Die Energiewende beginnt nicht nur auf Dächern und Feldern, sondern auch im Rathaus, in Stadtwerken, Bauämtern und kommunalen Netzwerken. Viele Kommunen unterschätzen noch immer, wie viel sie sofort und ohne Großprojekte bewegen können. Schon kleine Entscheidungen schaffen Wirkung: weniger Energiekosten, mehr regionale Wertschöpfung, bessere Klimaziele. Ob Verwaltung, Lokalpolitik oder engagierte Bürgergruppen – gemeinsam entstehen Lösungen, die vor Ort sichtbar werden und das Vertrauen stärken. Hier sind 12 praxisnahe Solar-Vorsätze für 2026, die Städte und Gemeinden direkt anstoßen können.
1. Solardachkataster veröffentlichen
Viele Bürger:innen wissen nicht, ob ihr Dach geeignet ist. Ein öffentliches Kataster schafft Transparenz und Motivation.
2. PV-Pflicht bei Neubauten lokal verankern
Kommunen können Bebauungspläne anpassen, um Solarpflicht bei neuen Gewerbe- und Wohngebieten verbindlich zu machen.
3. Freiflächen für Solarparks ausweisen
Unbebaute kommunale Flächen, Konversionsareale oder ehemalige Deponien eignen sich ideal als Solarstandorte.
4. PV-Anlagen auf Schulen und Kitas priorisieren
Kinder lernen Energiewende vor Ort, und die Kommune spart langfristig Stromkosten.
5. Balkonkraftwerke kommunal fördern
Zuschüsse, Sammelbestellungen oder Mieterstrommodelle erleichtern den Einstieg besonders in dicht besiedelten Stadtteilen.
6. Parkplätze überdachen
Supermärkte, Verwaltungsparkplätze, Schwimmbäder oder Sportanlagen lassen sich schnell in Solarparkplätze verwandeln.
7. Kommunale Gebäude energetisch erfassen
Ein Energieaudit zeigt, wo sich PV, Speicher oder Solarthermie am schnellsten lohnt.
8. Kooperation mit Stadtwerken und Bürgerenergie
Klimaschutz gelingt leichter, wenn Bürger:innen direkt profitieren — z. B. durch Genossenschaften.
9. Solargerechte Ausschreibungen
Kommunale Neubauten sollten PV-Planung automatisch in die Ausschreibung aufnehmen.
10. Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangebote
Sprechstunden im Rathaus, Infoabende und Flyer sorgen für Verständnis und Akzeptanz.
11. Verkehrsinfrastruktur solar gestalten
Bushaltestellen, Fahrradstationen, Carports oder Ladesäulen lassen sich mit PV kombinieren.
12. Fördergelder aktiv abrufen
Viele Programme des Bundes und der Länder bleiben ungenutzt — eine zentrale Stelle im Rathaus kann helfen, Mittel anzuziehen.
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Foto: Symbolbild chatCPT/PV-Navi
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