AKW-Standorte werden Speicherzentren der Energiewende

Datum: 15. Januar 2026
Symbolisches Bild zeigt den Wandel von Atomkraft zu erneuerbarer Energie mit Batteriespeichern und Solaranlagen.

Ehe­ma­li­ge Atom­kraft­wer­ke ent­wi­ckeln sich zuneh­mend zu Schlüs­sel­stand­or­ten der Ener­gie­wen­de. Was frü­her der Strom­erzeu­gung aus Kern­ener­gie dien­te, wird heu­te für die Inte­gra­ti­on erneu­er­ba­rer Ener­gien genutzt. Beson­ders deut­lich zeigt sich die­ser Wan­del an den frü­he­ren AKW-Stand­or­ten Phil­ipps­burg und Bruns­büt­tel, wo groß­ska­li­ge Bat­te­rie­spei­cher und neue Netz­in­fra­struk­tu­ren ent­ste­hen. Sie sol­len hel­fen, Wind- und Solar­strom effi­zi­en­ter zu spei­chern, zu ver­tei­len und das Strom­sys­tem zu sta­bi­li­sie­ren.

Der Vor­teil die­ser Stand­or­te liegt auf der Hand: Sie ver­fü­gen über leis­tungs­fä­hi­ge Netz­an­schlüs­se, gesi­cher­te Flä­chen und eine bestehen­de energie­wirtschaftliche Infra­struk­tur. Damit eig­nen sie sich ide­al für den Auf­bau von Ener­gie­spei­chern und Umspann­wer­ken, die für ein erneu­er­ba­res Ener­gie­sys­tem unver­zicht­bar sind.

 

Philippsburg: Vom Atomkraftwerk zum Energiepark

Am Stand­ort des ehe­ma­li­gen Kern­kraft­werks Phil­ipps­burg in Baden-Würt­tem­berg ent­steht ein groß dimen­sio­nier­ter Bat­te­rie­spei­cher, der zu den größ­ten sei­ner Art in Deutsch­land zäh­len soll. Das Pro­jekt wird von EnBW Ener­gie Baden-Würt­tem­berg AG umge­setzt und ist Teil eines umfas­sen­den Ener­gie­parks. Geplant ist ein Spei­cher mit meh­re­ren hun­dert Mega­watt Leis­tung und einer Kapa­zi­tät im Giga­watt­stun­den-Bereich.

Ergänzt wird der Stand­ort durch ein bestehen­des Gleich­strom-Umspann­werk, das Wind­strom aus dem Nor­den Deutsch­lands in den Süden trans­por­tiert. Der Bat­te­rie­spei­cher soll künf­tig über­schüs­si­ge erneu­er­ba­re Ener­gie auf­neh­men und bei Bedarf wie­der ins Netz ein­spei­sen. Damit wird Phil­ipps­burg zu einem zen­tra­len Bau­stein für Netz­sta­bi­li­tät und Ver­sor­gungs­si­cher­heit in einem zuneh­mend von Solar- und Wind­ener­gie gepräg­ten Strom­sys­tem.

 

Brunsbüttel: Speicher für Wind- und Solarstrom im Norden

Auch am ehe­ma­li­gen AKW-Stand­ort Bruns­büt­tel in Schles­wig-Hol­stein ist ein groß­flä­chi­ger Bat­te­rie­spei­cher in Pla­nung. Das Pro­jekt zeigt, dass der Umbau ehe­ma­li­ger Kern­kraft­werks­stand­or­te kein Ein­zel­fall ist, son­dern bun­des­weit an Bedeu­tung gewinnt. In einer Regi­on mit hohem Wind­strom­auf­kom­men sol­len Ener­gie­spei­cher künf­tig hel­fen, Erzeu­gung und Ver­brauch bes­ser in Ein­klang zu brin­gen.

Sol­che Spei­cher über­neh­men eine wich­ti­ge Sys­tem­funk­ti­on: Sie puf­fern Strom­spit­zen, glei­chen Schwan­kun­gen aus und ent­las­ten die Net­ze. Gera­de für die Ener­gie­wen­de sind sie ent­schei­dend, um den wach­sen­den Anteil von Solar- und Wind­ener­gie sicher in das Ener­gie­sys­tem zu inte­grie­ren.

 

Fazit:
Die Umnut­zung ehe­ma­li­ger AKW-Stand­or­te zu Spei­cher- und Netz­kno­ten­punk­ten steht sinn­bild­lich für den Struk­tur­wan­del der Ener­gie­ver­sor­gung. Bat­te­rie­spei­cher erset­zen dabei die Rol­le zen­tra­ler Kraft­wer­ke und machen erneu­er­ba­re Ener­gien plan­ba­rer. Phil­ipps­burg und Bruns­büt­tel zei­gen, wie aus Orten der Atom­ener­gie Schlüs­sel­stand­or­te für die Ener­gie­wen­de wer­den.

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Quel­le ver­schie­de­ne Pres­se­tex­te

Hier kom­men Sie zur Pres­se­er­klä­rung den EnBW
Pro­jekt­vor­ha­ben der EnBW: Groß­bat­te­rie­spei­cher im Ener­gie­park Phil­ipps­burg

Foto: Sym­bol­bild PV-Navi/ChatCPT

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