis­tung erzeugt wer­den.

Eine Anla­ge mit zehn Kilo­watt Leis­tung könn­te damit unter guten Bedin­gun­gen rund 10.000 Kilo­watt­stun­den Solar­strom im Jahr pro­du­zie­ren.

 

Bundesregierung plant grundlegende Änderung

Wäh­rend Stif­tung Waren­test wei­ter­hin wirt­schaft­li­che Chan­cen für pri­va­te Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen sieht, könn­ten sich die poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen schon bald deut­lich ver­än­dern.

Nach dem von der Bun­des­re­gie­rung beschlos­se­nen Ent­wurf zur Reform des Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Geset­zes soll für neu ange­schlos­se­ne pri­va­te Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen unter 25 Kilo­watt ab 2027 die lang­fris­tig garan­tier­te Ein­spei­se­ver­gü­tung ent­fal­len. Betrei­ber müss­ten ihren Solar­strom dann stär­ker selbst nut­zen oder am Strom­markt ver­mark­ten.

Stif­tung Waren­test weist dar­auf hin, dass Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen dadurch für vie­le Ver­brau­cher weni­ger plan­bar und mög­li­cher­wei­se auch weni­ger pro­fi­ta­bel wer­den könn­ten. Noch han­delt es sich aller­dings um einen Gesetz­ent­wurf. Bun­des­tag und Bun­des­rat müs­sen den Ände­run­gen erst zustim­men.

 

Planungssicherheit bleibt entscheidend

Gera­de pri­va­te Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen haben wesent­lich zum Erfolg der Ener­gie­wen­de bei­getra­gen. Haus­ei­gen­tü­mer inves­tie­ren eige­nes Kapi­tal und über­neh­men damit einen Teil der Finan­zie­rung des Umbaus unse­rer Ener­gie­ver­sor­gung.

Wer sol­che Inves­ti­tio­nen för­dern möch­te, muss des­halb nicht zwangs­läu­fig dau­er­haft hohe Ver­gü­tun­gen garan­tie­ren. Wich­tig sind aber ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, mit denen Anla­gen­be­trei­ber über vie­le Jah­re kal­ku­lie­ren kön­nen.

 

Fazit von PV-Navi

Wenn selbst eine unab­hän­gi­ge Ver­brau­cher­or­ga­ni­sa­ti­on wie die Stif­tung Waren­test wei­ter­hin fest­stellt, dass sich eine eige­ne Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge wirt­schaft­lich loh­nen kann, ist das ein star­kes Signal für Haus­ei­gen­tü­mer. Gleich­zei­tig soll­te die Poli­tik genau hin­schau­en, bevor sie bewähr­te Rah­men­be­din­gun­gen grund­le­gend ver­än­dert. Mil­lio­nen Bür­ger sind bereit, eige­nes Geld in die Ener­gie­wen­de zu inves­tie­ren. Die­se Bereit­schaft soll­te man nut­zen und för­dern – und nicht durch immer neue Unsi­cher­hei­ten aufs Spiel set­zen.

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Quel­le für Bild und Text: Stif­tung Waren­test:
Pho­to­vol­ta­ik 2026 – Noch lohnt sich die eige­ne Solar­an­la­ge

Foto: PV-Navi/ChatGPT (KI-gene­riert)

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