Kommunen bauen Ladeinfrastruktur für die Verkehrswende

Datum: 19. Januar 2026
Vier E-Ladesäulen auf dem Parkplatz des Schenkenseebads für Elektrofahrzeuge.

Die Elek­tro­mo­bi­li­tät nimmt in Deutsch­land deut­lich Fahrt auf – und damit wächst der Bedarf an einer zuver­läs­si­gen, flä­chen­de­cken­den Lade­infra­struk­tur. Wäh­rend gro­ße Kon­zer­ne und pri­va­te Anbie­ter oft im Fokus ste­hen, spie­len kom­mu­na­le Initia­ti­ven, Stadt­wer­ke und loka­le Ener­gie­ver­sor­ger eine immer wich­ti­ge­re Rol­le beim Aus­bau der Lade­punk­te. Sie schaf­fen dort Lade­infra­struk­tur, wo Men­schen woh­nen, arbei­ten, ein­kau­fen oder ihre Frei­zeit ver­brin­gen – und gestal­ten so direkt vor Ort die Ener­gie­wen­de im Ver­kehr mit.

Deutsch­land­weit ent­steht ein Netz aus öffent­li­chen Lade­punk­ten, Schnell­la­de­sta­tio­nen und loka­len Ver­sor­gungs­lö­sun­gen, das nicht nur Kon­su­men­ten, son­dern auch Hand­werk, Gewer­be und Tou­ris­mus adres­siert. Der Ansatz ist klar: E‑Mobilität muss all­tags­taug­lich, bezahl­bar und zugäng­lich sein – und das gelingt am bes­ten, wenn Städ­te, Gemein­den und Stadt­wer­ke selbst aktiv wer­den und lokal pas­sen­de Kon­zep­te ent­wi­ckeln.

 

Strategien der kommunalen Ladeinfrastruktur

Vie­le Kom­mu­nen ver­fol­gen heu­te mehr­glei­si­ge Stra­te­gien, um Lade­infra­struk­tur zu stär­ken:

1. Öffent­li­che Lade­punk­te an zen­tra­len Orten
Lade­säu­len wer­den an Park­plät­zen, Ein­kaufs­zen­tren, öffent­li­chen Gebäu­den und Nah­ver­kehrs­kno­ten ein­ge­rich­tet. Die­se Stand­or­te garan­tie­ren hohe Sicht­bar­keit und Nut­zung, för­dern den Umstieg auf Elek­tro­fahr­zeu­ge und ent­las­ten bestehen­de Park­flä­chen.

2. Koope­ra­ti­on von Stadt­wer­ken und loka­len Part­nern
Stadt­wer­ke, oft­mals ver­bun­den mit der ört­li­chen Ener­gie­ver­sor­gung, trei­ben den Aus­bau mit eige­nen Pro­jek­ten vor­an. Sie nut­zen vor­han­de­ne Netz­in­fra­struk­tur, Know-how und Kun­den­nä­he, um tech­nisch und wirt­schaft­lich nach­hal­ti­ge Lade­lö­sun­gen zu eta­blie­ren.

3. Inte­gra­ti­on von erneu­er­ba­rer Ener­gie
Immer häu­fi­ger wer­den Lade­punk­te so geplant, dass sie mit lokal erzeug­tem Solar­strom oder aus erneu­er­ba­ren Quel­len gespeist wer­den. Dazu zäh­len PV-Über­da­chun­gen von Lade­parks, Pho­to­vol­ta­ik auf benach­bar­ten Gebäu­den und intel­li­gen­te Steue­rungs­sys­te­me, die Last­spit­zen glät­ten und loka­le Ener­gie­spei­cher ein­bin­den.

4. För­de­rung und akti­ve Bür­ger-Infor­ma­ti­on
Kom­mu­nen nut­zen För­der­pro­gram­me, um die Kos­ten für Lade­punk­te zu sen­ken, infor­mie­ren Bür­ger über Stand­or­te und Nut­zung, und koor­di­nie­ren den Zugang über Apps oder loka­le Netz­wer­ke. So wird Elek­tro­mo­bi­li­tät für alle Nut­zer­grup­pen attrak­tiv.

Die­se brei­ten, pra­xis­ori­en­tier­ten Ansät­ze zei­gen: Die Lade­infra­struk­tur ist kein „Netz von der Stan­ge“, son­dern ein leben­di­ges, kom­mu­na­les Pro­jekt, das Stadt­pla­nung, Ener­gie­ver­sor­gung, Wirt­schaft und All­tag mit­ein­an­der ver­bin­det.

 

Beispiele kommunaler Verantwortung

Schwä­bisch Hall:
Die Stadt­wer­ke Schwä­bisch Hall haben am Schen­ken­see­bad einen neu­en E‑Ladepark errich­tet. Vier Lade­säu­len mit acht Lade­punk­ten ste­hen dort öffent­lich zur Ver­fü­gung und sind fle­xi­bel erwei­ter­bar. Die Anla­ge soll nicht nur Schwä­bisch Hal­lern die­nen, son­dern auch Besu­cher, Pend­ler und Tou­ris­ten anzie­hen. Die Stadt­wer­ke beto­nen, dass sie mit loka­len Lösun­gen zur Ver­kehrs­wen­de bei­tra­gen und gleich­zei­tig die Auf­ent­halts­qua­li­tät im öffent­li­chen Raum erhö­hen wol­len.

 

Wei­te­re Bei­spie­le aus Städ­ten und Gemein­den:

  • Lübeck:
    Die kreis­freie Stadt Lübeck baut ihre öffent­li­che Lade­infra­struk­tur seit Jah­ren sys­te­ma­tisch aus. In enger Zusam­men­ar­beit mit den Stadt­wer­ken wur­den zahl­rei­che Lade­punk­te im öffent­li­chen Stra­ßen­raum, an Park­plät­zen und in zen­tra­len Quar­tie­ren ein­ge­rich­tet. Ziel ist es, Elek­tro­mo­bi­li­tät all­tags­taug­lich zu machen und sowohl Anwoh­nern als auch Besu­chern einen ein­fa­chen Zugang zu Lade­an­ge­bo­ten zu ermög­li­chen.
  • Offen­bach am Main:
    Auch die kreis­freie Stadt Offen­bach setzt auf einen kon­se­quen­ten Aus­bau kom­mu­na­ler Lade­infra­struk­tur. Die Stadt plant, die Zahl öffent­lich zugäng­li­cher Lade­punk­te in den kom­men­den Jah­ren deut­lich zu erhö­hen. Dabei wer­den Stand­or­te im öffent­li­chen Raum bevor­zugt, um Elek­tro­mo­bi­li­tät unab­hän­gig von pri­va­tem Stell­platz­be­sitz nutz­bar zu machen.
  • Regens­burg und Ingol­stadt:
    Bei­de Städ­te zäh­len zu den Kom­mu­nen mit einer beson­ders gut ent­wi­ckel­ten Lade­infra­struk­tur im Ver­hält­nis zur Zahl der zuge­las­se­nen Elek­tro­fahr­zeu­ge. Durch früh­zei­ti­ge Pla­nung, enge Zusam­men­ar­beit mit Stadt­wer­ken und geziel­te Stand­ort­wahl ist es gelun­gen, ein dich­tes Netz an Lade­punk­ten auf­zu­bau­en, das den wach­sen­den Bedarf zuver­läs­sig abdeckt.
  • Regio­na­le Netz­wer­ke und Quar­tiers­lö­sun­gen:
    Neben ein­zel­nen Städ­ten ent­ste­hen zuneh­mend regio­na­le Lade­ver­bün­de, in denen meh­re­re Kom­mu­nen gemein­sam Lade­punk­te betrei­ben, abrech­nen und war­ten. Ergän­zend dazu wer­den in Wohn­ge­bie­ten und Gewer­be­parks kom­mu­na­le Quar­tiers­lö­sun­gen umge­setzt: Lade­inseln, die mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Dächern oder mit loka­len Ener­gie­spei­chern kom­bi­niert sind. Die­se Kon­zep­te ver­bin­den Elek­tro­mo­bi­li­tät, Solar­ener­gie und Ener­gie­wen­de direkt im All­tag.

 

Fazit:
Der Aus­bau der Lade­infra­struk­tur in Deutsch­land ist mehr als nur eine tech­ni­sche Auf­ga­be. Er ist ein Gesamt­pro­jekt der Ener­gie­wen­de, bei dem kom­mu­na­le Initia­ti­ven, Stadt­wer­ke und loka­le Ener­gie­ver­sor­ger eine zen­tra­le Rol­le spie­len. Durch loka­le Ver­ant­wor­tung, smar­te Kon­zep­te und regio­na­le Zusam­men­ar­beit wächst ein Netz, das die Mobi­li­tät von mor­gen zuver­läs­sig unter­stützt – und zeigt, wie Ener­gie­wen­de im All­tag gestal­tet wird.

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Quel­le: Ver­schie­de­ne Pres­se­er­klä­run­gen

Hier kom­men Sie zur Pres­se­er­klä­rung der Stadt­wer­ke Schwä­bisch Hall
Stadt­wer­ke errich­ten E‑Ladesäulen am Schen­ken­see­bad

Foto: Vier E‑Ladesäulen ste­hen auf dem Frei­bad­park­platz des Schen­ken­see­bads bereit. Die Anzahl der Lade­punk­te kann bei Bedarf aus­ge­baut wer­den.

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