Solarenergie naturverträglich ausbauen

Datum: 16. Januar 2026
Draufsicht auf erhöhte Solarfelder mit Traktor, Anhänger und blauem Auto dazwischen; oben Schrift Energie von oben und unten.

Der Aus­bau der Pho­to­vol­ta­ik ist ein zen­tra­ler Bau­stein der Ener­gie­wen­de – zugleich wirft er Fra­gen zur Nut­zung von Flä­chen in Natur und Land­wirt­schaft auf. Ein neu­es Facts­heet des Umwelt­bun­des­amt (UBA) zeigt, dass sich die­se Zie­le nicht wider­spre­chen müs­sen. Im Gegen­teil: Mit kla­ren Leit­li­ni­en und klu­ger Pla­nung lässt sich Solar­ener­gie deut­lich stär­ker aus­bau­en, ohne Natur und land­wirt­schaft­li­che Nut­zung unnö­tig zu belas­ten.

Das Umwelt­bun­des­amt macht deut­lich, dass Deutsch­land sei­ne Solar­zie­le errei­chen kann, wenn Flä­chen effi­zi­ent genutzt und Nut­zungs­kon­flik­te früh­zei­tig berück­sich­tigt wer­den. Dabei geht es nicht um ein Ent­we­der-oder zwi­schen Pho­to­vol­ta­ik und Land­wirt­schaft, son­dern um ein intel­li­gen­tes Mit­ein­an­der.

 

Dächer, Agri-PV und vorbelastete Flächen im Fokus

Zen­tra­ler Ansatz­punkt des UBA ist die Prio­ri­sie­rung geeig­ne­ter Flä­chen. Dach­an­la­gen auf Wohn‑, Gewer­be- und Indus­trie­ge­bäu­den gel­ten wei­ter­hin als ers­te Wahl. Zusätz­lich rücken vor­be­las­te­te Flä­chen wie Park­plät­ze, Lärm­schutz­wän­de, Depo­nien oder ehe­ma­li­ge Indus­trie­area­le in den Fokus. Sie ermög­li­chen zusätz­li­chen Solar­strom, ohne neue Flä­chen­kon­kur­ren­zen zu schaf­fen.

Beson­de­re Bedeu­tung misst das Umwelt­bun­des­amt der Agri-Pho­to­vol­ta­ik bei. Hier wer­den Solar­an­la­gen so in land­wirt­schaft­li­che Flä­chen inte­griert, dass die Bewirt­schaf­tung wei­ter­hin mög­lich bleibt. Acker­bau, Wei­de­wirt­schaft oder Son­der­kul­tu­ren kön­nen mit der Strom­erzeu­gung kom­bi­niert wer­den. Das schafft dop­pel­te Nut­zung, stei­gert die Flä­chen­ef­fi­zi­enz und kann land­wirt­schaft­li­che Betrie­be wirt­schaft­lich sta­bi­li­sie­ren.

 

Mehr Biodiversität durch kluge Planung

Auch für klas­si­sche Frei­flä­chen-Pho­to­vol­ta­ik zeigt das Facts­heet Wege auf, wie Natur­ver­träg­lich­keit ver­bes­sert wer­den kann. Dazu zäh­len unter ande­rem exten­si­ve Pfle­ge­kon­zep­te, der Ver­zicht auf Pes­ti­zi­de sowie geziel­te Maß­nah­men zur För­de­rung von Bio­di­ver­si­tät. Rich­tig geplant, kön­nen Solar­parks Lebens­räu­me für Insek­ten, Vögel und Pflan­zen schaf­fen und öko­lo­gisch wert­vol­ler sein als inten­siv genutz­te Agrar­flä­chen.

Das Umwelt­bun­des­amt betont, dass Pla­nung, Geneh­mi­gung und Betrieb ent­schei­dend sind. Kom­mu­nen, Pro­jek­tie­rer und Land­wir­te spie­len eine zen­tra­le Rol­le dabei, Solar­pro­jek­te so umzu­set­zen, dass sie sowohl zur Ener­gie­wen­de als auch zum Natur- und Kli­ma­schutz bei­tra­gen.

 

Fazit:
Das neue UBA-Facts­heet zeigt klar: Ein schnel­ler Aus­bau der Pho­to­vol­ta­ik ist mög­lich, ohne Natur und Land­wirt­schaft gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len. Mit Dach­an­la­gen, Agri-PV, vor­be­las­te­ten Flä­chen und öko­lo­gisch gestal­te­ten Solar­parks kann Solar­ener­gie natur­ver­träg­lich wach­sen – und so einen ent­schei­den­den Bei­trag zur Ener­gie­wen­de leis­ten.

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Quel­le für Bild und Text: Posi­ti­ons­pa­pier vom Umwelt­bun­des­amt

Hier kom­men Sie zum Posi­ti­ons­pa­pier
Pho­to­vol­ta­ik auf dem Acker? — Ein Posi­ti­ons­pa­pier

Foto: Sym­bol­bild pix­a­bay

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