Vier Kommunen zeigen Wege zur Klimaneutralität

Datum: 12. August 2026
Collage der Urkundenübergaben an Freiburg, Ludwigsburg, den Landkreis Calw und Denzlingen. Die vier Kommunen und Regionen wollen mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen bereits bis 2035 Klimaneutralität erreichen.

Frei­burg im Breis­gau, Lud­wigs­burg, der Land­kreis Calw und Denz­lin­gen wol­len bereits 2035 kli­ma­neu­tral sein. Dabei set­zen sie nicht auf eine ein­zel­ne Tech­no­lo­gie, son­dern auf einen Mix aus Pho­to­vol­ta­ik, Wär­me­pum­pen, Gebäu­de­sa­nie­rung, Bat­te­rie­spei­chern und neu­en Mobi­li­täts­kon­zep­ten. Mehr als 60 Maß­nah­men sind im Rah­men eines För­der­pro­jekts des Lan­des Baden-Würt­tem­berg bereits geplant oder umge­setzt.

 

Photovoltaik spielt eine zentrale Rolle

In Frei­burg soll der „Solar­som­mer 2026“ die Solar­ener­gie noch stär­ker in der Bevöl­ke­rung ver­an­kern. Bera­tungs­an­ge­bo­te, Bal­kon­kraft­werk-Work­shops und Bil­dungs­pro­jek­te sol­len zei­gen, wie viel­fäl­tig Pho­to­vol­ta­ik genutzt wer­den kann.

Lud­wigs­burg hat unter­des­sen an der Haupt­feu­er­wa­che sei­nen bis­lang größ­ten Pho­to­vol­ta­ik-Kom­plex mit 295 Kilo­watt Leis­tung in Betrieb genom­men. Ergänzt wer­den die Anla­gen durch einen Bat­te­rie­spei­cher.

 

Landkreis Calw setzt auf neue Solarideen

Beson­ders inter­es­sant für die Solar­bran­che sind meh­re­re Pro­jek­te im Land­kreis Calw. Auf dem Park­platz des Land­rats­am­tes ent­steht eine ver­ti­ka­le Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mit 150 Kilo­watt Leis­tung. Zusätz­lich wer­den wei­te­re Dach­flä­chen mit PV aus­ge­stat­tet und Bat­te­rie­spei­cher instal­liert.

Im Frei­bad Bad Lie­ben­zell wird zudem getes­tet, ob reflek­tie­ren­de Foli­en hin­ter einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge den Licht­ein­trag und damit den Solar­er­trag erhö­hen kön­nen.

 

Wärmepumpen gemeinsam bestellen

Lud­wigs­burg geht auch bei der Wär­me­wen­de einen unge­wöhn­li­chen Weg. Die Stadt orga­ni­siert eine gemein­sa­me Beschaf­fungs­ak­ti­on für Wär­me­pum­pen. Mehr als 200 Inter­es­sier­te haben sich bereits ange­mel­det. Durch die Bün­de­lung sol­len Abläu­fe ver­ein­facht, geeig­ne­te Fach­be­trie­be aus­ge­wählt und mög­li­cher­wei­se auch die Kos­ten für Haus­ei­gen­tü­mer gesenkt wer­den.

 

Denzlingen verbindet Wärme und Mobilität

Denz­lin­gen arbei­tet unter ande­rem am Aus­bau eines Nah­wär­me­net­zes, das gemein­sam mit einer Bür­ger­en­er­gie­ge­nos­sen­schaft vor­an­ge­trie­ben wird. Gleich­zei­tig erprobt die Gemein­de neue Mobi­li­täts­kon­zep­te und unter­sucht, wie Pho­to­vol­ta­ik und Solar­ther­mie in wei­te­re Pro­jek­te inte­griert wer­den kön­nen.

 

Fazit von PV-Navi

Kli­ma­neu­tra­li­tät ent­steht nicht durch eine ein­zel­ne gro­ße Maß­nah­me. Die vier Kom­mu­nen zei­gen, dass vie­le kon­kre­te Schrit­te zusam­men­kom­men müs­sen – von Pho­to­vol­ta­ik und Spei­chern über Wär­me­pum­pen und Gebäu­de­sa­nie­rung bis zur Mobi­li­tät. Beson­ders inter­es­sant ist dabei, dass vie­les nicht mehr dis­ku­tiert, son­dern bereits aus­pro­biert und umge­setzt wird. Genau sol­che Erfah­run­gen kön­nen ande­ren Städ­ten und Gemein­den hel­fen, ihre eige­nen Wege zur Kli­ma­neu­tra­li­tät schnel­ler zu fin­den.

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Quel­le für Bild und Text: Pres­se­er­klä­rung
Kom­mu­nen-Wett­be­werb “Auf dem Weg zur Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2035”

© KEA Kli­ma­schutz- und Ener­gie­agen­tur Baden-Würt­tem­berg (KEA-BW)

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