Freiburg im Breisgau, Ludwigsburg, der Landkreis Calw und Denzlingen wollen bereits 2035 klimaneutral sein. Dabei setzen sie nicht auf eine einzelne Technologie, sondern auf einen Mix aus Photovoltaik, Wärmepumpen, Gebäudesanierung, Batteriespeichern und neuen Mobilitätskonzepten. Mehr als 60 Maßnahmen sind im Rahmen eines Förderprojekts des Landes Baden-Württemberg bereits geplant oder umgesetzt.
Photovoltaik spielt eine zentrale Rolle
In Freiburg soll der „Solarsommer 2026“ die Solarenergie noch stärker in der Bevölkerung verankern. Beratungsangebote, Balkonkraftwerk-Workshops und Bildungsprojekte sollen zeigen, wie vielfältig Photovoltaik genutzt werden kann.
Ludwigsburg hat unterdessen an der Hauptfeuerwache seinen bislang größten Photovoltaik-Komplex mit 295 Kilowatt Leistung in Betrieb genommen. Ergänzt werden die Anlagen durch einen Batteriespeicher.
Landkreis Calw setzt auf neue Solarideen
Besonders interessant für die Solarbranche sind mehrere Projekte im Landkreis Calw. Auf dem Parkplatz des Landratsamtes entsteht eine vertikale Photovoltaikanlage mit 150 Kilowatt Leistung. Zusätzlich werden weitere Dachflächen mit PV ausgestattet und Batteriespeicher installiert.
Im Freibad Bad Liebenzell wird zudem getestet, ob reflektierende Folien hinter einer Photovoltaikanlage den Lichteintrag und damit den Solarertrag erhöhen können.
Wärmepumpen gemeinsam bestellen
Ludwigsburg geht auch bei der Wärmewende einen ungewöhnlichen Weg. Die Stadt organisiert eine gemeinsame Beschaffungsaktion für Wärmepumpen. Mehr als 200 Interessierte haben sich bereits angemeldet. Durch die Bündelung sollen Abläufe vereinfacht, geeignete Fachbetriebe ausgewählt und möglicherweise auch die Kosten für Hauseigentümer gesenkt werden.
Denzlingen verbindet Wärme und Mobilität
Denzlingen arbeitet unter anderem am Ausbau eines Nahwärmenetzes, das gemeinsam mit einer Bürgerenergiegenossenschaft vorangetrieben wird. Gleichzeitig erprobt die Gemeinde neue Mobilitätskonzepte und untersucht, wie Photovoltaik und Solarthermie in weitere Projekte integriert werden können.
Fazit von PV-Navi
Klimaneutralität entsteht nicht durch eine einzelne große Maßnahme. Die vier Kommunen zeigen, dass viele konkrete Schritte zusammenkommen müssen – von Photovoltaik und Speichern über Wärmepumpen und Gebäudesanierung bis zur Mobilität. Besonders interessant ist dabei, dass vieles nicht mehr diskutiert, sondern bereits ausprobiert und umgesetzt wird. Genau solche Erfahrungen können anderen Städten und Gemeinden helfen, ihre eigenen Wege zur Klimaneutralität schneller zu finden.
___________________
Quelle für Bild und Text: Presseerklärung
Kommunen-Wettbewerb “Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035”
© KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW)
___________________
Anmerkung:
Als Informationsdrehscheibe zu allen Bereichen rund um die Themen Photovoltaik und Energiewende hat PV-Navi Informationen aus vielen tausend Quellen zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet.
Neben den täglichen NEWS finden Sie auf dieser Domain auch viele Informationen zu gewerblichen Anbietern, Veranstaltungen, Förderungen, besonderen Akteuren, Infoquellen, das PV-Navi-ABC und vieles mehr.