Solarflugzeug HAP-alpha: Photovoltaik im Langzeitflug

Datum: 11. Januar 2026
Solarflugzeug mit extrem langen Gitterflügeln auf Anhängern am Boden; oben die Überschrift Solar hebt ab

Solar­ener­gie fin­det längst nicht mehr nur auf Dächern oder Frei­flä­chen statt. Das Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR) arbei­tet mit dem unbe­mann­ten Hoch­flie­ger HAP-alpha an einer außer­ge­wöhn­li­chen Anwen­dung von Pho­to­vol­ta­ik: einem solar­be­trie­be­nen Flug­zeug, das künf­tig über lan­ge Zeit­räu­me in gro­ßer Höhe ein­ge­setzt wer­den soll. Ein wich­ti­ger Mei­len­stein auf die­sem Weg ist nun erreicht – das DLR hat erfolg­rei­che Roll­ver­su­che mit dem Pro­to­typ durch­ge­führt.

Die Boden­tests fan­den nach dem Aus­fah­ren des Flug­zeugs aus der Hal­le statt und dien­ten dazu, zen­tra­le Sys­te­me des ultra­leich­ten Solar­flug­zeugs erst­mals im rea­len Betriebs­um­feld zu erpro­ben. Die Ver­su­che sind eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die geplan­ten ers­ten Flug­tests.

 

Bodentests als wichtiger Schritt Richtung Erstflug

Bei den Roll­ver­su­chen wur­de HAP-alpha auf einem spe­zi­el­len Start­wa­gen an ein Zug­fahr­zeug gekop­pelt. Da das Flug­zeug im Stand kei­nen aero­dy­na­mi­schen Auf­trieb erzeugt, müs­sen die lan­gen und extrem leich­ten Trag­flä­chen durch Aus­le­ger des Start­wa­gens gestützt wer­den. Nur so lässt sich die emp­find­li­che Struk­tur vor Über­las­tung schüt­zen.

Die Tests erlau­ben es den For­schen­den, Fahr­ver­hal­ten, Steue­rung, Brem­sen und das Zusam­men­spiel der Sys­te­me unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen zu über­prü­fen. Gleich­zei­tig lie­fern sie wich­ti­ge Daten für die wei­te­re Aus­le­gung des Start- und Boden­be­triebs. Nach Anga­ben des DLR brin­gen die erfolg­rei­chen Roll­ver­su­che das Pro­jekt einen ent­schei­den­den Schritt näher an den Erst­flug, der für 2026 vor­ge­se­hen ist.

 

Solarenergie für Langzeitmissionen in großer Höhe

HAP-alpha ist als soge­nann­ter High Alti­tu­de Plat­form (HAP) kon­zi­piert. Das unbe­mann­te Flug­zeug soll künf­tig über Wochen oder sogar Mona­te in gro­ßen Höhen flie­gen und dort Auf­ga­ben wie Erd­be­ob­ach­tung, Umwelt- und Kli­ma­for­schung oder Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­te über­neh­men. Die Ener­gie­ver­sor­gung erfolgt dabei aus­schließ­lich über inte­grier­te Solar­zel­len auf den Trag­flä­chen, ergänzt durch Ener­gie­spei­cher für den Betrieb in der Nacht.

Damit ver­bin­det das Pro­jekt Pho­to­vol­ta­ik, Leicht­bau und Luft­fahrt­for­schung auf beson­de­re Wei­se. Solar­ener­gie wird hier nicht nur zur Strom­erzeu­gung genutzt, son­dern bil­det die Grund­la­ge für ein völ­lig neu­es Anwen­dungs­sze­na­rio. Für die Ener­gie­wen­de zeigt das Pro­jekt, wie viel­sei­tig Pho­to­vol­ta­ik ein­ge­setzt wer­den kann – auch jen­seits klas­si­scher Ener­gie­infra­struk­tu­ren.

 

Fazit:
Mit den erfolg­rei­chen Roll­ver­su­chen von HAP-alpha demons­triert das DLR, wie Solar­ener­gie und Pho­to­vol­ta­ik neue tech­no­lo­gi­sche Hori­zon­te eröff­nen. Das Pro­jekt steht exem­pla­risch für For­schung, die Ener­gie­wen­de, Inno­va­ti­on und High­tech mit­ein­an­der ver­bin­det – und Solar­ener­gie buch­stäb­lich in neue Höhen führt.

 

Bild: HAP-alpha auf dem Start­wa­gen

Nach­dem das Flug­zeug aus der Hal­le gefah­ren wur­de, wur­de es erst­ma­lig auf sei­nem Start­wa­gen an ein Zug­fahr­zeug ange­hängt. Im Stand­fall müs­sen die Trag­flä­chen ohne aero­dy­na­mi­schen Auf­trieb durch die Aus­le­ger des Start­wa­gens gestützt wer­den, um die ultra­leich­te Struk­tur des Flug­zeugs nicht zu über­las­ten. Cre­dit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

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Quel­le für Bild und Text: Pres­se­er­klä­rung Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR

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DLR führt Roll­ver­su­che mit dem unbe­mann­ten hoch­flie­gen­den Solar­flug­zeug HAP-alpha durch

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